Mammillaria Untergattung Mammillaria 3.Reihe Stylothelae Bombycina - Gruppe

3. Reihe Stylothelae K. SCHUMANN
Gesamtbeschr.Kakt.:516.1898

Leitart: Mammillaria wildii A.DIETRICH

Bombycina - Gruppe


54. Mammillaria zeilmanniana
BOEDEKER
Monatsschr.DKG3:227.1931

Mammillaria zeilmanniana
Mammillaria zeilmanniana

Verbreitungskarte Mammillaria zeilmanniana
zeigt das Verbreitungsgebiet


Bödekers Erstbeschreibung:

Simplex vel rarius ex parte media proliferans, vertice vix vel paulum depressa, aculeis superata, mamillae ad 13 et 21 series ordinate, confertae subcylindraceae, areolae orbiculares, primum parce languinosae demum glabrae, aculei radiales ca. 15-18, horizontaliter divaricati, rigidi, tenuissimi vel subcapilliriformes, recti, albi, pubescentes, centrales 4, ferruginei, basi incrassati, aciculares, subglabri, superioribus 3 rectis, infimo porrecto, apice uncinato; axillae glaberrimae ut videtur. Flores paulum a vertice remotae, ad 2 cm longae; ovarium viride; phylla perigonii interiora lanceolata, roseo-violacea vel purpurea; stamina filamentis violaceis, antheris flavidis; stylus violaceus stigmentibus 4, flavidis stamina superans, fructus parvus, albido-viridis; semina rotunda, opaca, nigra, punctata.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, Guanajuato, bei San Miguel Allende

Der Standort wurde niemals wiedergefunden. Beschreibung nach Kulturpflanzen:

Wurzeln rübenartig verdickt.
Körper gedrücktkugelig bis kugelig, einzeln oder sprossend, blühfähige Köpfe etwa
2,5-6 cm hoch, 3-6 cm dick.
Scheitel gerundet, eingesenkt, mit Wolle und Dornen unvollkommen geschlossen.
Warzen dichtgestellt, eiförmig bis kurzzylindrisch, 0,8-1 cm lang, 0,5-0,6 cm dick, die Spitze gerundet, nicht milchend, dunkelgrün, weichfleischig.
Axillen nackt.
Areolen stark nach unten geneigt, etwas eingesenkt, kreisrund, 0,1 cm ø, anfangs mit viel weißer Wolle.
Randdornen 12-18, 0,6-1 cm lang, feinborstig, keiner besonder kurz oder lang, gerade, glatt, manchmal schwach pubeszent, unregelmäßig strahlend und etwas vorspreizend, zeitweise den Körper deckend, glasig-weiß.
Mitteldornen 4, 0,6-1,2 cm lang,feinnadelig, der untere am dicksten, am dunkelsten, gehakt und aufgerichtet, die anderen gerade und scheitelwärts weisend, alle glatt oder schwach pubescent, mit knollig verdicktem Fuß, braun bis schwarzbraun, am Grunde heller.

Blüten erscheinen April/ Mai in Kränzen um den Scheitel, ganze Kränze öffnen sich gleichzeitig, meist folgt im August ein zweiter Flor, breittricherig, 1,8-2,2 cm lang und breit, leuchtend-karminrosa; es gibt eine weißblühende Form.
Fruchtknoten rundlich bis länglich, 0,2-0,3 cm dick, deutlich abgesetzt, weißlich-grün.
Röhre kurz, konisch, bräunlich-rosa.
Äußere Blütenblätter lanzettlich, ganzrandig, karminrosa mit weißem Saum.
Innere Blütenblätter zahlreich, oft in mehreren Serien, lanzettlich, 0,7-1 cm lang, 0,2-0,3 cm breit, ganzrandig, leuchtend-karminrosa oder heller.
Griffel 1,2-1,4 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, weiß.
Narbenlappen 4-6, 0,1-0,2 cm lang, hellgelb oder grünlich.
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer 0,5-0,7 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, karmin.
Staubbeutel gelb.

Früchte reifen 6-8 Monate nach der Blüte, ovoid bis länglich, mit haftendem Blütenrest,
0,6-1,2 cm lang, 0,3-0,6 cm dick, dünnhäutig, weich, zerbrechlich, grünlich bis bräunlich-rosa, durchscheinend.

Samen schwarz, ballonförmig, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm dick.
Testa gegrubt.
Hilum groß, lang, weißlich, basal.
Die Art ist selbststeril.

Pflege 7
Angaben über das Habitat und deren klimatische Verhältnisse sind mir derzeit nicht möglich. Seit den Dreißigerjahren haben sich viele Sammler und Forscher vergeblich bemüht, den Standort dieser schönen Art wiederzufinden. Es ist ihnen bis heute leider nicht gelungen.

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Systematik

 
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