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Fortsetzung: Vermehrung der Kakteen Die Aussaat erfolgt auf ein steriles, gut feuchtigkeithaltendes Substrat von etwa pH 5,5-6,3. Ein höherer Säuregrad (unter 5,5) begünstigt das Pilzwachstum. Die Samen werden auf dem schwach feuchten Substrat nur angedrückt, nicht bedeckt. die Saatgefäße werden hell, aber nicht sonnig aufgestellt und gut feucht gehalten. Eine täglich etwa 12-stündige Belichtung genügt. Die günstigste Temperatur für das Auflaufen ist unterschiedlich, entsprechend den heimatlichen Klimaten der betreffenden Kakteenarten. Solche aus Hochgebirgsklima keimen gut bei Temperaturen von 15-20ºC, andere, aus wärmeren Gebieten, besser bei Temperaturen um 25-30ºC. artverschiedene Aussaaten werden zweckmäßig erst bei niedrigen Temperaturen um 20ºC gehalten, später wird auf 25-30ºC erhöht. Die Auflaufzeit liegt zwischen 3 Tagen und mehreren Wochen. Auf gleichmäßige Feuchtigkeit ist in den ersten Wochen besonders zu achten. Nach einigen Monaten werden reichlicher Luft und Licht gegeben; nährstoffloses Substrat wird nötigenfalls leicht gedüngt. Vorbeugend werden Aussaaten weiterhin mit Fungiziden (Hydroxychinolin oder Captan) behandelt. Im ersten Winter können die Sämlinge bei mäßiger Wärme und hellem Stand in langsamem Weiterwachsen gehalten werden. |
Sind diese Bedingungen nicht gegeben, sollen sie im Spätherbst für kühlen und
trockenen Winterstand abgehärtet werden. Zum Befeuchten stellt man die Saatgefäße in eine Schale mit Wasser, sodaß das Wasser von unten durch die Löcher im Gefäßboden eindringen und aufsteigen kann. Wir können auch von oben mit einer sehr feinen Brause langsam und mit Unterbrechung anfeuchten, jedoch äußerst vorsichtig, um nicht durch ein Zuviel die Schalenoberfläche zu verschlämmen oder die winzigen Samenkörner in eine Ecke zu spülen. Um ein allzu schnelles Austrocknen der Saatfläche zu verhüten, legen wir eine Glas- oder Plastscheibe über die Schale, die wir bei starker Sonne noch mit etwas Seidenpapier schattieren. Man kann die ganze Aussaat in den gut durchfeuchteten Schalen oder Töpfen auch in Plastikbeutel stecken, die dicht verschlossen werden, wodurch Fäulnis- und Algenbildung vermieden wird. Alle Feuchtigkeit bleibt im Inneren des hell aufgestellten Beutels, ihr Niederschlag an der Innenseite schützt vor Verbrennungen bei starker Sonne. So können sich die Sämlinge in den ersten schwierigen Monaten im Schutz des Beutels gesund entwickeln. Auf diesem Prinzip beruht auch die Methode der Anzucht von Kakteen, welche sehr kleine Samenkörner ausbilden (viele Parodien, Strombocactaceae). |
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