Solothurn - An einem Tag lässt sich nicht alles sehen



Die Kleinstadt Solothurn ist kulturell ganz gross. Das gilt auch für die Region. An einem Tag lässt sich nicht alles sehen, was sie eigentlich sehen müssten. Aus dieser Fülle picken wir für Sie ledilich einige Tips heraus.

Romantiker - und solche die es (wieder) werden wollen - müssten auf jeden Fall die St. Verena-Schlucht am Stadtrand von Solothurn besuchen: Ein lauschiger Pfad führt dem Bach entlang durch die bewaldete Schlucht zu der von einem Einsiedler bewohnten Eremitenklause und den kulturhistorisch interessanten Kapellen hinauf. Schon die heilige Verena soll auf den Spuren der nachmaligen Solothurner Stadtheiligen Ursus und Victor hierher gekommen sein und da ihr wohltätiges Werk vollbracht haben.

Besuchen Sie auch die nahe, 1643 vollendete Kirche zu kreuzen mit der Heiliggrab-Kapelle. Ein kleines Museum beim Restaurant «Kreuzen» ist zudem dem «Solothurner Stein» gewidmet.

Der in dieser Gegend abgebaute weisse Jura-Kalkstein war früher unter dem Namen «Solothurner Marmor» weitherum ein Begriff; das Wahrzeichen der Stadt, die St. Ursenkathedrale, ist wohl das eindrücklichste und schönste Anwendungsbeispiel.

Sehenswert ist auch die barocke Marien-Wallfahrtskirche in Oberdorf, erreichbar mit dem Bus ab Solothurn. Sie hat ihren Ursprung in einer Kapelle mit Waldbruderklause und wurde um 1604 erbaut. Ein wahrer Meister, Michael Schmutzer, hat den tonnengewölbten Saalbau mit reicher, üppiger Barockausstattung geschmückt. In früheren Jahrhunderten, besonders im Anschluss an die Gegenreformation, strömten Wallfahrer von weit her nach Oberdorf. Auch Sie werden sicher von diesem schönen Bauwerk beeindruckt sein.

Oder wie wärs mit einer «Drei-Türme-Fahrt» ? Steuern Sie mit Ihrem Wagen ab Solothurn südwärts erstmal Etziken an. Schon von weitem werden Sie einen grossen Turm aus einem bewaldeten Hügel hinausragen sehen. Hier haben einst nicht etwa Rittersleute gehaust, nein, von hier aus wird die Wasserversorgung der Region gesichert. Der Wasserturm von Etziken gilt weitherum als Unikum. In der Etziker Dorfschmiede wird man Ihnen gerne den Turmschlüssel zur Verfügung stellen, damit Sie aus luftiger Höhe über die Ebene des Wasseramtes blicken können.

Zweites Ziel ist dann der zähringische Wohnturm von Halten, Teil einer alten Wehranlage. Hier ist es Museum eingerichtet; den Burggraben zieren prächte Speicher. Aller guten Dinge sind drei: Letzte Station ist der des Schlösschens Bucheqg. Auch hier, wo einst die Grafen von Buchegg gelebt haben, befindet sich ein sehenswertes Heimatmuseum (Öffnungszeiten auf Anfrage beim Verkehrsbüro Region Solothurn).

Noch nicht genug der Türme ? - Zurück in Solothurn, sind noch einige mehr zu bewundern.