Mammillaria Untergattung Mammillaria 10.Reihe Heterochlorae Discolor - Gruppe

150. Mammillaria discolor HAWORTH ex REPPENHAGEN
Die Gattung Mammillaria:75.1987

Mammillaria discolor
Mammillaria discolor

Verbreitungskarte Mammillaria discolor
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria discolor HAWORTH
Syn.Plant.Succ.:177.1812
Mammillaria aciculata OTTO
in Pfeiffer,Eunum.Cact.:29.1837
Mammillaria amoena HOPFFER ex
SALM-DYCK
Cact.Hort.Syck.Cult.:99.1850

Haworths Beschreibung:

Simplex discolor subrotunda, tecta tuberculis ovatis apice spiniferis, spinis radiantibus discoloribus.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Neotypus: REPPENHAGEN 1711;
Herbarium ZSS
Typstandort:
Mexico, Hidalgo, Mineral del Monte.

Die Schwierigkeit, ja geradezu Unmöglichkeit, Mammillaria discolor Haworth zu identifizieren, schildert HUNT sehr anschaulich in Bradleya, und auch REPPENHAGEN berichtete davon in seinem Werk Die Gattung Mammillaria nach dem jetzigen Stand meines Wissens. Um Klarheit zu schaffen, emendierte REPPENHAGEN die Art und hinterlegte einen Neotypus im Züricher Herbarium. Er wählte dazu die Population aus der Gegend von Mineral del Monte. Das ist die Pflanze, die heute allgemein als Mammillaria discolor in den Sammlungen verbreitet ist. Er unterscheidet noch 3 weitere Varietäten, die in verschiedenen Gegenden räumlich begrenzt vorkommen. Die zahllosen Varietäten, die seit SALM-DYCK beschrieben wurden, sind hierbei nicht berücksichtigt und können bei CRAIG nachgelesen werden.

Beschreibung der Pflanzen vom Standort Mineral del Monte (früher Real del Monte):

Wurzeln strangartig.
Körper flach bis gedrücktkugelig, einzeln, blühfähige Köpfe 4-6 cm hoch, 6-12 cm breit.
Scheitel gerundet, eingesenkt, mit Wolle und Dornen unvollkommen geschlossen.
Warzen mitteldicht gestellt, eher weichfleischig, konisch, 1-1,4 cm lang, 0,5-0,6 cm breit, die Spitze abgestutzt, nicht milchend, dunkelgrün.
Axillen nackt oder mit etwas gelblicher Wolle.
Areolen stark nach unten geneigt, eingesenkt, 0,2-0,3 cm lang, 0,2 cm breit, mit kurzer weißlicher Wolle, die allmählich verschwindet.
Randdornen 22-28,0,4-0,8 cm lang, steifborstig, die oberen am kürzesten, gerade, glatt, ohne verdickten Fuß, strahlend, schwach vorspreizend, glasig-weiß bis glasig-gelb.
Mitteldornen 4-6, 0,6-2,3 cm lang, nadelig, der untere am längsten, alle gerade, selten gebogen, mit verdicktem schwarzem Fuß, braun bis schwarz, unten heller.

Blüten Februar bis Mai, bauchig-glockig, 1,5-2,1 cm lang und breit, weißlich-rosa.
Fruchtknoten rundlich, 0,3 cm dick, erkennbar abgesetzt, grünlich-weiß.
Röhre dick, bauchig, gelblich-grün, oben braunrot.
Äußere Blütenblätter wenige, keilförmig, fast ganzrandig mit stumpfer Spitze, die unteren hellgrün, die oberen bräunlich.
Innere Blütenblätter linearlanzettlich bis spatelig, 0,8 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig, weiß, mit mehr oder weniger deutlichem karminrosa Mittelstreifen.
Griffel 1-1,1 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, weiß oder gelblich.
Narbenlappen 4-5, 0,2 cm lang, gelblich oder hellgrün.
Staubfäden über dem Blütenboden etwa 0,5 cm ansteigend aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß.
Staubbeutel gelb.

Früchte reifen etwa 10 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit haftendem Blütenrest,
1-2 cm lang, 0,3-0,4 cm dick, bräunlich-grün.

Samen braun, nierenförmig, 0,11 cm lang, 0,09 cm breit.
Testa klein gerunzelt.
Hilum mittelgroß, schmal, lang, subbasal bis fast seitlich.
Die Art ist selbstfertil.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 12ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 10ºC
                                    ø April                                     = 14,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 1250 mm. Regenzeit ist von Mai bis Oktober. Es ist ein kühles, humides Klima, mit äußerst geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und sechsmonatiger Trockenzeit im Winter.

Feldnummer:      Repp.      1711

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