Sakrale Baudenkmäler von europäischer Bedeutung, wie etwa die St.-Ursen-Kathedrale oder die Jesuitenkirche, finden sich auf überschaubaremm Raum. Dazu gesellen sich Patriziersitze, schmucke Bürgerhäuser, trutzige Wehrbauten, schöne Figurenbrunnen und das mächtige Landhaus. Die überall fühlbare, aus Steinen geformte Geschichte ist aber nicht bloss Kulisse: Sie ist erfüllt von pulsierendem Leben, Wohnen, Arbeiten und Handeln.
Und dazu gehört jeden Mittwoch und Samstag auch der Markt, wo die Bauein aus der Umgebung wie in alten Zeiten in den Gassen Gemüse, Obst und Blumen feilbieten. Gemütlichkeit ist in den zahlreichen Gaststätten gross geschrieben. Wie wär's nach einem Stadtbummel mit Speis und Trank in historischen Gemäuern oder einem Drink in einem der zahlreichen Boulevard-Cafés ?
Fragen Sie dabei einen Einheimischen nach der «heiligen Solothurnerzahl ll». So werden Sie erfahren, dass Solothurn 1481 als elfter Kanton in die Schweizerische Eidgenossenschaft aufgenommen worden ist und dass es in der Stadt so ziemlich von allem elf Exemplare gibt: Elf Kirchen und Kapellen, elf historische Brunnen und elf Türme. Wen wundert's da noch, dass die St.-Ursen-Kathedrale elf Altäre sowie elf Glocken zählt und dass ihre imposante Freitreppe sich in Abteile zu je elf Stufen gliedert ?
Vielleicht hat ihr Gesprächspartner Zeit und zeigt Ihnen einige dieser Sehenswürdigkeiten. Denn Gastfreundschaft ist in Solothurn kein leeres Wort. Und spätestens dann werden Sie sehen: In Solothurn ist manches elfmalig - Solothurn aber ist einmalig !