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Fortsetzung: Anpassen = (Akklimatisation) Umgekehrt vertragen Kakteen, die aus kaltem oder dunklem Stand kommen, nicht plötzlich intensive Sonnenstrahlung bei gleichzeitig hohen Lufttemperaturen. Strahlungsharten Pflanzen, vor allem Hochgebirgsarten, muß bei voller Einstrahlung niedrigere Lufttemperatur durch offenen Stand gewährt werden; die übrigen benötigen außer mäßigen Temperaturen zunächst auch etwas Strahlenschutz durch leichtes Schattieren. Die Anpassung der Wassergaben erfolgt der Wachstumstendenz der Pflanzen entsprechend. Umpflanzen Wenn die Topferde verbraucht ist und auch durch Düngung nicht mehr nachgeholfen werden kann, oder wenn der Topf für den gut entwickelten Wurzelballen zu klein wurde, müssen wir umpflanzen. Der nicht ganz trockene Ballen läßt sich durch Druck mit einem Stab oder Bleistift, den man durch das Wasserabzugsloch des Topfes steckt, mit der über dem Loch befindlichen Tonscherbe nach oben herausdrücken. Ist das nicht möglich, müssen wir die Pflanze um den Wurzelhals fassen und die Oberkante des umgedrehten Topfes | auf die Tischkante stoßen, bis sich der Ballen aus dem Topf löst. Für gesunde Wurzelballen wählen wir einen etwas größeren Topf, in den wir unter die Pflanze und ringsherum frische Erde füllen und etwas andrücken. So kann die Pflanze ohne große Störung leicht weiterwachsen. Zeigt der alte Ballen aber vertrocknete oder faulende Wurzeln, so müssen diese ohne Beschädigung der gesunden Wurzeln vorsichtig entfernt werden. Ist die Pflanze wurzellos oder gar angefault, so wird sie zur Neubewurzelung wie ein Steckling behandelt. Jede frisch umgetopfte Pflanze wird einige Tage vor Prallsonne und damit vor starker Verdunstung geschützt. Man stelle sie möglichst etwas wärmer als vorher und gießt 3-4 Tage nach dem Umtopfen überhaupt nicht, damit eventuell vorhandene Bruchstellen der Wurzeln keine Fäulnisstellen ausbilden. Bei gesunder Erde ist ein Umtopfen größerer Pflanzen nur alle 3-5 Jahre nötig. Mehr und mehr sind die Kakteenfreunde dazu übergegangen, die fertig käufliche Einheitserde zu verwenden. Wer aber diese für Kakteen langjährig bewährte Mischung durch besondere Zusätze noch für einzelne Gattungen verändern möchte, findet vielleicht einige Anregungen in dem nachfolgenden Abschnitt. |