The Lone Pine
Mr. Fusion

Mr. Fusion -
Fusion - auch für PC!

Die PC-Version ist fertig! Sie kann bei Microcode-Solutions geladen werden. Es wird zusätzlich ein Romimage aus einem Mac mit 68k-Prozessor benötigt. Ein Tool um diese auszulesen, kann ebenfalls dort geladen werden. Achtung! Roms aus Powermacs funktionieren nicht!

Erste Tests habe ich inzwischen mit der Demoversion durchgeführt, und ich bin wirklich beeindruckt. Durch den Amiga-Emulator für den PC, UAE, hatte ich keine besonders großen Erwartungen was die Geschwindigkeit betrifft. Selbst ein flotter Pentium II Rechner kann kaum mit einem 6 Jahre alten Amiga 1200 in der Standartausführung mithalten, geschweige denn mit einem "modernen" brauchbar aufgerüsteten Amiga. Fusion hingegen lässt auf meinem PC mit AMD K6, 233 MHz jeden Quadra (vergleichbar mit einem Amiga 4000 mit 68040/40) locker stehen! Damit wird auf diesem eigentlich lahmen Prozessor Fusion so schnell, bzw. Schneller als jeder jemals gebaute Mac mit 68k-Prozessor. Da ein PC-User vermutlich mit diesem Begriff kaum etwas anzufangen weiß: Ein Motorola 68040 mit 40 MHz, wie er im Quadra verwendet wurde, ist in etwa so schnell wie ein Intel 486 DX mit 66 MHz. Moderne Macs haben natürlich erheblich schnellere Prozessoren, ebenso wie heute kein PC mehr einen 486er hat. Für moderne 3D-Ballerspiele reicht sowas natürlich nicht. Dennoch gibt es eine Reihe nützlicher Anwendungen, die durchaus sinnvoll auf derart alten Prozessoren genutzt werden könnnen. Fusion soll ja auch keinen Mac vollständig ersetzen, er öffnet jedoch in Tor in eine andere Computerwelt und zeigt, daß es auch neben Windows und Dos andere sinnvolle Betriebssysteme gibt.

Warum ist Fusion auf dem PC im Vergleich zum eingebauten Prozessor so langsam?

Fusion ist keineswegs langsam, aber es muß ein vollkommen anders aufgebauter Prozessor emuliert werden. Dies bedeutet, daß jeder einzelene Befehl des Motorola 68040 in den oder die passenden Befehle für den Intel-Prozessor übersetzt werden muß. Das kostet natürlich Zeit, im besten Fall sin zwei Schritte erforderlich. In der Praxis müssen aber noch mehr Sachen umgelenkt werden: Portabfragen (Tastatur, Floppy, Controller, etc.), Grafikausgabe, usw. Daß dies überhaupt funktioniert ohne daß der PC am laufenden Meter abstürzt, ist schon eine programmiertechnische Meisterleistung.



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