Mammillaria Untergattung Mammillaria 1.Reihe Longiflorae

15. Mammillaria napina J.A.PURPUS
Monatsschr.Kakteenkunde22:161.1912

Mammillaria napina
Mammillaria napina

Verbreitungskarte Mammillaria napina
zeigt das Verbreitungsgebiet


Purpus` Erstbeschreibung:
Simplex? hemiglobosa, mamillis conicis; aculeis radialibus 12 albis basi luteis, centralibus 0: floribus roseis vel subkermesinis; Axillis sublanatis, saepe nudis.
Wurzel dick, rübenförmig, nach oben in den kurzen Stamm übergehend, nach unten spitz zulaufend. Körper halbkugelig, oben abgeflacht, am Scheitel wenig eingesenkt, von ineinander verflochtenen weißen, glasartigen Stacheln völlig bedeckt. Warzen konisch, etwas seitlich zusammengedrückt, hellgrün, etwa 8 bis 10mm lang, am Grunde 7-8mm breit, schief gestutzt. Areolen elliptisch, etwa 3mm lang und 2mm breit, gelb, kahl, Randstacheln in der Regel 12, gescheitelt, etwas gebogen, schräg abstehend, strahlend, 8-9mm lang, sehr starr, glasartig weiß, an der Basis gelb, wodurch die Areole gelb erscheint; in der Rinne der auf der Areole gescheitelten Stacheln ein wenig Wollfilz. Mittelstacheln fehlen. Axillen mit ein wenig Wollfilz versehen, oft auch kahl. Blüte nach C.A.Purpus hellkarmin bis rosenrot.


Typus: wurde nicht hintelegt
Typstandort:
Mexico in der Nähe von Tehuacan (Puebla)
Lectotypus: Monatsschr.Kakteenkunde23:123.1913.Abbildung

Die folgende Beschreibung
Reppenhagen bezieht sich auf Pflanzen aus Standorten bei Tehuacan und Zapotitlan in Puebla, wo sie in Höhenlagen zwischen 1700 und 1900 Meter wachsen.

Wurzeln rübenartig.
Körper flach, in Kultur kugelig, einzeln, blühfähige 2-5cm hoch, 4-5cm breit.
Scheitel gerundet bis abgeflacht, kaum eingesenkt, im Zentrum mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen ziemlich dicht gestellt, von fester Textur, konisch, mit verdickter Basis, 1-1,2cm lang, 0,6-0,8cm dick, die Spitze schräg abgestutzt, nicht milchend, laubgrün.
Axillen nackt.
Areolen auf den Warzenenden stark nach unten geneigt, vertieft eingesenkt, 0,3cm lang, 0,2cm breit, anfangs mit kurzer weißer Wolle.
Randdornen 10-13, 0,3-0,5cm lang, feinnadelig, gerade oder gebogen, glatt mit verdicktem Fuß, pectinal geordnet, leicht vorspreizend, glasig-weiß.
Mitteldornen nur selten einer, der aufrecht steht und etwas länger als die Randdornen ist.

Blüten erscheinen Mai bis Juli zu wenigen nahe dem Scheitel, breitrichterig, etwa 3,5-4cm lang und breit, karminrosa oder weißlich.
Fruchtknoten gerundet, 0,4-0,5cm dick, kaum erkennbar abgesetzt, gelblich-grün.
Röhre kurz, breitkonisch, hellbraun.
Äußere Blütenblätter zahlreich, lanzettlich, fein gezähnt, mit langer brauner dornartiger Spitze, braun mit weißem Saum.
Innere Blütenblätter zahlreich, in mehreren Serien, lanzettlich, unten schmal, 2-2,2cm lang, 0,3-0,6cm breit, ganzrandig mit dornartiger Spitze, weißlich-rosa oder karmin, zum Rand hin heller.
Griffel etwa 2cm lang, die Staubblätter erheblich überragend, hellorange.
Narbenlappen 5-6, 0,4cm lang, weiß oder gelb.
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer etwa 1cm aufsteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, dünn, weiß.
Staubbeutel dottergelb.

Früchte reifen 3-4 Monate nach der Blüte, kugelig bid länglich, mit sehr großem haftendem Blütenrest, 0,4- 0,7cm lang, 0,3-0,6cm dick, vertikal aufplatzend, grünlich oder weiß-bräunlich.

Samen schwarz, glänzend, mützenförmig, 0,12cm lang, 0,1cm breit.
Testa klein gegrubt.
Hilum groß, rundlich oder länglich, braun, eher basal. Die Art ist selbststeril; viele Pflanzen sind blühfaul.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 21ºC
                                    ø im Dezember- Januar     = 17ºC
                                    ø im Mai                                 = 24ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 340mm;
Regenzeit ist Mai bis September, wobei im Juli und August nur sehr ge- ringe Niederschläge fallen. Es ist ein warmes arides Klima mit geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankun- gen und Sommerregen. Feldnummern:      REPP.      889, 1353

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