Kristallklare Stadt - lebhafte Vergangenheit
«Niuchilchun» wird erstmals um 850 in einer Urkunde erwähnt. Der Name entwickelte sich zu Neunkirch (Mundart: Nüüchilch).
Das ursprünglich ummauerte Dorf wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts neu in der heute sichtbaren Anlage aufgebaut. Einmalig ist dieser rechteckige Grundriss von 270 x 150 m vor allem, weil hier Bauernhäuser in einer strengen, städtischen Form angeordnet wurden. Neunkirch diente damals seinem Herrn, dem Bischof von Konstanz, als militärischer Stützpunkt seiner klettgauischen Besitzungen.
1525 erwarb die Stadt Schaffhausen Städtchen und Umgebung.
1628 Pestepidemie, 300 Menschen starben.
1790 - 1798 Auflehnung gegen die Stadtherrschaft, Proklamation der Freiheit und Gleichheit im Neunkircher Gemeindehaus. In dieser Zeit wurden auch die ersten Häuser ausserhalb der Stadtmauern errichtet, die Zwinghöfe den Anstössern überlassen und bald darauf Wall und Graben eingeebnet.
1863 Eröffnung der Grossherzoglich Badischen Eisenbahn Waldshut - Konstanz.
1907 Beseitigung der Miststöcke an der Vordergasse. Seither hat sich die Landwirtschaft fast ganz ausserhalb des Städtchens angesiedelt.