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305. Mammillaria knippeliana QUEHL Monatsschr.Kakteenkunde17:59.1907 ![]() Mammillaria knippeliana ![]() zeigt das Verbreitungsgebiet Quehls Beschreibung: Körper entweder einfach und später sprossend oder dichotomisch geteilt, frisch laubgrün, oben gerundet, am Scheitel schwach eingesenkt, letzterer mit spärlicher weißer Wolle geschlossen und von weißen, blutrot gespitzten Stacheln überragt; bei 7-8 cm Höhe etwa 6 cm Durchmesser. Warzen nach den 13er und 21er Berührungszeilen geordnet; in der Jugend pyramidal, vorn abgestumpft, vierseitig, 8 mm lang, 5 mm im Durchmesser an der Basis; später werden die Warzen durch gegenseitigen Druck seitlich breiter. Areolen kreisrund, 2 mm im Durchmesser, mit weißem Wollfilz, sehr bald verkahlend. Stacheln zunächst 6, der unterste oder auch der oberste am längsten, bis 3 cm lang; alle Stacheln spreizen und sind pfriemlich, von weißer Farbe mit blutroter oder brauner Spitze. Später treten hin und wieder bis 6 kleine, schwächere Stacheln von gleicher Farbe hinzu. Mittelstacheln sind nicht vorhanden. Axillen mit weißer Wolle und weißen, gewundenen Borsten besetzt. Blüten und Früchte sind bisher nicht bekannt. Auch das Verbreitungsgebiet hat sich bisher nicht ermitteln lassen. Monatsschr.Kakteenkunde20:140.1910: Blüten vereinzelt unweit des Scheitels, trichterförmig, ganze Länge 1,5 cm, voll erschlossen etwa 1 cm im Durchmesser, am Grunde von weißer Wolle umhüllt. Fruchtknoten grünlichweiß, glatt, mit ellipsoider Höhlung. Äußerste Hüllblätter: einige schuppenförmig, sehr klein, die übrigen breit lanzettlich, alle spitz, rot mit gelbem Rande; innere: schlanker lanzettlich, spitz, gelb mit rotem Rückenstreifen; innerste Hüllblätter: gelb mit roter Spitze. Alle Hüllblätter sind zart gefranst, die Innenseite ist atlasglänzend, das Gelb ist strohgelb, das Rot kupferrot. Staubgefäße von verschiedener Größe, dem Griffel zugeneigt, von halber Länge der Hülle, Fäden weiß, Beutel strohgelb; der weiße Griffel überragt die Staubfäden mit sechsteiliger, hellgrüner Narbe. Typus: wurde nicht benannt Typstandort: wurde nicht angegeben Reppenhagen sagt: "Ihr Vorkommen beschränkt sich auf das Gebiet südöstlich von Cuernavaca in Morelos, wo ich sie in Seehöhen zwischen 1100 und 1300 Meter fand." Wurzeln strangartig. Körper erst kugelig, später länglich, dichotomisch teilend und sprossend, schließlich sehr große, hochgewölbte Polster bildend, blühfähige Köpfe 5-20 cm hoch, 5-9 cm dick. Scheitel abgeflacht, eingesenkt, im Zentrum mit Wolle und Dornen geschlossen. Warzen mitteldicht gestellt, von fester Textur, vierseitig pyramidisch, 1-1,4 cm lang, 0,5-0,7 cm breit, die Spitze schräg abgestutzt, milchend, hellgrün. Axillen mit Wolle und einigen Haarborsten. Areolen nach unten geneigt, eingesenkt, kreisrund, 0,15 cm Durchmesser, anfangs mit weißer Wolle. Dornen 4-8, 0,3-1cm lang, feinnadelig, die oberen oft am längsten, gerade, glatt, mit braunem, nicht verdicktem Fuß, vorspreizend, glasig-weiß mit brauner oder schwarzer Spitze; die von Quehl erwähnten kleinen Beidornen konnten bisher noch nicht wieder beobachtet werden. Blüten erscheinen im April/ Mai im Kranze um den Scheitel, viele öffnen sich gleichzeitig, trichterig, 1,5-1,8cm lang und breit, trübweiß. Fruchtknoten konisch, nicht erkennbar abgesetzt, weiß. Röhre konisch, weißlich-grün. Äußere Blütenblätter keilförmig bis lanzettlich, bewimpert, mit langer Spitze, braun mit weißem Saum. Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,7-0,8 cm lang, 0,15 cm breit, ganzrandig mit dornartiger Spitze, rahmweiß mit mehr oder weniger deutlichem, braunrotem Mittelstreifen. Griffel 1-1,1 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, weiß. Narbenlappen 3-6, 0,15 cm lang, sehr dünn, hellgrün. Staubfäden über der Nektarkammer etwa 0,2-0,3cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, kurz, gerade, weiß. Staubbeutel hellgelb. Früchte reifen etwa 12 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit haftendem Blütenrest, 1-2,5 cm lang, 0,5-0,6 cm dick. Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm breit. Testa gerunzelt. Hilum dunkel umrandet, klein, rundlich, braun, subbasal. Die Art ist selbststeril. Feldnummern: Repp. 920, 1461, 1961 |