Mammillaria Untergattung Mammillaria 12.Reihe Elegantes Elegans - Gruppe

208. Mammillaria halbingeri BOEDEKER
Kakteenkunde1:9.1933

Mammillaria halbingeri
Mammillaria halbingeri

Verbreitungskarte Mammillaria halbingeri
zeigt das Verbreitungsgebiet


Im südwestlichen Oaxaca von CONZATTI gesammelt. Sie wurde dann über HALBINGER an BÖDEKER gesandt. Auf dessen Bitte wurde später die Blüte durch HALBINGER aus Mexico D. F. nach Köln nachgesandt. Die Pflanze selbst hat BÖDEKER offenbar nicht in Blüte gesehen.
Ich gebe hier

Bödekers Beschreibung:

Simplex (ut videtur), globosa, laete viridis, vertice aculeis laxe obtecta; mamillae conoideae vel subovoideae, breviter lanuginosae, mox glaberrimae; aculei radiales ca. 25, laeves, tenues, aciculares, albi, 5-7 mm longi; centrales 2, aequilongi, ± subulati, basi incrassati apice brunei; axillae nonnullas setas tenuissimas percutes. Flores ad 12 mm longi, phyllis perigonii interioribus sulphureis, filamentes pallide flavidis, stylo albo stigmatibusque 6, flavidis stamina superans. Fructus clavaeformis, parvulus, albus, seminibus ca. 1 mm longis, ± pyriformis, pallide ferrugineis, laevibus, subnitidis.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, im südwestlichen Teil des Staates Oaxaca

Körper nach vorliegendem Exemplar einfach, flach bis reinkugelförmig, bis 15 cm Durchmesser, glänzend-dunkelgrün.
Scheitel kaum eingesenkt, nicht wollig, jedoch von Dornen überdeckt.
Warzen kegel- bis eiförmig, etwa 0,4-0,5 cm lang, am Grunde 0,3 cm dick, die Spitze flach abgestutzt, nach 13:21 Berührungszeilen locker angeordnet.
Areolen rundlich, bis 0,15 cm groß, anfangs kurz und haarartig weißwollig, später verkahlend.
Axillen spärlich mit dünnen, wollhaarähnlichen Borsten besetzt.
Randdornen etwa 25, fast horizontal strahlend, undicht durcheinanderragend, gerade, glatt, dünnadelig, weiß, etwa 0,5-0,7 cm lang.
Mitteldornen 2, nach oben und unten vorspreizend, 0,5-0,6 cm lang, gerade, aber mehr dünnpfriemlich und am Grunde schwach knotig verdickt, glatt, gelblich-weiß mit schwach bräunlicher Spitze.

Blüten vereinzelt im Kranze am oberen Teil der Pflanze, trichterig, etwa 1,2 cm im Durchmesser.
Fruchtknoten kugelig, 0,2 cm groß, hellgrün.
Äußere Blütenblätter lanzettlich mit scharfem Rand, mäßig zugespitzt, etwa 0,5 cm lang, 0,2 cm breit, grünlich-gelb mit grünem Rückenstreifen und blaßgelbem Rand.
Innere Blütenblätter ganzrandig, etwas länger und breiter, mehr oblong zugespitzt und reiner, schwefelgelb mit blasserem Rande.
Staubfäden hellgelb.
Staubbeutel orangegelb.
Griffel weiß, die Staubbeutel mit 6 kleinen gelben Narbenstrahlen ziemlich hoch überragend.

Früchte so, wie sie vorliegen, klein, keulig und weiß.

Samen 0,1 cm groß, krumm birnenförmig, hell rotbraun, glatt, mattglänzend, mit unten seitlichem Nabel.

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Die Pflanze wurde bisher nicht wiedergefunden; eine ähnliche, die
Lau bei Ocotepec/ Tlaxiaco fand, gilt vielfach als Mammillaria halbingeri, weicht aber besonders in der Größe und Blütenfarbe ab.
Reppenhagen besuchte den Standort und vier weitere, die nach Norden hin über Tlaxiaco hinausreichen. Sie liegen zwischen 2000 und 2200 Metern, doch die hier anzutreffenden Pflanzen dürften eine Variante von Mammillaria ignota sein.