Mammillaria Untergattung Mamillopsis

Untergattung Mamillopsis MORREN
Belg.Hort.24:33.1874

Leitart: Mammillaria senilis LODDIGES

11. Mammillaria senilis LODDIGES ex SALM-DYCK
Cact.Hort.Dyck.:511.1850

Mammillaria senilis
Mammillaria senilis

Verbreitungskarte Mammillaria senilis
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria senilis var. diguetii WEBER
Bull.Mus.d`Hist.Nat.Paris:383.1904
Mamillopsis senilis (LODDIGES) BRITTON & ROSE
TheCactaceae4:19.1920
Mamillopsis diguetii (WEBER) BRITTON & ROSE
TheCactaceae4:20.1920
Mammillaria diguetii (WEBER) HUNT
Journ.Mam.Soc.11(5):59.1971

Schumanns Erstbeschreibung:

Simplex dein dense caespitosa; semiglobosa, ellipsoidea et breviter cylindrica laete viridis, mamillis ad 8 et 13 series ordinatis modice longis conicis; aculeis radialibus plurimis (ad 40) setaceis albis, centralibus 5-6, infimo validiore hamato apice fusco; floribus magnis aurantiaceis; axillis lanatis.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Neotypus:
REPPENHAGEN 1359, 16.2.1978, Herbarium ZSS
Typstandort:
Mexico, Durango, Mexiquillo

Reppenhagen fand die Art nur in El Salto, Durango, wo sie in Höhenlagen unter 3000 Meter wächst.

Wurzeln strangartig.
Körper gedrücktkugelig bis kugelig, einzeln oder sprossend und große Rasen bildend, blühfähige 3-7cm hoch, 4-7cm dick.
Scheitel gerundet, kaum eingesenkt, mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen ziemlich dicht gestellt, eher weichfleischig, konisch, 1 - 1,2cm lang, 0,7 - 0,8cm dick, die Spitze gerundet, nicht milchend, dunkelgrün.
Axillen nackt oder mit wenig Wolle.
Areolen horizontal auf den Warzenenden, kreisrund, 0,2cm breit, mit viel kurzer weißer Wolle.
Randdornen etwa 40-70, 0,7-2cm lang, steifborstig, auf mehreren Ebenen entspringend, gerade oder gebogen, glatt, strahlend vorspreizend, verflochten, den Körper deckend, weiß oder gelblich.
Mitteldornen 6-10, 1,2-3cm lang, feinnadelig, die mehr zentral gestellten 3-6 gehakt, die anderen gerade, der untere oft am längsten, glasig-weiß mit gelber oder hellbrauner Spitze.

Blüten Februar bis April zu wenigen nahe dem Scheitel, bleiben auch nachts offen, radförmig ausgebreitet, etwa 5cm lang und breit, zinnoberrot.
Fruchtknoten gerundet, 0,5-0,7cm dick, nicht erkennbar abgesetzt, grün.
Röhre etwa 3cm lang, 1cm dick, schlank, bräunlich-rot.
Äußere Blütenblätter schuppenförmig bis breitlanzettlich, gebuchtet bis gezähnt, mit kurzer Spitze, bräunlich-rot mit hellem Saum;
Innere Blütenblätter breitlanzettlich, 1,6-2,5cm lang, 0,6-1cm breit, ganzrandig mit dornartiger Spitze, zinnober- bis karminrot getönt.
Griffel dünn, 5-6cm lang, die Staubblätter meist überragend, zinnoberrot, unten weiß.
Narbenlappen 4-5, 0,2- 0,3cm lang, gelb bis rot.
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer etwa 1,5cm ansteigend aus der Röhrenwand entspringend, schopfartig den Griffel umschließend und die Blütenkrone überragend, gerade, dick, orange bis zinnoberrot, unten weiß.
Staubbeutel bräunlich bis dunkelrot.

Früchte reifen 7-8 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit großem haftenden Blütenrest, 1,5-4cm lang, 0,7- 1,2cm dick, dünnhäutig, grünlich-weiß.

Samen schwarz, tropfen- bis nierenförmig, 0,15cm lang, 0,1cm dick.
Testa dicht und klein gegrubt.
Hilum klein, subbasal. Die Art ist selbststeril.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 12ºC
                                    ø im Dezember/ Januar     =  6ºC
                                    ø im Juni/ Juli                       = 17ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 850mm; Regenzeit ist Juni bis September. Doch können auch in jedem anderen Monat Niederschläge fallen. Es ist ein subhumides, kühles Klima. Das Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht ist groß. In jedem Monat des Jahres kann es Minustemperaturen geben, auch Schnee. An den dennoch recht häufigen Sonnentagen ist mit Nachmittagstemperaturen von 30ºC zu rechnen. Vorhandener Schnee schmilzt dann rasch. Feldnummern:      REPP.      555, 1359, 1360, 2182

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