Mammillaria Untergattung Mammillaria 11.Reihe Polyacanthae Spinosissima - Gruppe

165. Mammillaria spinosissima LEMAIRE
Cact.Aliq.Nova.4.1838

Mammillaria spinosissima
Mammillaria spinosissima

Verbreitungskarte Mammillaria spinosissima
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria auricoma DIETRICH
Allg.Gartenz.14:308.1846
Mammillaria flava EHRENBERG
Allg.Gartenz.17:261.1849
Mammillaria kladiwae n.n., usw.
CRAIG nennt 62 weitere Synonyme, die ich hier nicht alle aufzählen will.

Lemaires Lateindiagnose:

Axillis parum lanatis; mammillaris parvis, ovato-conicis, duas ad tres lineas longis, duasque ad basim latis; hicque mutua pressione absolete tetragonis; aculeis-numerosissimis, omnio intertextis, biformibus, viginti aut viginti et quinque in numero setiformibus, subradiantibus, albidis; duas aut tres lineas longis; centralibus duodecim aut quindecim, validioribus, fusco-roseis, rectis, ad imum vix dejectis, subaequalibus, quinque aut sex lineas longis, ad basim parum subulatis. Specimen pedale descriptum, duo polices cum medio in diametrum metiens, et solum huc usque cognitum. Paria ignota, sicut et flores.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort: wurde nicht abgegeben

Anhand der Beschreibung LEMAIREs ist Mammillaria spinosissima nur schwer zu identifizieren.
REPPENHAGEN sah Pflanzen, wie sie als Mammillaria spinosissima in den Sammlungen verbreitet sind, im Süden des Staates Mexico, im Norden von Guerrero und im Norden von Morelos. Der "Forderung" LEMAIREs nach 12-15 Mitteldornen wird die Population in El Refugio, Mexico D. F. noch am ehesten gerecht. Dort findet man bis zu 13 Mitteldornen.

Wurzeln strangartig.
Körper erst kugelig, bald zylindrisch und sich umlegend, einzeln, blühfähige Pflanzen
5-20 cm lang, 5-7 cm breit.
Scheitel gerundet, etwas eingesenkt, mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen ziemlich dicht gestellt, von fester Textur, konisch, 0,8-1 cm lang, 0,5-0,6 cm dick, nicht milchend, dunkelgrün.
Axillen nackt.
Areolen schwach nach unten geneigt, kaum eingesenkt, 0,25 cm lang, 0,2 cm breit, mit flockiger weißer Wolle.
Randdornen 14-20, 0,3-1,1 cm lang, feinnadelig oder borstig, die oberen am kürzesten und dünnsten, gerade, glatt, strahlend vorspreizend, durcheinanderragend, selten den Körper deckend, glasig-gelb.
Mitteldornen 10-13, 0,9-1,2 cm lang, dicker als die Randdornen, gerade, glatt, mit verdicktem Fuß, stark vorspreizend, braun, unten heller.

Blüten erscheinen im Mai in vielen Kränzen um den Scheitel, viele öffnen sich gleichzeitig, trichterig, 1,8- 2,2 cm lang, 1,6-2 cm breit, karminrosa.
Fruchtknoten rundlich, 0,4 cm dick, sehr deutlich abgesetzt, weißlich-grün.
Röhre dick, konisch, bräunlich-rosa.
Äußere Blütenblätter lanzettlich, fransig gezähnt, mit dunkler Spitze, braunrot mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,8-1 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig, rosa mit karminfarbenem Mittelstreifen.
Griffel 1,1-1,2 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, weiß.
Narbenlappen 4-6, 0,2 cm lang, gelb.
Staubfäden viele über der Nektarkammer 0,6 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 12-14 Monate nach der Blüte, schlankkeulenförmig, mit großem, haftendem Blütenrest, 2-4 cm lang, 0,5-0,7 cm dick, grünlich-weiß oder bräunlich-rot.

Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, 0,09 cm lang, 0,07 cm breit.
Testa klein und flach gegrubt.
Hilum klein, länglich, weiß, subbasal.
Die Art ist selbstfertil.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 18ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 1200 mm. Regenzeit ist von Juni bis September. Es ist ein eher warmes, humides Klima, mit heftigen kurzen Sommerregen.

Feldnummern:      Repp.      91, 755, 765, 767, 768, 770, 772, 773

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