Lausanne hat eine hervorragende Tradition in Bildung und Forschung. Mit seiner Universität, der Eidgenössischen Technischen Hochschule (EPFL) und ihren wissenschaftlichen Instituten ist es eine der modernsten Bildungsstätten Europas. Der hohe Anteil an ausländischen Studenten in diesen Schulen - etwa ein Viertel des Bestandes - zeugt von ihrem internationalen Ruf.
Dreitausend leitende Angestellte aus der ganzen Welt verbringen jedes Jahr einige Tage bis Monate in Lausanne, um die Schulungsprogramme des IMD (International Institute for Management Development) zu besuchen.
Ehemalige Absolventen der Hotelfachschule von Lausanne sind auf allen fünf Kontinenten in traumhaften Hotels und Restaurants tätig. Auf allen Gebieten ergänzen rund sechzig Privatschulen, die Hälfte davon in der Agglomeration selbst, das öffentliche Erziehungswesen. Die Lehre in einem Betrieb bleibt aber eine wichtige Säule der Berufsausbildung.
Unternehmungen und Hochschulinstitute wie das Zentrum für Ernährungsforschung von Nestlé, das rund 550 Personen beschäftigt, bringen modernste Entwicklungen hervor. Zwei von der EPFL entwickelte Erfindungen, von denen man sich vielfältige Anwendungen verspricht, zeugen von diesem Innovationsgeist.
Minerva ist der erste medizinische Roboter des 21. Jahrhunderts. Dank neuer Radiologiegeräte - dem Röntgenstrahlscanner und der Magnetresonanz - kann er die schwierigsten Gehirnoperationen rascher und sicherer durchführen als eine menschliche Hand. Die hohe Qualität der Pflege am Universitätsspital, dem CHUV, und in zahlreichen Privatkliniken zieht viele ausländische Patienten an.
Die nach ihrem Erfinder benannte Graetzel-Zelle ist die erste Sonnenzelle, welche die Photosynthese wirklich imitiert. Sie ist fähig, auch bei Bewölkung oder diffusem Licht eine günstigere Energie zu erzeugen als die herkömmlichen Siliziumzellen.