Klagenfurt - Altstadtwandern


Der Ausgangspunkt für die erlebnisreiche Wanderung durch die wunderschöne Klagenfurter Innenstadt ist der Neue Platz.(Ihr wißt schon, beim Lindwurm)

Von dort geleiten Euch die grünen Pfeile (Bodenmarkierung) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Auf diesem Weg bieten sich Euch diverse Möglichkeiten für ausgedehnte Pausen in der bemerkenswerten Klagenfurter Lokalszene .

In den engen, romantischen Gassen und Arkadenhöfen der Innenstadt haben sich schon manche Liebespäarchen gefunden. (Ich weiß, wovon ich spreche!) Der Abschweifungen genug, seht sie Euch selbst an, die bezauberndste Altstadt der Welt.

P.S.: Altstadtwanderkarten findet Ihr in der Infostelle am Neuen Platz (Rathaus).


Rathaus

Seit 1918 in dieser Funktion. Ein 1650 errichtetes Renaissance-Palais der Grafen Rosenberg mit interessantem Stiegenaufgang.


Neuer Platz und Lindwurmbrunnen

Dieser Platz war das Zentrum der nach 1518 von den Landständen erbauten neuen Stadt. Er lag einst vor den Mauern der alten Spanheimer-Stadt. In seiner Mitte der Lindwurm (um 1593), das Wappentier Klagenfurts, als Erinnerung an die in der Gründungssage überlieferten Anfänge der Stadt (Furt der Klage - Klagenfurt). Der Lindwurmbrunnen mit "Untier", Herkules und Renaissancegitter wurde 1636 fertiggestellt.

Aus den Steinen der ältesten Stadtmauern (13. Jahrhundert) errichtet, war Napoleonwache, später Polizeiwachstube, heute Kärntner Reisebüro.


Rainerhof

Gründerzeit 1906.


Alte Apotheke

Baukern 16. Jahrhundert, im Apothekenraum Stuckdecke, Innenhof von der Paradeisergasse her zu besichtigen.


Longo-Haus

Erbaut 16. Jahrhundert, an der Ostseite Wappen der Khevenhüller. Gegenüber auf der Karfreitstraße 1 der "Viktringer Hof". Erbaut 1738 als Stadtsitz des Zisterzienserstiftes Viktrin.


"Wörther-See-Mandl"

Legendäre Figur aus der Sage um die Entstehung des Wörther Sees. Metallplastik von Heinz Goll, 1965.


Fußgängerzone Alter Platz

Eine der beiden Verkehrslinien, an denen Herzog Bernhard die Stadt gründete. Ein Teilstück des Ost-West-Verkehrsweges, der sich hier mit dem nord-südlichen kreuzte (siehe Wiener Gasse).


Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule)

Auf dem Alten Platz. 1680 zur Erinnerung an die Pest, die von 1679 bis 1680 wütete, errichtet.


Palais Goess

Alter Platz 30, erbaut zwischen 1734 und 1738, Pilasterfassaden, Goess-Wappen, Stiege mit Gitter, 1735, Steinernes Balustergeländer, 1739.


Haus zur Goldenen Gans

Alter Platz 31, 1489 beurkundet, vielleicht ältestes erhaltenes Haus der Stadt. Als Absteigquartier des Kaisers geplant, der dafür seine später geschleifte Burg den Ständen zur Errichtung des Landhauses überließ. Im Innenhof Relief mit Kentaur und Frauengestalt (vermutlich 16. Jahrhundert) und schöne Arkaden.


Passage Frank

Durch die Häuser Alter Platz 31 (Goldene Gans) und Herrengasse Nr. 1 führt diese Passage von der Herrengasse zum Landhaushof, sehr schöne Innenhöfe.


Haus Herrengasse

Sehenswerter Innenhof mit Wappen der früheren Besitzer (Grafen Inzaghi). Haus Herreng. 3: Schöner lnnenhof.



Palais Christalnig

Herrengasse 14, Baukern aus dem 16., Arkadenhof aus dem 17. Jahrhundert. Beachtenswert das Empiredekor und das dreiteilige Portal.


Stadttheater

Jugendstil-Gebäude, erbaut 1908 bis 1910 anstelle des im 17. Jahrhundert errichteten Ballhauses.


