Mammillaria Untergattung Mammillaria 14.Reihe Macrothelae Petrophila - Gruppe

303. Mammillaria tayloriorum GLASS & FOSTER
Cact.Succ.J.US47(5):175.1975

Mammillaria tayloriorum
Mammillaria tayloriorum

Verbreitungskarte Mammillaria tayloriorum
zeigt das Verbreitungsgebiet


Caulis e basi laterisque ramosus, ramos congestis, radicantibus, 10-11 cm latus, 25 cm altitudinem escedans, apice leviter concavo; tubercula pyramidalia, pallide viridia, basi ca. 7 mm lata, in 13 a 21 series congestas spiraliter ordinata; areolae solum in juventute lanatae; axillae in partem caulis florigeram copiosa lanatae, deinde sparse lanatae sed haud setiferae; spinae ca. 9 mm longae, juventute aurantio-brunneae, aetate albescentes sed apice brunneo; radiales 12, radiarae, leviter adscendentes et recurvatae; centrales 2-3, interdum 4-5 a radialibus nihil differentes; flores urseolati, 15 mm longi; perianthii segmenta exteriora fusco-rosea, anguste alba marginata; interiora marginibus albis, integris, linea media rosea ornata; stylus 10 mm longus, stigmati virescenti, 1 mm longo; filamenta pallide rosea; antherae flavae.

Typus: GLASS & FOSTER 2686, Herbarium PO
Typstandort:
Mexico, Sonora, Isla San Pedro Nolasco

Sie kommt ausschließlich auf San Pedro Nolasco vor.
Sie steht
Mammillaria evermanniana von der Isla Cerralbo sehr nahe. Letztere wurde von Radley bereits 1940 kurz als Mammillaria nolascana angesprochen und charakterisiert. Die Pflanzen Reppenhagens, die der folgenden Beschreibung zugrunde liegen, wurden am Typstandort gesammelt. Er selbst kennt die Insel jedoch nicht.

Wurzeln strangartig.
Körper gedrücktkugelig, später länglich, einzeln, selten sprossend, blühfähige Köpfe
4-20 cm hoch, 5-9 cm breit.
Scheitel gerundet, etwas eingesenkt, mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen mitteldicht gestellt, von fester Textur, konisch, 0,7-1 cm lang und dick, manchmal leicht gekielt, die Spitze abgestutzt, milchend, hellgrün.
Axillen mit weißer Wolle, die zottig sein kann, aber ohne Borsten.
Areolen horizontal auf den Warzen, kaum eingesenkt, 0,25 cm lang, 0,2 cm breit, anfangs mit viel weißer Wolle.
Randdornen 11-15, 0,4-1cm lang, steifborstig, gerade, glatt, strahlend vorspreizend, durcheinander ragend, weiß mit dunklen Spitzen.
Mitteldornen 2-4, 0,5-1 cm lang, etwas dicker als die Randdornen, der obere meist am längsten, gerade, glatt, ohne verdickten Fuß, weiß bis braun mit dunklen Spitzen.

Blüten erscheinen im Mai in mehreren Kränzen nahe dem Scheitel, viele Blüten oder ganze Kränze öffnen sich gleichzeitig, bauchig-trichterig, 1,8-2 cm lang, 1,6-1,8 cm breit, karminrosa.
Fruchtknoten gerundet, etwa 0,3 cm dick, nicht erkennbar abgesetzt, weiß.
Röhre kurz, dick, leicht bauchig, bräunlich-rot.
Äußere Blütenblätter schuppenförmig bis lanzettlich, etwas bewimpert, mit stumpfer Spitze, braunrot mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter linearlanzettlich, 0,8-1 cm lang, 0,2 cm breit, zurückgebogen, im oberen Teil gezähnt, unten ganzrandig, rosa mit mehr oder weniger breitem, karminfarbenem Mittelstreifen.
Griffel 0,9-1,1 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, weiß, oben rosa.
Narbenlappen 4-6, 0,2 cm lang, hellgelb bis hellgrün.
Staubfäden über der Nektarkammer 0,5-0,6 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, karmin.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 7 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit kleinem, haftendem Blütenrest, 1,5-2,5 cm lang, 0,5-0,8 cm dick, karmin.

Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, etwa 0,09 cm lang, 0,07 cm dick.
Testa gerunzelt.
Hilum dunkel umrandet, klein, rundlich bis länglich, weiß, subbasal.
Die Art ist selbststeril.

Reppenhagen ist der Ansicht, daß die Unterschiede zu Mammillaria evermanniana so gering seien, dass es vielleicht besser wäre, Mammillaria tayloriorum als Varietät zu ersterer zu stellen.

;
Zum Standortklima liegen mir leider keine Daten vor.