Ernährungshinweise
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INFORMATIONEN - ERNÄHRUNG
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Richtige Ernährung, die den Menschen gesund,leistungsfähig und
schlank erhält, wird von mehreren Faktoren bestimmt. Einmal
kommt es auf die richtige Zusammensetzung der Nahrung an. Zum
anderen ist es wichtig, wann und wieviel man am Tag ißt. Rie-
senportionen ermüden besonders am Mittag. Sie machen träge.
Kleine Mahlzeiten wirken dagegen belebend und steigern die
Aktivität. Dadurch erhöht sich automatisch der Energieverbrauch.
Das sollten vor allem Übergewichtige ausnützen. Für sie gilt im
besonderen Masse, was die Ernährungsexperten als gesunde Ess-
gewohnheit empfehlen:
Die Nahrungsmenge, die man am Tag benötigt, sollte man nicht in
drei großen, sondern in fünf kleinen Portionen zu sich nehmen
und sie gleichmäßig über den Tag verteilen. Besonders umfang-
reiche Mittagsmahlzeiten belasten den Körper in seiner schwächs-
ten Situation, nämlich kurz vor dem mittäglichen Leistungstief,
das ohnehin schon zur Müdigkeit führt. Ein üppiges Essen ver-
stärkt die Symptome. Das Blut strömt vermehrt zu den Verdaungs-
organen. Das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Saürstoff
versorgt. Dadurch sinkt vor allem die geistige Leistungsfähig-
keit ab. Kleinere Mahlzeiten dagegen ein Absinken des Blutzuk-
kerspiegels.
In einigen Landstrichen schätzt man schon von jeher mehr als
drei Mahlzeiten. Die bekanntesten Zwischenmahlzeiten sind die
Brotzeit in Bayern, die Vesper im Schwabenland, die Jause in
Österreich und schließlich auch die überall bekannte Kaffeepause.
Für den Zeitpunkt der täglichen fünf kleinen Mahlzeiten haben
Wissenschaftler schlüssige Erkenntnisse zur Hand. Kurz nach dem
Aufstehen steigt die biologische Leistungskurve steil an. In
diese Phase fällt normalerweise das erste Frühstück, das man
zwischen 6 und 8 Uhr einnimmt.
Zeit für das zweite Frühstück wäre in einer Kurzpause zwischen 9
und 10 Uhr - also dann, wenn die Leistungskurve gerade den
höchsten Stand überschreitet. Üblicherweise wird zwischen 12 und
14 Uhr zu Mittag gegessen. Danach folgt ein Tief der Leistungs-
bereitschaft. Damit es sich nicht allzu gravierend bemerkbar
macht, sollte man leichtes Essen zu sich nehmen.
Zur Unterstützung der wieder ansteigenden Leistungskurve dient
die Vespermahlzeit oder Kaffeepause zwischen 16 und 17 Uhr. Das
Abendbrot zwischen 18 und 20 Uhr fällt ungefähr mit dem abend-
lichen Leistungshoch zusammen.
Die wichtigste Mahlzeiten des Tages war schon immer das erste
Frühstück. Sie bleibt es auch, wenn man fünfmal am Tag ißt. Wäh-
rend der Nachtruhe hat der Körper Energien verbraucht. Sie müs-
sen durch eine vollwertige Mahlzeit ersetzt werden, die zugleich
das Sprungbrett in den Tag sein soll. Ernährungsexperten raten
dazu, etwa ein Viertel bis ein Drittel der Tagesnahrung, also
650 bis 780 Kalorien, als Frühstück zu verzehren. Es muß voll-
wertig sein und sollte deshalb neben Brot, Butter oder Marga-
rine, Honig oder Marmelade auch einen Haupteiweißträger enthal-
ten. Dazu gehören Quark, Joghurt, magere Wurst, Käse, Milch und
Ei. Vollkornbrot oder Getreideflocken sind wichtig für die Vita-
min-B-Versorgung. Obst oder Fruchtsäfte decken einen Teil des
täglichen Vitamin-C-Bedarfs.
Zwischenmahlzeiten dürfen nicht ausschließlich leere Kalorien
enthalten. Darunter versteht man Nahrungsmittel, die durch ihren
Kalorienreichtum zwar schnell viel Energie geben, die aber keine
oder nur wenig lebensnotwendige Wirkstoffe haben. Leere Kalorien
liefern z.B. Torten, Kuchen, Kekse, Schokolade und Bonbons.
