Mammillaria Untergattung Mammillaria 5.Reihe Lasiacanthae Lasiacantha - Gruppe

111. Mammillaria gasseriana BOEDEKER
Zeitschr.Sukkulentenkunde3(4):75.1927-1928

Mammillaria gasseriana
Mammillaria gasseriana

Verbreitungskarte Mammillaria gasseriana
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria stella-de-tacubaya HEESE
Gartenflora1904 (ist dubios, nicht identisch)

Bödekers Lateindiagnose:

Globosa vel breviter oviformis, mammillis breviter oviformibus, truncatis densissime punctulatis; areolis anguste ellipticis, juvenilibus parcissime villosis, ceterum glabris; aculeis radialibus numerosis (40-50 vel ultra) pectinato dispositis, tenuibus, saepe paullulo curvatis et paullo e situ horizontali patentibus, scabris, plerumque albidis, centralibus 1-2, quam, radiales paullo crassioribus, erectis, apice uncinatis, albidis sursum obscure brunnescentibus; axillis glabris. Flores campanulato-infundibuliformes, prope apicem verticis dissiti, albido-luteoli, leviter brun- neolo-striati. Fructus minimus, clavatus, cinnabarinus; semina nitida, nigro-cinerea.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, im südwestlichen Coahuila, bei Torreon

Beschreibung nach Standortpflanzen vom Rio Nazas,
Durango:

Wurzeln strangartig.
Körper gedrücktkugelig, im Alter länglich, einzeln, blühfähige Pflanzen 2-5 cm hoch,
2,5-4,5 cm breit.
Scheitel leicht gerundet, kaum eingesenkt, mit Dornen geschlossen.
Warzen dicht gestellt, von fester Textur, konisch bis ovoid, 0,5-0,7 cm lang, 0,3-0,5 cm dick, nicht milchend, dunkelgraugrün.
Axillen nackt.
Areolen nach unten geneigt, etwa 0,15 cm lang, 0,1 cm breit, anfangs mit flockiger weißer Wolle.
Randdornen 45-85, 0,2-0,6 cm lang, borstig bis feinnadelig, in mehreren Sreien, die oberen am kürzesten, gerade, glatt, körperdeckend, weiß bis bräunlich, mit dunkleren Spitzen.
Mitteldornen 0,2, oft einer, 0,3-0,9 cm lang, nadelig bis pfriemlich, meist gehakt, doch kommen auch gerade oder gebogene vor, braun mit dunklerer Spitze und heller Basis.

Blüten erscheinen Februr/ März im Kranze nahe dem Scheitel, breittrichterig, mehrere öffnen sich gleichzeitig, 1,5-1,7 cm lang, 1,2-1,5 cm breit, gelblich-braun.
Fruchtknoten konisch, nicht erkennbar abgesetzt, hell-graugrün.
Röhre kurz, dick, grün oder braun, mit bräunlichem Mittelstreifen.
Äußere Blütenblätter schuppenförmig bis breitlanzettlich, ganzrandig, weißlich mit bräunlichem Mittelstreifen.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,5-0,7 cm lang, etwa 0,2 cm breit, mit stumpfer Spitze, braun mit hellem Saum.
Griffel 0,9-1 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, weiß oder grünlich.
Narbenlappen 3-6, 0,1-0,2 cm lang, bräunlich, hellgelb oder grünlich.
Staubfäden über der Nektarkammer 0,2 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, kurz, zusammengebogen, weiß.
Staubbeutel gelb.

Früchte reifen etwa 8-10 Monate nach der Blüte, schlankkeulen- bis stäbchenförmig, mit kleinem haftendem Blütenrest, 1-2,5 cm lang, 0,3-0,5 cm dick, zinnoberrot.

Samen schwarz, fast kugelig, etwa 0,1 cm groß.
Testa weitläufig gegrubt.
Hilum basal bis fast subbasal.
Die Art ist selbststeril.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 13,5ºC
                                    ø Juni                                     = 26,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 270 mm. Regenzeit ist von Juni bis September. Es ist ein warmes Trockenklima mit hohen Sommertemperaturen und großen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen, bei einer kurzen Sommerregenzeit.

Feldnummern:      Repp.      1199, 1784

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