Die alte Kirche Santa Maria über dem Dorf ist reich an schönen Fresken aus zwei verschiedenen Epochen.
Die drei grossen Fresken an der Westwand sind spätromanisch und stammen aus der Zeit um 1230. Ihre Themen sind Anbetung der Könige, Taufe im Jordan, Fusswaschung und Abendmahl.
Nach ihrer Vergrösserung 1495 wurde die Kirche vollständig neu ausgemalt, auch die Westwand, über die alten Fresken hinweg. Durch eine besondere Technik ist es gelungen, Teile dieser jüngeren Schicht abzulösen und an die Nordwand zu montieren, an der die ursprünglichen Fresken durch Feuchtigkeit zerstört worden waren.
An der Westwand und am Turm legte man bei der Restaurierung einen Maria-Magdalena-Zyklus in 18 Bildern frei. Sieben dieser Bilder wurden auf die Nordwand übertragen, drei Bilder gingen verloren. Im Schiff ist das Leben Christi bewegungs- und farbenfreudig geschildert. Das grosse Bild an der Südwand zeigt das Jüngste Gericht.
In der Apsis sind traditionelle Themen dargestellt, wie sie in vielen andern Kirchen zu verschiedenen Zeiten auch gemalt wurden: Christus mit den vier Evangelistensymbolen, flankiert von den vier Kirchenvätern Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Gregor. Im unteren Teil sehen wir die zwölf Apostel. In der Chorbogenleibung sind zwölf Propheten dargestellt.
Auch auf der Chorbogenwand ist ein wichtiges Ereignis abgebildet: die Verkündigung an Maria. Im unteren Teil folgen Andachtsbilder ehemaliger Seitenaltäre mit der thronenden Maria mit Kind.
Aussen ist die Kirche nur über dem Spitzbogenportal dekoriert. Maria mit Kind ist von Petrus und einem Bischof flankiert. Darüber ist die Legende des Drachentöters Georg dargestellt.