Wallis - Wein


Selbst Jean-Jacques Rousseau konnte den Walliser Weinen kaum widerstehen, wunderte er sich doch, dass auf den Walliser Tischen nebst dem Wein - den er als ausgesprochen kräftig beschrieb - nie Wasser aufgetragen wurde.... ("La nouvelle Héloïse", 1761).

Das Walliser Weingebiet erstreckt sich vom Genfersee bis Visperterminen (1'200 m.ü.M). 90% dieser Fläche sind bepflanzt über eine Länge von 50 Kilometern zwischen Leuk und Martigny. Mit 5'200 Hektaren Rebland umfasst das Wallis 40% des gesamtschweizerischen Weingebietes.

In den einzelnen Regionen auf diesen rund 50 Kilometern Fläche herrschen deutlich unterschiedliche Bedingungen vor, welche dem Wein den besonderen regionalen Charakter verleihen. So setzt sich etwa der Boden gewisser Weingebiete in der Ebene aus einem Gemisch von Sand, Granit, Kies, Schiefer und "Krugelsteinen" zusammen, während im Bezirk Sitten hauptsächlich Schiefer die Grundlage bildet.

Mehr als 40 Rebsorten werden im Wallis kultiviert. Mit 4 dieser Rebsorten - Chasselas, woraus der Fendant gemacht wird, dem Pinot Noir, dem Gamay und dem Sylvaner (Johannisberg) - stellt der Kanton 92% seiner Weinproduktion her. Allgemein bekannte Spezialitäten sind Amigne, Arvine, Ermitage, Humagne, Malvoisie und Muscat. Dôle ist keine Rebsorte, sondern eine Herkunftsbezeichnung, die aus Pinot Noir und Gamay gewonnen wird. Auch der Goron ist keine Rebsorte, sondern eine Herkunftsbezeichnung. Das Oberwallis hat sich vor allem durch seine Rotweine einen Namen gemacht, während das Unterwallis lange Zeit für seine Weissweine bekannt war.