Intuispeed 1.5 © David Göhler 1994 ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" soll Lenin einmal gesagt haben. Egal, wem man diesen Spruch nun zubilligt, etwas Wahres ist schon dran. Gerade bei Grafikoperationen spielt einem der persönliche Eindruck oft einen Streich. Man meint zu empfinden, diese oder jene Grafikkarte sei schneller oder langsamer als eine andere. Da hilft nur eins: messen. Zu diesem Zweck habe ich vor einiger Zeit das Programm HasUndIgel programmiert, das nun unter der Bezeichnung "Intuispeed" firmiert. Es dient dazu, die Dauer von einigen -- teilweise oft benutzten -- Grafikoperationen des Betriebssystems zu messen. Für den Test kann man sich den ScreenMode und die Farbtiefe aussuchen. Gemessen wird jeweils 10 Sekunden lang. Vor jedem Meßvorgang vermißt das Programm 1 Sekunde lang, wieviel Zeit das Messen ohne die eigentliche Operation dauert. Diese zusätzliche Zeitbedarf der Meßroutine wird hinterher wieder abgezogen. Das Ergebnis hat die Einheit "Aktionen pro Sekunde". Wenn Sie vergleichbare Werte erzielen wollen, sollten Sie · die S:User-Startup in S:User-Startup_store umbenennen · die Sys:WBStartup in Sys:WBStartup_Store umbenennen · und vor jedem Meßvorgang den Rechner neu starten. Sonst kann es sein, daß diverse kleine Tools während des Meßvorgangs Rechenzeit benötigen und somit das Ergebnis verfälschen. Auch fragmentierter Speicher beeinflußt das Ergebnis. Ein Booten ist deshalb wirklich vor jedem Meßvorgang angebracht. Das Hauptfenster ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Ganz oben sehen Sie ein String-Gadget hinter dem Text "Computer", in welches Sie einen Text wie "Mein A3000 Tower" eintragen können. Darunter befindet sich ein weiteres mit "Gfx Board" bezeichnet. Da wäre etwas wie "Picasso-II, Monitor File Version 2.44" festzuhalten. Hinter "CPU Speed" und "RAM on GFX board in MByte" sollten Sie Taktfrequenz der CPU in MHz und die Anzahl der MByte RAM auf der Grafikkarte eintragen. Spätestens dann müssen Sie auf "ScreenMode:" klicken, um einen Screenmode und die gewünschte Farbtiefe zu wählen. Ist das geschehen, werden alle Gadgets angeschaltet, so daß Sie die Tests starten können. Jeder Test läuft exakt 10 Sekunden. In dieser Zeit wird gezählt, wie oft die zu testende Aktion abgelaufen ist. Der Wert erscheint nach dem Test in der Box hinter dem jeweiligen Gadget. Wenn Sie alle möglichen Tests nacheinander durchführen möchten, können Sie auch links unten auf "Start all" klicken. Die Werte speichern können Sie mit "Save". Wenn Sie das erste mal auf Speichern klicken, erscheint ein Datei-Requester, in welchen Sie den Dateinamen angeben oder auswählen können. Wenn Sie weitere Testläufe absolviert haben und auf "Save" klicken, werden die Ergebnisse an die anfangs ausgewählte Datei einfach angehängt. Wahlweise können Sie die Ergebnisse auch mit Klick auf "Print" auf dem Drucker ausgeben. Wenn Sie die Anzahl der Farben oder den ScreenMode verändern, werden alle gemessenen Ergebnisse gelöscht. Dies passiert, damit man immer konsistente Ergebnisse auf dem Bildschirm und in der gespeicherten Datei hat. Das Grafikfenster ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Zahlen an sich sind ja ganz nett, aber leider kann man sich oft von den unterschiedlichen Werten erst ein Bild machen, wenn man eine Grafik sieht, die die Werte in Form von Balken zeigt. Hierzu dient das Gadget "Show Graphic". Nach einem Klick auf dieses Gadget erscheint ein weiteres Fenster. Die Angaben sind nun nicht mehr absolute Zahlenwerte, sondern relative in Bezug auf einen Amiga 4000 in PAL:HighRes Interlaced in 256 Farben. Der A4000 war frisch installiert mit Workbench 3.0. Es werden immer nur Werte für die Tests angezeigt, die auch tatsächlich durchgeführt wurden. Einschränkungen, Voraussetzungen, Hinweise ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Intuispeed braucht zwingend: · Workbench 2.1 oder 2.0 mit einer 2.1 ASL-Library · einen Font "helvetica.font" der Höhe "13" Kleinere Verzögerungen beim "Move Window"-Test sind normal und betriebssystembedingt. Achten Sie darauf, daß beim "Lines Pattern"-Test die Linien tatsächlich zweifarbig sind und nicht nur grau gestrichelt. Egal welche Screen-Größe Sie auch wählen, Intuispeed wird immer nur den Bereich 0-639 und 0-399 beschreiben. Dies erfolgt, um Ergebnisse vergleichbar zu halten. Sie werden feststellen, das Grafikkarten langsamer werden, je höher die gewählte Auflösung ist. Zum Schluß ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Anregungen und Fehlerbeschreibungen können Sie an die Amiga-Redaktion richten. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und interessante Ergebnisse mit Intuispeed. David Göhler, Hannover, 1994