Zusammensetzung und Umfang des zweiten Frühstücks und der Vesper
(je 130 bis 260 Kalorien) sollten sich immer nach der Art der
Tätigkeit richten. Das Pausenbrot für Erwachsene braucht eigent-
lich gar nicht viel anders auszusehen als das Frühstück, das die
Ernährungswissenschaft für die Schuljugend empfiehlt. Es sollte
vor allem abwechslungsreich sein und aus solchen Nahrungsmitteln
bestehen, die geschmackvoll und obendrein noch gesund sind.
Milch und sämtliche Milchprodukte, kombiniert mit Vitamin- und
Wirkstoffträgern, wie Früchte, eignen sich vorzüglich. Eine
Scheibe Vollkorn- oder Knäckebrot mit oder ohne Belag ergänzt
diese Kost.
Die nachfolgend aufgeführten Beispiele entsprechen einer Em-
pfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Für ein Schulkind:
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1 Becher Fruchtjoghurt, 1 Scheibe Knäckebrot.
Für Jugendliche:
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1 Scheibe Brot (oder 1 Brötchen) mit wenig Butter oder Marga-
rine, 1 Scheibe Käse, 1 Pfirsich (oder anderes frisches Obst).
Am Arbeitsplatz bei wenig körperlicher Bewegung:
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1 Becher Joghurt, 1 Scheibe Knäckebrot mit Schmelzkäse, 1 Apfel.
Bei mittelschwerer körperlicher Tätigkeit:
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1 Scheibe Grau- oder Vollkornbrot, mit Leberwurst bestrichen, 1
Glas oder eine kleine Flasche Bier.
Für den Autofahrer: (Je nach Anzahl der Fahrpausen)
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Joghurt, Obst, Tomaten, Möhren, Milchschokolade, Knäckebrot oder
Kräcker.
Wichtig ist, daß die empfohlene Menge von 130 bis 260 Kalorien
nicht überschritten wird.
Die Mittagsmahlzeit sollte 780 bis 910 Kalorien enthalten und
nicht schwer verdaulich sein. Gemüse und Frischobst als Beilage
sowie Obst als Nachtisch sind immer empfehlenswert. Gegrilltes
Fleisch ist bekömmlicher als scharf gebratenes mit fetthaltiger
Kruste und mit fetter Soße.
Nicht wenige Berufstätige verzehren mitgebrachte Speisen oder
belegte Brote am Arbeitsplatz. Wird Essen aufgewärmt, so ver-
liert es einen großen Teil der Wirkstoffe, zum Beispiel Vita-
mine. Diese Verluste können durch eine Obst -Nachspeise wieder
ausgeglichen werden. Belegte Brote schmecken übrigens besser,
wenn man die Zutaten, wie Butter, Wurst und Käse, mitbringt und
sich sein Brot erst unmittelbar vor dem Verzehr zurechtmacht.
In vielen Haushalten wird abends kalt gegessen. Da ein voller
Magen oft Alpträume verursacht, sollte auch die Abendmahlzeit
(etwa 520 bis 650 Kalorien) leicht verdaulich sein. Deshalb gilt
es, allzu fettreiche Speisen und üppig belegte Brote zu vermei-
-den. Appetitliche Frischkostsalate, fettarme Wurst, mageres
kaltes Fleisch, eine Käseplatte, Vollkornbrot und Obst sind
ideal für den Abendbrottisch. Im übrigen sind mögliche Er-
nährungsfehler, die durch ausser Haus eingenommene Mahlzeiten
entstehen können, dadurch ausgezeichnet zu korrigieren. Er-
nährungsexperten sind überzeugt, daß Hunger der schlechteste Be-
rater ist. Wer erst ißt, wenn der Magen knurrt, der hat schon zu
lange gewartet. Wer aber das Hungergefühl gar nicht erst auf-
kommen läßt, ißt richtig. Aber wer richtig essen will, muß ge-
legentlich in die Kalorientabelle schauen, um sich selbst kon-
trollieren zu können. Und er muß wissen, was Kalorien überhaupt
sind und wozu sie der menschliche Körper braucht.
Von Kalorien bis zu Vitaminen
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Kalorientabelle
Eiweiß
Fett
Joule
Kalorien
Kohlenhydrat
Mineralien
Vitamine
Besondere Ernährungsformen:
Diät
Schonkost
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