Wallis - Stadtgeschichte


Vor dem 17. Jahrhundert war Brig nicht viel mehr als ein Durchgangsort an einer wichtigen Heerstrasse, die bereits von den alten Römem benutzt wurde. Im 17. Jahrhundert erlangte die Stadt allmählich ihre verkehrstechnische und wirtschaftliche Bedeutung, und zwar durch den Handelsmann Kaspar Jodok von Stockalper, der aus Mailand stammte. Stockalper führte seit 1634 Seidentransporte über den Simplon nach Lyon. 1640 organisierte er zudem eine reitende Post zwischen Mailand und Genf.



In Brig liess er von 1658 - 1678 ein Schloss bauen, den Stockalperpalast. Der wuchtige Bau mit den drei Zwiebeltürmen - sie tragen die Namen der heiligen drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar - fällt jedem Besucher sofort auf und ist fast allen Schweizern seiner Schönheit wegen bekannt.

Der Stockalperpalast konnte 1948 durch die Gemeinde Brig käuflich erworben werden. Heute ist darin die Gemeinde- und Bezirksverwaltung aber auch ein historisch sehr wertvolles Museum über das Oberwalliser-Volkstum untergebracht.


Später wurde der Simplon von der Handelsstrasse durch Napoleon zur berühmten Heerstrasse ausgebaut.