Mammillaria Untergattung Mammillaria 8.Reihe Leptocladodae Elongata-Gruppe

134. Mammillaria microhelia WERDERMANN
Monatsschr.DKG2:236.1930

Mammillaria microhelia
Mammillaria microhelia

Verbreitungskarte Mammillaria microhelia
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria microheliopsis WERDERMANN
Notizbl.Bot.Gart.Mus.Berlin11:278.1931

Simplex (vel parce proliferans?), cylindrica, vertice clausa aculeisque superata, mamillae breviter co- noideae, non latescentes, apice haud truncatae, incisura cuneiformi praeditae,areolae ellipticae, pri- mum lanuginosae demum glaberrimae aculei radiales ca. 50, aciculares, horizontaliter radiantes, recti vel subincurvati, albi vel ± flavo-rubiginosi, laeves, centrales crassiores, 1-4 vel omnanino deficien- tes, recti vel modice incurvati, subrubicundi vel ferruginei, flores campanulati, albi, filamentis al- bis, antheris flavis, stylo albo, stigmatibus 5 pallide viridibus, fructus subclavaeformis, albus, se- mina aureofusca, pyriformia, punctata.

Typus: Fragment im Herbarium B (lt. LEUENBERGER, Cact.Succ.J.GB40:104.1978)
Typstandort:
Mexico, Queretaro, Sierra Zamorrano

Die Art wächst nach Angaben des Sammlers SINGER auf verwitterten Felsböden in Höhen von etwa 2000 Meter. Die Wurzeln sitzen in Felsspalten, die oberirdischen Teile richten sich oft aus hängender Lage auf. Sie ist seither nicht wiedergefunden worden.
Die folgende Beschreibung erfolgt nach Kulturpflanzen.

Wurzeln strangartig.
Körper zylindrisch, einzeln, selten etwas sprossend, blühfähige Köpfe 4-20 cm lang,
3-5 cm dick.
Scheitel etwas abgeflacht, eingesenkt, mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen mitteldicht gestellt, von fester Textur, stumpfkonisch, etwa 0,5 cm lang, 0,5-0,6 cm breit, mit vierseitiger Grundfläche, die Spitze abgestutzt, nicht milchend, hellgrün.
Axillen nackt.
Areolen nach unten geneigt, nicht eingesenkt, 0,3-0,4 cm lang, 0,2 cm breit, mit viel kurzer weißlicher Wolle, die aber bald verschwindet.
Randdornen 35-45, 0,3-0,9 cm lang, steifborstig bis feinnadelig, die oberen am kürzesten, die unteren am längsten, mehr oder weniger körperwärts gebogen, glatt; in einer Ebene entspringend und gleichmäßig strahlend, den Körper deckend, weiß, später gelblich.
Mitteldornen 4-8, meist 4, 0,6-1,2 cm lang, nadelig, glatt, etwas gebogen, nicht gehakt, stark vorspreizend, mit wenig verdicktem Fuß, braun bis schwarz, unten heller.

Blüten erscheinen im März/ April im Kranze unter dem Scheitel, wenige öffnen sich gleichzeitig, bauchig-glockig, 2-2,2 cm lang, 1,6-1,8 cm breit, gelb oder rötlich.
Fruchtknoten gerundet, nicht erkennbar abgesetzt, grünlich-weiß.
Röhre kurz, dick, bauchig, hellgelb.
Äußere Blütenblätter eher spatelig, ganzrandig, grün oder braun, mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter linearlanzettlich, 0,8-1 cm lang, 0,1-0,2 cm breit, ganzrandig, hellgelb bis braunrot, mit hellem Saum.
Griffel etwa 1 cm lang, die Staubblätter überragend, hellrosa.
Narbenlappen 6-9, 0,2 cm lang, hellgrün.
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer 0,8 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 8 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit haftendem Blütenrest,
1-2 cm lang, 0,4-0,6 cm dick, bräunlich-rot.

Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, etwa 0,09-0,08 cm dick.
Testa klein und flach gegrubt.
Hilum dunkel umrandet, groß, lang, oft kantig, weiß, subbasal.
Die Art ist selbstfertil.

Pflege 7
Den Standort hat seit WERDERMANN niemand mehr wiedergefunden.
Angaben zu Klima und Standortbedingungen sind mir daher leider nicht möglich.


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