Zentralschweiz - Stans



Stans mit seinem einzigartigen Dorfplatz, der barocken Pfarrkirche und dem Rathaus erwartet Sie. Im Nidwaldner Kantonshauptort mit seinen guten Geschäften und gepflegten Gaststätten sind Sie herzlich willkommen.

Geschichte, Kultur und Brauchtum werden im Museum, in der Rosenburg (Höfli) und im Winkelriedhaus dargestellt.

Eine Fahrt mit der Oldtimer-Standseilbahn und der neuen Luftseilbahn auf das Stanserhorn (1900 m ü. M.) macht Ihren Aufenthalt zum unvergeßlichen Erlebnis. Sie erreichen Stans (450 m ü. M.) mit der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn (LSE), auf der Nationalstrasse N2 oder mit dem Postauto.



Historischer Rundgang

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Die Kirche bildet ein hervorragendes Denkmal des beginnenden Frühbarockes. Dazu kontrastiert der mächtige romanische Glockenturm. Nach Süden gerichtete basilikale Anlage mit eingezogenem polygonalem Chor, erbaut 1641-1647 von Jakob Berger. Der festliche Innenraum lebt aus dem Kontrast der Farben Weiss, Gold und Schwarz. Die zurückhaltende Stuckierung stammt von lombardischen Künstlern, die Altarfiguren hat Georg Allhelg geschaffen.


Dorfplatz

Die grosszügige Anlage mit einheitlichen Häuserfronten wurde nach dem Dorfbrand von 1713 im Jahre 1715 in völlig neuer Konzeption von Josef Aebi und Ludwig Gassmann entworfen. Schwerpunkte bilden die beiden Brunnen: Winkelried und Der Tod und das Mädchen, letzterer von Rudolf Brem. Winkelried Denkmal in neugotischem Nischenbau, 1865 von Ferdinand Schlöth.


Rathaus

1714 erbaut von Josef Aebi, einfacher Giebelbau, gegen den Platz durch zwei Bossenportale und einen Balkon mit Louis-XIV.Geländer ausgezeichnet, an der Nordseite der Schelmenturm mit der Laternenkuppel.


Bürgerhäuser am Rathausplatz

Das mittlere von drei einheitlich geplanten Giebelhäusern sticht mit den reicher gemalten Fensterrahmungen (in den Sprenggiebeln: lmperatorenbüsten), dem Chronogramm und dem schönen Barockportal besonders hervor. Links davon, ehemaliges Wohnhaus des Malers Paul Melchior von Deschwanden (1811-81).


Frauenkloster St. Klara

das 1799 vorübergehend als Waisenanstalt diente (unter Heinrich Pestalozzi). Schlichte Kirche mit Vorzeichen und Dachreiter. Im Innern ein prächtiger Hochaltar von Johann Ritz mit einem mystischen Altarbild von Johannes Brandenberg, um 1723; 1980 renoviert.


Kapuzinerkloster

1553 von Ritter Melchior Lussi gestiftet. Einfache Kirche mit frühbarocken Altären und guten Bildern. 1990 renoviert.


Winkelriedhaus

Die ältesten Teile des Gebäudes stammen aus der Mitte des 15. Jh. Damals entstand ein für die ländliche Gegend der Urschweiz singulärer Riegelbau, der durch seine Höhe und Grösse weit aus der Stanser Ebene herausragte. So wie sich das Äussere des Hauses heute präsentiert, ist es das Werk des grossen Staatsmannes Melchior Lussi, dessen Familie den Sitz nach 1541 erworben hat. Lussi hat das gotische Gebäude während rund 50 Jahren im Stil der Renaissance umgebaut. Die unverhofft zum Vorschein gekommenen Rokokomalereien stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jh., als Landammann Jost Remigi Trachsei erneut umbaute. Nach einer Restaurierung von mehreren Jahren wurde 1993 das Winkelriedhaus eingeweiht, in dem sich seither das Museum für Kultur und Brauchtum befindet.

Durch die alte Handwerksgasse, die Schmiedgasse, zurück auf den Dorfplatz zur Rosenburg, heute ein Restaurant mit sehr schönen Räumlichkeiten. Den imposantesten Anblick bietet das Ensemble (Herrenhaus mit Loggia und Turm, Ökonomiegebäude und Mauer) von der Nägeligasse aus.



Stanser Geschichte

Es begann 2 Jahrhunderte vor Christus...

Was Namensforscher für Stans schon lange als Möglichkeit postuliert haben, wurde durch jüngste Grabungen bestätigt. Der Dorfkern zählt zum ältesten Siedlungsgebiet des Nidwaldner Talbodens.

Spuren lassen sich bis in das 2. Jahrhundert vor Chr. zurückverfolgen. Die Bedeutung des Ortes kommt später auch darin zum Ausdruck, dass hier schon um 750 n. Chr. ein Gotteshaus gestanden hat. Der vorkarolingische Bau diente wohl den Bewohnern des ganzen Engelberger Tales als Pfarrkirche. Bedingt durch die Zunahme der Bevölkerung, musste der Raum mehrere Male vergrössert werden, bis es 1647 zur Errichtung der jetzigen frühbarocken Anlage kam.

