Solothurn - Geschichte



Das Alte Zeughaus ist eines der markantesten Gebäude der Stadt Solothurn. Es beeindruckt den Besucher immer wieder durch seine Grösse. Zeughäuser bildeten in einem Stadtstaat der alten Eidgenossenschaft zusammen mit dem Rathaus Machtsymbole.

Daher wurden sie oft überdimensional erbaut. - 1463 werden erstmals ein Harnischhüsli und ein Spiesshaus erwähnt. Im darauffolgenden Jahrhundert gab es eine Büchsengiesserei, eine Pulvermühle sowie ein oberes und unteres Zeughaus. Das heute Bestehende wurde zwischen 1609 und 1614 erbaut. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zeughäusern der alten Eidgenossenschaft, die oftmals Mehrzweckbauten waren, diente das Alte Zeughaus von Anfang nur militärischen Zwecken.

Mit der Umwandlung des Stadtstaates in einen Kanton wechselte das Alte Zeughaus ebenfalls seinen Besitzer, in dessen Händen es sich bis heute befindet. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts war neben dem regulären Zeughausbetrieb der II. Stock mit der riesigen Harnischsammlung dem Publikum zugänglich, die heute noch der Stolz und der Anziehungspunkt des Museums ist. Das jetzt unter eidgenössischem Denkmalschutz stehende Haus renovierte der Kanton Solothurn zwischen 1968 und 1976. Dabei wurden einige Anpassungen für einen besucherfreundlichen Museumsbetrieb vorgenommen.

Salodurum, gegründet zur Zeit des Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.) bleibt bis ins 3. Jahrhundert ein römischer Marktflecken. Aus dem spätrömischen Kastell (4. und 5. Jh.) geht schliesslich das mittelalterliche Solothurn hervor.


870
Solothurn kommt zum ostfränkischen Reich, geht aber Ende des 9. Jahrhunderts an Hochburgund über.

um 1033
Solothurn wird Reichsstadt.

1218
Solothurn wird freie Reichsstadt, d.h. reichsunmittelbar.

1344
Solothurn erhält das hohe Gericht im Gebiet des St.Ursenstifts und erwirbt dadurch das erste Territorium. Beginn der solothurnischen Territorialpolitik, die zur Bildung des Kantons Solothurn führt und 1532 ihren Abschluss findet.

1443-1477
Durch die Teilnahme am Alten Zürichkrieg und an den Burgunderkriegen tritt Solothurn in nähere Verbindung mit den Eidgenossen.

1481
Aufnahme Solothurns in den Bund der Eidgenossen.

1519-1533
Die Reformation führt in Solothurn zur Glaubensspaltung. 1532 gewinnen jedoch die Katholiken die Oberhand, und 1533 verhindert beim letzten Aufstand der Reformierten Schultheiss Niklaus Wengi Blutvergiessen. Solothurn bleibt katholisch - mit Ausnahme der reformierten Vogtei Bucheggberg, in der Bern die hohe Gerichtsbarkeit und Kirchenhoheit zukommt.

1530
Solothurn wird Sitz des französischen Ambassadors in der Eidgenossenschaft.

1798
Helvetische Republik.

1803
Mediationsverfassung.

1814
Restaurationsverfassung.

1831
Regenerationsverfassung.

1841, 1851, 1856, 1875
Verfassungsrevisionen, Festigung des politischen Systems.

1887
Kantonsverfassung mit Ausbau der Volksrechte.

1986
Neue, ab 1988 geltende Kantonsverfassung.