Mammillaria Untergattung Mammillaria 3.Reihe Stylothelaeae Wildii - Gruppe

91. Mammillaria brevicrinita REPPENHAGEN
Die Gattung Mammillaria:42.1987

Mammillaria brevicrinita
Mammillaria brevicrinita

Verbreitungskarte Mammillaria brevicrinita
zeigt das Verbreitungsgebiet


Reppenhagens Lateindiagnose:

Corpus planiceps, simplex vel caespitosum, 10-40 mm altum, 20-40 mm crassum. Verrucae cylindricae, obscuroviridis. Spinae marginales 18-27, 5-7 mm longae, setosae, pubescentes, vitreo-albae vel lutescentes. Spinae centrales 3-4, 6-10 mm longae, rectae vel uncinatae, pubescentes, luteae vel brunneae. Flores lato-infundibuliformes, albi vel flavi. Sepala lanceolata, claro-brunnea, luteo-marginata. Petala 7 mm longa, 2 mm lata, flava, media brunnea. Stylus albo-flavus. Lobi stigmatis 3-5, 2 mm longi, flavi. Fructus tenui-claviformes, 8-15 mm longi, 2-3 mm lati, claro-rubri. Semina brunneo-nigra. Testa verrucosa. Hilum basale.

Typus: REPPENHAGEN 1127; Herbarium ZSS
Typstandort:
Mexico, San Luis Potosi, Labor Vieja

Die Art ist nur vom Typstandort bekannt.

Wurzeln stark verzweigt.
Körper flach bis kugelig, einzeln oder sprossend, blühfähige Köpfe 1-4 cm hoch, 2-4 cm dick.
Scheitel gerundet, eingesenkt, mit Wolle und Dornen unvollkommen geschlossen.
Warzen dicht gestellt, weichfleischig, etwa zylindrisch, mit gerundeter Spitze, 0,7-1 cm lang, 0,4-0,5 cm dick, nicht milchend, olivgrün bis dunkelgrün.
Axillen mit wenigen dünnen Härchen.
Areolen etwas nach unten geneigt, nicht eingesenkt, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm breit, nur anfangs mit kurzer gelblicher Wolle.
Randdornen 18-27, 0,5-0,7cm lang, feinborstig, keine besonders kurz oder lang, gerade oder verbogen, flaumhaarig, unregelmäßig strahlend und vorspreizend, durcheinander ragend, zeitweise den Körper deckend, glasig-weiß bis gelblich.
Mitteldornen 3-4, 0,6-1 cm lang, feinnadelig, 1-4 gehakt, flaumhaarig, mit knollig verdicktem, gelbem Fuß, gelb bis hellbraun mit dunkler Spitze.

Blüten erscheinen Mai/ Juni im Kranze um den Scheitel, wenige öffnen sich gleichzeitig und nur während der heißesten Tageszeit, breittrichterig, 1,7-2 cm lang und breit, weißlich bis hellgelb.
Fruchtknoten kugelig abgeschnürt, 0,25 cm dick, grünlich-weiß.
Röhre sehr kurz, trichterig, helloliv.
Äußere Blütenblätter keilförmig bis schmallanzettlich, ganzrandig, leicht gebuchtet, mit scharfer Spitze, hellbraun mit gelbem Saum.
Innere Blütenblätter nicht sehr zahlreich, lanzettlich, etwa 0,7 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig mit kurzer scharfer Spitze, hellgelb mit undeutlichem bräunlich-rosa Mittelstreifen.
Griffel 1-1,2 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, rahmweiß.
Narbenlappen 3-5, 0,15-0,2 cm lang, hellgelb bis grünlich.
Staubfäden wenige, über der Nektarkammer etwa 0,3 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, die inneren am kürzesten, zusammengebogen, weiß.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen wenige Monate nach der Blüte, stäbchen- bis schlankkeulenförmig, mit großem haftendem Blüten- rest, 0,8-1,5 cm lang, 0,2-0,3 cm dick, dünnhäutig und zerbrechlich, hellrot; microcarpe Trockenfrüchte kommen vor.

Samen schwarzbraun, ballonförmig mit dünnem Hilumhals, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm dick.
Testa knorpelig gegrubt, mit großen ornamentalen Gruben.
Hilum groß, länglich, hellbraun, basal.
Die Art ist selbstfertil.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 15,5ºC
                                    ø Mai/ Juni                             = 25ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 500 mm. Regenzeit ist von April bis Oktober. Es ist ein eher warmes, subhumides Klima mit mäßigen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und sommerlicher Regenzeit.

Feldnummer:      Repp.      1127, 1483

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