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Anplatten ist eine Veredlungsart, bei der das Edelreis seitlich an eine Schnittfläche der Unterlage gedrückt wird. Die Schnittführung verläuft von oben durch die Mittelachse der Unterlage, von unten durch die des Pfröpflings; durch die aneinandergedrückten Teile wird ein Dorn gesteckt; nötigenfalls wird mit Bast o.ä. umwickelt. Anwendung erfolgt bei Zygocactus, einigen Rhipsalis und sonstigen dünnen, blattartigen Kakteen. Sichtbar bleibende Schnittflächen bei den sonst fertigen Veredlungen werden zur Verhütung starken Austrocknens und gegen Infektionen mit Aluminiumpulver, Wuchsstoffpulver oder einem Talkumpuder mit beigemischtem 5-8%igem Captan oder Thiuram eingepudert. Die Pflanzen werden danach warm und lufttrocken, jedoch nicht in voller Sonne aufgestellt, bis nach etwa 6-10 Tagen die Gummiringe oder andere Befestigungen abgeommen werden können. Gießwasser darf nicht in die Schnittflächen kommen. Verfärbt sich die Schnittfläche rötlich oder bei Eriocereus jusbertii schwarz, so muß mit einer Infektion gerechnet werden. In diesem Falle muß man desinfizieren oder am besten auf eine frische Unterlage umpfropfen. Speziell bei Eriocereus jusbertii sollte man einige Tage vor und nach dem Pfropfen nicht gießen, der Pföpfling wird trotzdem gut angenommen. Wenn der Kopf nur "klebt", ist es allerdings | zwecklos, noch auf ein Anwachsen zu warten.
Nachfolgend die Gattungen der als Unterlagen in Betracht kommenden Kakteen, von denen man nur
kräftige, gesunde Exemplare wählen sollte: |