Mächtige Gletscher und die daraus entsprungenen Flüsse Linth und Sernf haben in der Urzeit dem Glarnerland seine topografische Gestalt gegeben. Dieser vorgegebene Lebensraum hat die Glarner Bevölkerung nachhaltig geprägt und sie zu einer ungewöhnlichen wirtschaftlichen Prosperität geführt.
Handel, Gewerbe und Industrie haben den Kanton Glarus zum höchstindustrialisierten Kanton der Schweiz gemacht. Die erstaunliche Leistungskraft der Glarner Wirtschaft liess die Zahl der Arbeitsplätze im Gegensatz zu andern Wirtschaftsregionen von Einflüssen der Rezession weitgehend unbeeinflusst bleiben. Trotz der lebhaften wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung hat der Kanton Glarus eines stets zu bewahren verstanden: Einen Lebensraum von hoher Attraktivität und unverfälschter Ursprünglichkeit. Als Erholungsraum ist das Glarnerland schon lange ein Begriff. In diesem bevorzugten, zukunftsorientierten Raum lässt sich auch gut leben und arbeiten.
Wer im Glarnerland lebt und arbeitet, der möchte bei der Gestaltung dieses dichtbesiedelten Raumes ein Wort mitreden. In Glarus ist deshalb die Landsgemeinde als Urform der Demokratie beibehalten worden. Als zentrales politisches Ereignis wirft sie ihre Schatten monatelang voraus. Am 1. Maiensonntag dann versammeln sich die Stimmbürger und seit längerer Zeit auch die Stimmbürgerinnen im Ring zu Glarus.
Die Landsgemeinde, die souveräne Behörde des Kantons, wie sich die Kantonsverfassung ausdrückt, wird vom Landammann geleitet und ist zuständig für alle Verfassungs- und Gesetzesvorlagen, grössere Kredite sowie die Wahl der Gerichte. Wer neu im Kanton wohnt, fühlt sich auch in politischer Hinsicht bald einmal heimisch. Er ist - wie andernorts kaum möglich wahrhaftig «unter die Leute gekommen».
Mit der Natur im Einklang
Die landschaftliche Vielfalt, zahlreiche Erholungsgebiete in freier Natur und die traditionsreiche Glarner Gastfreundschaft laden ein, Land und Leute näher kennenzulernen. Die vielen touristischen Möglichkeiten und der hohe Erholungswert zeichnen das Bild eines idealen Ferienlandes, fern von den übrigen Rummelplätzen.
Das Kleinod Glarnerland birgt Naturschönheiten und Kontraste. Kennzeichen sind die Vielfalt der Landschaft, klare Bergseen, saubere Flüsse und Bäche, reizvolle Seitentäler, ein imposantes Hochgebirge, wunderschöne Wandergebiete und das älteste Wildschutzgebiet Europas. Das alles macht das Glarnerland zum touristischen Geheimtip.
Gelebte Gastfreundschaft
Das Image des Glarnerlandes als umweltbewusstes und gastfreundliches Ferienland widerspiegelt sich nicht nur in der Landschaft und den Ortschaften, sondern auch in der Ambiance der Hotels und der Gaststätten. Rund achtzig gepflegte Hotels, zahlreiche Ferienhäuser und -wohnungen, aber auch Jugendherbergen, Gruppenunterkünfte und Campingplätze heissen die Gäste willkommen.
Die touristische Infrastruktur erfüllt zwar alle Bedürfnisse, nimmt aber Rücksicht auf die Natur. Diese Form des Tourismus schont nicht nur die Umwelt, sondern ermöglicht auch echte Erholung in unverfälschter Natur und fern ab vom Alltagsstress. Wer das Ursprüngliche liebt, findet im ganzen Glarnerland, vom Walensee bis Linthal, Sehenswertes und Reizvolles.