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Kulturmethoden: Die herkömmliche, inzwischen in vielfacher Form variierte und modifizierte Art ist die Kultur der Kakteen in gefüllten Ton- oder Plasiktöpfen. Die Übergänge führen einerseits zur gefäßlosen Erdkultur in Beeten und andererseits zur Kultur in nährstofflosem Grobsubstrat, der Hydrokultur. Bei Erdkultur richten sich die Ansprüche an das Substrat nach den spezifischen Bedürfnissen der Pflanzen (Pflegegruppen), nach den Eigenschaften und dem Standort der Gefäße sowie nach der Art der Bewässerung. Allgemein ist es günstig, Substratbeschaffenheit und Bewässerung so zu wählen, dass die Saugwurzeln der Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt werden, der Wurzelhals der Pflanze hingegen nicht über längere Zeit feucht bleibt. Erfolgt die Bewässerung von oben durch Gießen oder Regen, sollte auf eine Grundschicht aus nährstoffreicher, normal feuchtigkeitshaltender Erde eine Deckschicht aus gröberem, durchlässigem Material zur Einbettung der Pflanzenbasis gebracht werden. Bei Bewässerung von unten ist dieses zwar nicht unbedingt erforderlich, kann aber dennoch zweckmäßig sein. Unter eine gröbere Substratschicht kann z.B. eine schwache Grundschicht mit guter Wasserretention gebracht werden, wodurch den Pflanzen gleichmäßigere Wasserversorgung bei geringerem Pflegeaufwand geboten wird. Sind die Substrate nährstoffarm, muß zeitweise mit Nährstofflösung gewässert werden (Übergänge zur | Hydrokultur). Kleine Gefäße (Töpfe, flache Schalen) und
freistehende Tongefäße an warmen Standorten (Fenster mit Sonneneinstrahlung) neigen zum schnellen
Austrocknen und können deshalb eine stärker wasserbindende Erdmischung erhalten. Als Pflanzgefäße werden für Einzelpflanzen runde oder eckige Töpfe, für Gruppen Kästen oder Schalen verschiedener Form verwendet. Tontöpfe sollen wegen der starken Wasserverdunstung durch die Wandflächen während der Wachstumszeit in geeignetes Material - Sand, Torfmull, Schlacke - eingefüttert werden. Ist rasches Abtrocknen der Wurzelballen nötig, werden die Töpfe aus dem Futter genommen. Bewässerung kann über das Futter (schonend) oder durch gießen der Töpfe erfolgen. Plasttöpfe oder Blechdosen mit undurchdurchlässigen Wänden benötigen keine Einfütterung. Sind die Gefäße direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, so erhitzt sich die Erde besonders in dunklen Töpfen sehr rasch, deshalb ist Sonnenschutz erforderlich. Die Bewässerung kann durch Gießen oder schonender über Einzel- oder Sammeluntersätze erfolgen. Tonschalen für mehrere Pflanzen brauchen wegen des relativ größeren Erdvolumens nicht eingefüttert werden; Bewässerung durch Gießen, oder, wenn genügend Abzugslöcher vorhanden, auch durch Einstellen in einen Untersatz. |
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