Die Kastenbeetkultur im Garten ist eine praktische Methode für die Unterbringung der ständig
wachsenden Sammlung. Neben den ebenerdigen Frühbeeten mit Glas- oder Folienfenstern (die
sogenannten Hollandfenster im Format 80x150cm, einscheibig daher schattenarm, sind besonders
praktisch) gibt es auch andere Möglichkeiten, z.B. den Bau eines ca. 100cm hohen Kastens mit
darunter eingebautem Materialfach, oder ein Kasten mit Füßen in fast Tischhöhe.
![]() |
Ein winterbeheizbarer Freilandkasten kann für robustere Arten als Daueraufenthalt dienen. Die
Seitenwände sollte man mindestens 30cm weit in den Boden einziehen. Der Boden wird spatentief
ausgehoben und 6-10cm dick mit Schaumpolysterol oder Grobkies bedeckt. Darauf füllt man 15-20cm
hoch die gut vorbereitete Kakteenerde, in die man dann direkt auspflanzen kann. Ein kleines Glashaus erleichtert die Winterpflege und die Überwachung der Kakteen ganz erheblich, zumal, wenn man es als Dauerunterbringung einrichten kann und ein Zugang vom Keller der Wohnung aus möglich ist. Damit wäre auch die Frage der Winterbeheizung am günstigsten zu lösen. Die heutigen Möglichkeiten der Automatisierung erleichtern auch dem tagsüber abwesenden Pfleger eine lückenlos richtige Behandlung seiner Kakteen. Für Anbauhäuser mit Pultdach kommen Lagen von Ostsüdost über Süd bis Westsüdwest in Betracht. Freistehende Häuser (meist mit Satteldach) sollen in ihrer Ausrichtung nach bester Sonnenausnutzung orientiert werden. Man kann fertige Modelle verwenden, oder sich das Haus selbst aus Einzelteilen und -materialien zusammenbauen. Die Wärmeisolierung an der Basis (bis Pflanzbeethöhe) sollte gleich beim Bau berücksichtigt werden. Das Glashaus bietet gegenüber dem Kasten den Vorteil der langsameren, aber konstanteren Erwärmung und somit größere Sicherheit in der Wartung. Siehe auch unter Winterstandplatz. |
|
Weiter |
|
Zurück |