Beginnen Sie, verehrter Besucher, Ihren Stadtrundgang auf der obersten Treppenstufe zur St. Ursenkathedrale mit Blick auf die Hauptgasse. Sie befinden sich auf der berühmten Pisoni-Freitreppe, flankiert von den Figurenbrunnen Moses und Gideon von J. B. Babel. Anschliessend sei Ihnen die Besichtigung der Jesuitenkirche empfohlen, wo Sie einen der schönsten sakralen Räume des schweizerisch-süddeutschen Barocks antreffen.
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Nun ist vielleicht Ihr Interesse für die Stadt gewachsen und der Zeitpunkt gekommen, wo Sie sich in der Infothek gleich neben der Kirche weiter orientieren wollen. Die Gassenanlage der Altstadt bildet ein (zähringisches ?) Ypsilon. Gehen Sie jetzt in der Hauptgasse ein paar Schritte weiter über den wohnlich eingerichteten Marktplatz mit der Astronomischen Spieluhr etwas rechts hinauf zum Bleitor, sodann via Schmiedengasse mit den gotischen Aufzugsgiebeln zum Friedhofplatz (ältester Stadtplatz, ehemalige Pfalz, mit einem Mauerüberrest aus der Zeit des römischen Castrums) und weiter den Stalden hinunter zum Aarequai, ostwärts am Alten Landhaus vorbei (oder rechtsufrig mit eindrücklichem Blick auf die Stadtsilhouette) über den Klosterplatz mit Naturmuseum zum Ausgangspunkt zurück.
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Ihr Bild von Solothurn vervollständigt sich, indem Sie die alten Befestigungsanlagen, die sog. Schanzen, besuchen: unmittelbar nach dem imposanten Torwerk, dem Baseltor, finden Sie links den Aufgang. Der 1667 begonnene Schanzengürtel umfasste beidseits der Aare 11 Bastionen.
Solothurn gilt als Stadt der Museen. Vier davon sind herausragend: das Kunstmuseum mit den Dominanten der Schweizer Malerei von 1850 bis zur Gegenwart; das Museum Altes Zeughaus mit einer der bedeutendsten Waffen- und Uniformensammlungen Europas; das Schlossmuseum Blumenstein mit patrizischen Intérieurs sowie das neue Naturmuseum mit Sammelgut über unsere einheimische Natur und Umwelt samt Streicheltieren und Spielmodellen.
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Ein Museums-Juwel besonderer Art ist das restaurierte Schloss Waldegg, in dessen Räumen und rekonstruiertem Barockgarten in erster Linie die patrizische Wohnkultur des 18. Jh. präsentiert wird.
Dem modernen Solothurn begegnen Sie bei Skulpturen, z. B. von Robert Müller (Lehrerseminar) und bei einem der wenigen neuerbauten Kloster in jüngerer Zeit, dem St. Josephskloster (Baselstrasse).
Falls Sie dies alles von oben betrachten wollen, sei Ihnen ein Besuch der Turmterrasse der Bischofskirche St. Ursen empfohlen.
Und ausserdem ein Geheimtip für Auswärtige: die Einsiedelei. Die in der schönen Jahreszeit viel aufgesuchte romantische Waldesschlucht St. Verena mit idyllischen Spazierwegen und Inschriften, einer Ermitage mit einem residierenden Waldbruder und Gartenrestaurant finden Sie nach einem 20minütigen Spaziergang am nördlichen Stadtrand anhand von Wegweisern.
In historischer Umgebung einkaufen und essen wirkt stimulierend. Für das Kulinarische gibt es in der Alt- und Vorstadt zahlreiche Restaurants in allen Stadthäusern, oder wenn Sie's auf luftiger Höhe mögen - das Kurhaus Weissenstein (Sesselbahn) mit dem vielgepriesenen Blick auf Mittelland und Alpen.