Im Mittelalter muss Stans mit sieben überlieferten Türmen ein fast stadtähnliches Aussehen gezeigt haben. Zum Bau einer Mauerbefestigung kam es allerdings nie. Dazu fehlten auch die rechtlichen Voraussetzungen. Ein Holzzaun rund um die engere Siedlung verhinderte wenigstens das Eindringen wilder Tiere. Die Türme wurden im Spätmittelalter aufgegeben oder, wie etwa bei der Rosenburg, zu bequemeren Wohnsitzen umgestaltet.

Ausser den steinernen Bauwerken besass Stans immer auch solche- aus Holz. Wie alte Ansichten zeigen, hatten diese teilweise ein recht stattliches Aussehen, was auf reiche Besitzer schliessen lässt. Die Gebäude scharten sich um Kirche und Rathaus. Kapuzinerkloster, Höfli und Leuwsches Haus bildeten bereits den Abschluss des zusammenhängenden Dorfkreises.

Im Jahr 1713 zerstörte ein Brand zwei Drittel des Fleckens. Den darauf beschlossenen, einschneidenden Bauvorschriften verdanken wir die heutige grosszügige Platzgestaltung und die herrschaftlichen Barockhäuser im Zentrum mit dem Rathaus. Nach der Hektik des Wiederaufbaus zog sich die weitere Entwicklung bis zum Zweiten Weltkrieg in wesentlich gemächlicherem Tempo weiter. An grösseren Bauten wurden in diesem Zeitraum errichtet: Schulhäuser in der Kniri und in der Tellenmatte, das alte Kantonsspital, der Friedhof mit seiner Säulenhalle, das Winkelried-Denkmal, das Kollegium, die Kantonalbank und die 1991 renovierte reformierte Kirche.



Brauchtum, Anlässe

Sternsingen
Um Neujahr bringen die drei Könige, dargestellt von Kindern, den Dorfbewohnern singend die besten Wünsche zum neuen Jahr dar.

Fasnacht
Fasnachtstage: Schmutziger Donnerstag, Güdismontag, Güdisdienstag, Umzüge, Maskenbälle, Kinderfasnacht, Guggen-Musig.

Stanser Märcht
Nach Mitte April jeweils am 1. Mittwoch. Im Herbst jeweils am 1. Mittwoch nach dem Martinstag. Wochenmarkt siehe Shopping.

Landsgemeinde
Am letzten April-Sonntag. Um 11.30 ziehen Behörden und Gäste, vom Rathaus Stans, begleitet vom Harsthorn, den Schwert- und Bannerträgern, zum Landsgemeindeplatz «Wil an der Aa».

Winkelried-Feier
Am 9. Juli Gedenkfeier und Dorffest auf dem Dorfplatz beim Winkelried-Denkmal.

Schmiedgass-Chilbi
Alle ungeraden Jahre am 3. Samstag im Juli.

1.-August-Feier
Nationalfeiertag, Höhenfeuer

Überfall-Schiessen, Ennetmoos
Letzter Sonntag im August

Allwegschwinget
1. Sonntag im September traditionelles Schwingfest auf dem Allweg.

Älpler-Chilbi
Am 3. Sonntag im Oktober: Festgottesdienst in der Pfarrkirche, folkloristische Darbietungen und Umzug.

Chlaustricheln
5. Dezember ab 20.00 Uhr.

Weihnachts-Markt
Mitte Dezember im Höfli-Areal. «Wiänachts-Märcht» mit handwerklichen Geschenken. Kulturelles Rahmenprogramm.



Sportmöglichkeiten

Schlepplifte / Nachtskifahren
Unweit des Dorfes befinden sich zwei Übungshänge. Das Gelände eignet sich vorzüglich für Kinder, die abseits vom Rummel und zugleich preisgünstig den Tag gemessen wollen. Bei guten Schneeverhältnissen jeden Abend beleuchtet.

Kombinierte Tageskarten
Bergbahnen und Skilifte folgender Regionen in Nidwalden und
Engelberg offerieren Tages-Skipässe zu vorteilhaften Preisen:

Joggen und Lauftreff
Start und Ziel bei der Kaserne Wil, flaches Gelände entlang der
Engelbergeraa. Distanzen: 1,5 km / 4,7 km / 9 km

Strandbäder, Segelsport, Wasserski, Tennis
In den Nachbargemeinden: Hergiswil, Stansstad, Buochs und Beckenried. Erreichbar mit Auto, Bahn oder Postauto.

Radfahren
Radsportzentrum MOLK, Stansstaderstr. 16, Stans 6101114

Deltafliegen / Gleitschirm
Luftarena Heinz Zwyssig, 6372 Stans/Ennetmoos 6104477
Flugschule Zentralschweiz, Heimeliweg 5, 6370 Stans 6107070

Kinderspielplätze
Steinmätteli: Parkplatz Stanserhornbahn
Klostermatte: beim Wasserreservoir
Turmatthof: Turmatthof-Überbauung
Schlüsselmätteli: Schmiedgasse Engelbergstrasse

Picknick
Spielplatz Klostermatte: 2 Feuerstellen, fliessendes Wasser, genügend Sitzplätze, gedeckter Unterstand
Feuerstelle Kreuzegg/Kälti.
Feuerstelle Rohren, Ennetmoos (am Bruderklausenweg)

Sommerbobbahnen
Wirzweli (oberhalb Dallenwil mit der Luftseilbahn erreichbar)
Brunni (oberhalb Engelberg mit der Luftseilbahn erreichbar)
Fräkmüntegg am Pilatus (oberhalb Kriens)