Mammillaria Untergattung Mammillaria 15.Reihe Polyedrae Mystax - Gruppe

318. Mammillaria casoi H. BRAVO
Anal.Inst.Biol.Univ.Mex.25:540.1954

Mammillaria casoi
Mammillaria casoi

Verbreitungskarte Mammillaria casoi
zeigt das Verbreitungsgebiet

Helia Bravos Lateindiagnose:

Corpus globosum; tuberculi 13-21 seriebus, lactescentes, lateribus 4, aristis parce conspicuis. Axillae zonae floriferae lanatae et setosae; aculei centrales 3-4 (5), subulati, fere rubescentes, 3 superiores breves, 4-10 mm, inferiore valde longus, usque ad 6cm parce complanatus, rubescenti-brunneus, modo griseus fere albus, rectus vel leviter incurvus, erectus vel paullo deorsum versus, aculei radiales 5-8, valde breves, albi subulati. Flos purpureus. Fructus claviformes, ruber; perianthium siccum. Semina brunnea.

Typus: Herbarium MEXU
Typstandort:
Mexico, Oaxaca, zwischen Tejupan und Suchistlahuaca

Reppenhagen sagt:
"Eindeutig sah ich diese Art nur unmittelbar an der Abzweigung Tejuca- Suchistlahuaca. Mammillaria mixtecensis H. BRAVO, die mit Mammillaria casoi nahe verwandt sein sollte, erscheint mir dubios. Sie sollte auch aus dieser Gegend kommen. In der Erstbeschreibung heißt es, genau wie in der Erstbeschreibung von Mammillaria casoi :
"Die Autorin sammelte sie im Eichenwald zwischen Tejupan und Suchistlahuaca."
Kein späterer Feldforscher hat sie dort aber jemals gefunden. Diese Pflanze mit 6-7 Mitteldornen und 8-9 Randdornen scheint es nicht zu geben."

Wurzeln strangartig.
Körper kugelig, einzeln, blühfähige Köpfe 5-13 cm hoch, 7-13 cm breit.
Scheitel abfgeflacht bis gerundet, eingesenkt, mit Wolle im Scheitel, aus der Dornen herausragen, oder von langen, wirren Dornen geschlossen.
Warzen weitläufig gestellt, von fester Textur, konisch, 1,2-1,4 cm lang, 1-1,2 cm dick, milchend, dunkelgrün.
Axillen mit Wolle und krausen Borsten, die auch fehlen können.
Areolen nach unten geneigt, kreisrund, etwa 0,2 cm Durchmesser, anfangs mit weißer Wolle.
Randdornen 5-8, 0,2-0,6 cm lang, nadelig, gerade, vorspreizend, glasig-gelb mit dunkler Spitze oder ganz schwarz.
Mitteldornen 2-3, 0,3-2 cm lang, im Habitat auch bedeutend länger, nadelig bis pfriemlich, mit knollig ver- dicktem Fuß, braun oder schwarz.

Blüten erscheinen im Mai im Kranze nahe dem Scheitel, bauchig-trichterig, viele öffnen sich gleichzeitig, etwa 2-2,4 cm lang und breit, seidig-karmin.
Fruchtknoten klein, nicht erkennbar abgesetzt, weiß oder grünlich.
Röhre bauchig, grün bis bräunlich.
Äußere Blütenblätter zahlreich, keilförmig bis lanzettlich, bewimpert oder fransig mit zurückgebogener, dornartiger Spitze, braunrot mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter zahlreich, in mehreren Serien, lanzettlich, 0,7-0,9 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig mit langer Spitze, seidig-karmin, zum Schlund hin heller.
Griffel 0,8-0,9 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, weiß, oben leicht rosa getönt.
Narbenlappen 4-5, 0,2 cm lang, hellgelb bis grünlich.
Staubfäden wenige, über der Nektarkammer ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, leicht zusammengebogen, rosa, unten weiß.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 12 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit haftendem Blütenrest,
1-3 cm lang, 0,3-0,5 cm breit, rot.

Samen braun, tropfenförmig bis länglich, 0,09-0,11 cm lang, 0,07-0,08 cm breit.
Testa flach gerunzelt.
Hilum klein, rundlich, braun, subbasal.
Die Art ist selbststeril.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 17ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 750 mm. Regenzeit ist von Mai bis September, mit Spitzen in den Monaten Juni und September, die ein Mittel von jeweils etwa 180 mm aufweisen. Es ist ein ziemlich warmes, subhumides Klima ohne große jahreszeitliche Temperaturschwankungen und mit ausgiebigem Sommerregen.
Feldnummer:      Repp.      948