
Die Länge des schweizerischen Eisenbahn-Schienennetzes beträgt rund 5000 km
- Normalspur 3640 km, davon entfallen 3000 km auf das SBB-Schienennetz
- Schmalspur 1384 km, davon 97 km Zahnradbahnen
Die SBB bieten täglich rund 4000 Reisezüge oder 240000 Zugkilometer an. Davon entfällt die eine Hälfte auf Eurocity-, Intercity- und Schnellzüge, die andere Hälfte auf Regionalzüge. 1995 beförderten die SBB 254 Millionen Personen, 4 % weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Reiseweite betrug 46 km.
Wichtigste Neuerungen: Seit 2. Juni 1996 verbinden Pendolino-Neigezüge der Firma Cisalpino Genf mit Milano. Im Laufe des Herbstes werden zusätzlich Verbindungen mit diesen Zügen modernster Technik von Basel-Bern-Lötschberg und Zürich-Gotthard ebenfalls nach Milano angeboten. Ebenfalls ab dem Fahrplanwechsei vom 2. Juni werden Nachtzüge der City Night Line Zürich mit Berlin und Leipzig/Dresden verbinden; Thalys - ein neues Angebot zwischen Paris und Bruxelles/Amsterdam - wird den Verkehr mit TGV neuester Bauart aufnehmen; ein konventioneller Nachtzug mit Liege- und Schlafwagen wird neu Zürich mit Venedig verbinden, und Sleeperette-Wagen werden zwischen Chur und Paris angeboten.
Über 23 Millionen Flugpassagiere
Auf den drei interkontinentalen Flughäfen Zürich, Genf und Basel wurden 1995 388733 gewerbemässige Flugbewegungen (Starts und Landungen) mit rund 23,3 Millionen Passagieren verzeichnet. Etwa 85 % sind dem Linienverkehr zuzuschreiben.
Schätzungsweise 10 % der Feriengäste, die in die Schweiz reisen, kommen mit dem Flugzeug.
54,5 % des Passagierverkehrs auf den Landesflughäfen wickeln sich über schweizerische Fluggesellschaften ab.
Das Swissair-Streckennetz war 1995 339905 km lang und umfasste 127 Städte in 72 Ländern.
Postauto als Feinverteiler
Postauto Schweiz und seine 17 Postautoregionen bilden mit den 689 Linien und einem Streckennetz von rund 8600 Kilometern einen wesentlichen Teil des schweizerischen Verkehrssystems und damit auch einen bedeutenden touristischen Angebotsfaktor.
Von den 90,7 Millionen Fahrgästen, die 1995 mit dem Postauto reisten, entfielen 12 bis 14 Millionen auf Ferienreisende und Ausflügler.
Die 1798 Postautos (69148 Sitzplätze) legten 1995 rund 77,1 Mio. km zurück.
1750 Ortschaften mit gesamthaft 7500 Haltestellen werden durch das Postauto mit den regionalen Zentren und den Bahnstationen verbunden. Auch im Agglomerationsverkehr ist das Postauto ein unentbehrliches Glied in der Kette des öffentlichen Verkehrs.
Umfassendes Angebot und anhaltende Nachfrage bei den touristischen Bahnen
In der Schweiz gibt es 1834 touristische Transportanlagen: 13 Zahnradbahnen, 60 Standseilbahnen, 213 Pendelbahnen, 118 Gondelbahnen, 285 Sesselbahnen und 1145 Skilifte.
Auf einer Streckenlänge von über 1950 km überwinden diese Bahnen eine Höhendifferenz von gut 600 km.
Rund 370 touristische Bahnen stehen ganzjährig im Betrieb, 15 ausschliesslich im Sommer. Während der Wintersaison können die touristischen Transportanlagen über 1,45 Millionen Personen in der Stunde bergwärts befördern.
Ohne touristische Transportanlagen wäre der moderne Skisport nicht denkbar. Die touristischen Transportanlagen leisten denn auch direkt als Arbeitgeber und indirekt als Motor der touristischen Entwicklung und Stütze des Wintertourismus einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung der Bevölkerung im Berggebiet und damit auch zur Festigung der politischkulturellen Identität von Berggemeinden.
Die touristischen Transportunternehmungen beschäftigen über 11000 Personen.
Von der Existenz touristischer Transportanlagen direkt abhängig sind Arbeitsplätze in Skischulen und Bergrestaurants.