Sankt Gallen - Stadtgeschichte



612
Der Irische Wandermönch Gallus baut im Steinachtal seine Zelle.

719
Der Alemanne Otmar übernimmt als erster St. Galler Abt die Führung der Brüdergemeinschaft. Die erste steinerne Kirche entsteht.

9./10. Jh
Geistige Hochblüte: St. Gallen wird ein Zentrum abendländischer Wissenschaft und Kultur. Die berühmten Handschriften - zum Teil bis heute in der Stiftsbibliothek erhalten - entstehen in der Schreibstube. Neubau des Klosters unter Abt Gozbert.

926
Einfall der Ungarn. Ein erster Mauerring um den Klosterbezirk entsteht.

1170
Erste urkundliche Erwähnung St. Gallens als Stadt mit Marktrecht.

1180
Beginn der Loslösung vom Kloster unter der königlichen Schirmvogtei.

14./15. Jh
Blüte der Leinwandindustrie und des Leinwandhandels. Diese bilden die wirtschaftlichen Grundlagen für die städtische Unabhängigkeit.

1401 - 1408
Appenzeller Freiheitskriege - Bündnis mit den aufständischen Bauern gegen das Stift.

1454
St. Gallen schliesst einen ewigen Bund mit sechs Eidgenössischen Orten.

1468
Ulrich Rösch, der 2. Klostergründer, verhilft dem Stift zu einer neuen Hochblüte.

1529
Reformation unter Joachim von Watt, genannt Vadian.

1551
Bau der ersten Bibliothek.

1755 - 1767
Neubau der Stiftskriche und Bibliothek unter Abt Coelestin Gugger von Staudach. Zenit der klösterlichen Prunkentfaltung.

Ende 18.Jh
Die Fabrikation von Baumwollgeweben und das Besticken derselben gewinnt zunehmend an Bedeutung. 1803 St. Gallen wird als Hauptort des neugegründeten, gleichnamigen Kantons.

1805
Der Grosse Rat beschliesst die Aufhebung des Stifts.

1824
Gründung des Doppelbistums Chur und St. Gallen. Die Stiftskirche wird Kathedrale.

1847
St. Gallen wird selbständiges Bistum.

19./20. Jh
Entstehung von prächtigen Fabrikantenvillen und zahlreichen Jugendstilbauten.