Passage Pfarrplatz - Alter Platz

Vom Haus Pfarrplatz 20 durch den dreiseitigen Arkadenhof zum Haus Alter Platz 34. Der Kein stammt aus dem 16. Jahrhundert, faszinierend ist auch der Blick auf den Stadtpfarrturm.


Floriani-Denkmal

Auf dem Heuplatz, errichtet 1781 anläßlich des Brandes von 1777.


Wiener Gasse

Schneidet in Fortsetzung der Kramergasse den Alten Platz als zweiter Teil des Achsenkreuzes der ältesten Stadt. Gehört mit Altem Platz, Herren-, Renn-, Kramer- und Badgasse, Pfarrplatz und Pfarrgasse zum Kern der Spanheimerstadt. Bedeutende Altbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert.


Ossiacher Hof

Wiener Gasse 10, erbaut 1627. Stadthaus der Äbte des Benediktinerstiftes Ossiach. Besonders aufwendig ist das Gesims ausgestattet.


Maria-Theresien-Denkmal

1765 wurde auf der Westseite des Neuen Platzes das erste Denkmal der "Kaiserin" Maria Theresia (1780) in Österreich errichtet. Die künstlerisch wertvolle Statue aus Hartblei wurde jedoch 1873 durch eine Bronzeplastik ersetzt. 1972 wurde das Denkmal auf die Ostseite des Neuen Platzes verlegt.


Fußgängerzone

Kramergasse

Ist die erste Fußgängerzone Österreichs (seit 1961) und neben dem Alten Platz und der Wiener Gasse die älteste Straße Klagenfurts. Teil der Kreuzung der Ost-West- und Nord-Süd-Verkehrswege, an die von Herzog Bernhard der Markt vom Spitalberg her verlegt wurde.


Landhaus

1574 bis 1581 anstelle der geschleiften ersten Burg der Stadt, einer Wasserburg, von den Ständen durch Hans Freymann und Johann Anton Verda erbaut. Wappensaal mit 665 Wappen der Kärntner Landstände, Landeshauptleute, Vizedome und Landesverweser. Gemälde von Fromiller (1760): Überreichung der Schenkungsurkunde durch Kaiser Maximilian, Huldigung der Stände vor Kaiser Karl VI., Herzogeinsetzung am Fürstenstein. Fresken von Suitbert Lobisser im Landtagssitzungssaal. Im Nordtrakt befinden sich Reste des alten Zeughauses.


Stadthaus

Errichtet im 18. Jahrhundert auf dem ehemaligen Wall der Wölfnitz-Bastei. Hier war der erste Fluder (Wasseraustrittsstelle) des von Norden über den Stadtgraben und durch die Stadt geführten Bewässerungskanals. 1803 wurde das Gebäude zu einem biedermeierlichen Herrenhaus umgebaut. Bemerkenswert der klassizistische Dreieckgiebel.


Haus Glaunach-Katzen stein

Pfarrhofgasse 2, einst ständisches Haus der Familie von Glaunach-Katzenstein. In der Vorlaube Wappen und ein Rundbogenportal, im zweigeschossigen Arkadenhof Wandmalereien.


Pfarrplatz

Ältester Stadtfriedhof (bis 1677). Das Haus stammt aus dem Jahre 1620. Die Stadthauptpfarrkirche St. Egyd steht anstelle einer dreischiffigen Basilika (urkundlich erstmals 1255 erwähnt). Sie war ein Vikariat der Probstei Maria Saal und hatte einst zwei Türme. Noch heute findet man zahlreiche Grabsteine (auch aus prostestantischer Zeit) an den Außenwänden.


Altes Rathaus

Einst Palais Welzer, heute Palais Rosenberg, erbaut im 17. Jahrhundert. Sehenswert das Rosenberg-Wappen über dem Seitenportal, das Fromiller-Gemälde von Justitia mit Wappen von Stadt und Land, der Arkadenhof sowie der Meßstab für den damaligen Markt (links vom Portal).


Dr.-A.-Lemisch-Platz

Einst Mehlplatz, später Obstplatz, dann Franz-Joseph-Platz, zuletzt wieder Obstplatz. Die Häuser wurden nach 1900 erbaut.