Mammillaria Untergattung Mammillaria 10.Reihe Heterochlorae Discolor - Gruppe

147. Mammillaria mundtii K. SCHUMANN
Monatsschr.Kakteenkunde13:141.1903

Mammillaria mundtii
Mammillaria mundtii

Verbreitungskarte Mammillaria mundtii
zeigt das Verbreitungsgebiet


Schumanns Beschreibung:

Der Körper ist kugelförmig, bisweilen etwas niedergedrückt, niemals hoch zylindrisch; das mir vorliegende Stück hat 6-7 cm Durchmesser; sie ist oben gerundet, am Scheitel mäßig vertieft und von weißer Wolle geschlossen, die von braunen, am Grunde elleren Stacheln überragt wird. Die Warzen sind nach den 8er und 13er Zeilen geordnet, kegelförmig, nach oben schwach verjüngt, laubgrün, 6-7 mm lang, die Axillen sind blasser. Die Areolen sind kreisförmig, von 2-3 mm Durchmesser, mit geringem weißen, dann gelblichem, schwach flockigem Wollfilz vesehen, der schließlich verkahlt. Randstacheln sind 10-12 vorhanden, sie strahlen, sind dünnpfriemlich, stechend, weiß; die neben dem untersten sind die längsten, messen aber kaum mehr als 5 mm; 2 Mittelstacheln sind gerade, spreizen nach oben und unten, sind etwas länger und kräftiger und braun gefärbt; im Neutrieb sind sie unten heller, die Spitze ist stets etwas dunkler, schließlich vergrauen alle Stacheln. Blüten entfernt des Scheitels in großer Zahl, sehr schlank, ganze Länge derselben 2 cm, am Grunde mit schwacher Wolle versehen. Fruchtknoten 2 mm im Durchmesser, fast kugelförmig, hellgrün, am Grunde weiß. Die Blütenröhre ist hellgrün; Hülle kaum 2 cm im größten Durchmesser. Äußere Hüllblätter lanzettlich, braunrot, am Rande rosa, innere lanzettlich zugespitzt, zurückgebogen, schön glänzend, gesättigt karmin, 5 mm lang. Staubgefäße den Saum erreichend, Fäden karmin. Beutel schwefelgelb. Der weiße Griffel überragt sie kaum mit den 4 kugelförmigen, zusammengeneigten Narben.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort: wurde nicht angegeben. Laut SCHMOLL La Fosiquin,
Queretaro.
Nach
REPPENHAGEN jedoch in den Bergen nördlich von Toluca, nicht hingegen am Nevado de Toluca, wie HUNT meint.

Wurzeln strangartig.
Körper einzeln, gedrücktkugelig bis kugelig, blühfähige Köpfe 3,5-5 cm hoch, 5-6,5 cm dick.
Scheitel gerundet, wenig eingesenkt, mit Wolle geschlossen, von wenigen Dornen besetzt.
Warzen mitteldicht gestellt, von fester Textur, konisch, oben verjüngt, 0,7-0,8 cm lang,
0,5-0,6 cm breit, nicht milchend, dunkelgrün.
Axillen nackt.
Areolen etwas nach unten geneigt, kreisrund, 0,1 cm ø, anfangs mit weißlicher Wolle.
Randdornen 8-13, 0,2-0,5 cm lang, die oberen am kürzesten, borstig bis feinnadelig, gerade, glatt, strahlend, weiß bis gelblich, selten braunspitzig.
Mitteldornen 2-4, 0,4-0,6 cm lang, nadelig, gerade, glatt, grau, braunspitzig oder schwarz.

Blüten erscheinen im September/ Oktober um den Scheitel, trichterig, etwa 1,5-1,8 cm lang und breit, sehr reichblühend, karminrot.
Fruchtknoten gerundet, 0,2 cm dick, abgestzt, grünlich-weiß.
Röhre recht lang und dick, hellgrün.
Äußere Blütenblätter lanzettlich, gezähnt, bräunlich-rot, mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,7-0,8 cm lang, 0,15-0,2 cm breit, ganzrandig mit kurzer Spitze, dunkelkarmin mit hellem Rand.
Griffel 0,9-1 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, weiß, oben manchmal rosa.
Narbenlappen 2-4, kaum 0,1 cm lang, knollig, geballt, gelblich-weiß.
Staubfäden über der Nektarkammer 0,4-0,6 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, karmin.
Staubbeutel gelb.

Früchte reifen etwa 10 Monate nach der Blüte, eher stäbchenförmig, 1,5-2 cm lang,
0,2-0,3 cm dick, matt-karminrot.

Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, 0,1 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa gerunzelt.
Hilum klein, braun, subbasal.
Die Art ist selbststeril.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 12ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 10,5ºC
                                    ø Mai/ Juni                             = 14,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 800 mm. Regenzeit ist von Mai bis September. Es ist ein kühles, subhumides Klima, ohne große jahreszeitliche Temperaturschwankungen und mit Sommerregen.

Feldnummer:      Repp.      1296

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