Wien - Stadtraum



Moderne Architektur hat viele Facetten... und Fassaden.

Die Schlagworte lauten: Harmonie und Gegensatz, Jugendstil und Postmoderne, Vielfalt und Experimentierfreude. Erleben Sie Wien alt und neu...



Die Pracht des Jugendstils

Wien 1900: Die Stadt bricht auf in ein neues Jahrhundert. Mit neuen Ideen. Und einer neuen Architektur: Jugendstil prägt das Stadtbild. Architekten wie Otto Wagner und Adolf Loos formen es: Wagner baut das Postsparkassengebäude am Ring, plant die Wiener Stadtbahn mit ihren reich verzierten Stationsgebäuden (ein schönes Beispiel dafür sind die Stadtbahnpavillons auf dem Karlsplatz) und errichtet das Majolikahaus mit seiner prächtig ornamentierten, mehrfarbigen Fassade.

Loos hingegen entfesselt 1910 mit seinem schmucklosen Haus am Michaelerplatz einen Architekturskandal.


Das "Rote Wien"

In den zwanziger und dreißiger Jahren entstehen unter der sozialdemokratischen Stadtverwaltung Wohnungen, Sportanlagen, Bäder und Siedlungen für zehntausende Wiener. Das neue Selbstbewußtsein drückt sich auch in der Architektur aus - etwa in dem 1930 fertiggestellten tausend Meter langen Karl-Marx-Hof.



Im Wechselbad der Stile

Vielfalt beherrscht das Baugeschehen der Stadt in den letzten Jahrzehnten - Beispiele dafür sind der 252 Meter hohe Donauturm mit seinem in luftiger Höhe rotierenden Restaurant ebenso wie die von Roland Rainer entworfene Stadthalle, die von Johann Staber geplante UNO-City, die Juridische Fakultät von Ernst Hiesmayr und die Bauwerke des Malers Friedensreich Hundertwasser - das Hundertwasserhaus, das skurrilste Wohnhaus der Stadt, sowie das KunstHausWien, das wechselnde Ausstellungen und ständig die Werke des Meisters präsentiert.