Sproßnatur des Fruchtknotens: An der Ausbildung des Kakteen- Fruchtknotens nimmt in besonderem Maße
Sproßachsengewebe teil, wodurch der Fruchtknoten Blätter (Pereskia) oder dornartige Areolen tragen
kann. Bei ursprünglichen Kakteen, z.B. Pereskien und Cylindropuntien können aus den Areolen des
Fruchtknotens neue Sprosse und sogar Blüten proliferieren. Unreife Früchte von Cylindropuntien
können wie Stecklinge bewurzelt werden.
Auch bei phylogenetisch höher entwickelten Kakteen ist die Selbststerilität des Fruchtknotens
durch Schuppen mit stacheligen, wolligen und haarigen Areolen noch deutlich ausgeprägt. Durch
besondere Umstände können sich z.B. Knospenanlagen zu Sprossen umbilden (Rebutia, Mammillaria).
Mit der Höherentwicklung der Kakteen wird die Sproßnatur des Fruchtknotens zurückgedrängt, womit
dieser immer mehr einen floralen Charakter erhält.