DIES ZUERST LESEN Pretty Good Privacy Version 2.3a Anmerkungen von Perry Metzger Überarbeitet für Version 2.3a von Colin Plumb Übersetzt von Abel Deuring Dies ist die README-Datei für PGP 2.3a. PGP (Pretty Good Privacy - Prima Geschützte Privatsphäre) ist ein Verschlüsselungsprogramm, das mit öffentlichen Schlüsseln arbeitet. Mit PGP können Sie Nachrichten, die Sie mit E-Mail oder Diskette versenden, vor unerlaubtem oder unerwünschtem Mitlesen schützen, und Sie können Nachrichten unterschreiben, so daß die EmpfängerInnen dieser Nachrichten sicher sein können, daß Sie der/die AbsenderIn sind. Die Dateien "pgpdoc1.doc" und "pgpdoc2.doc" enthalten das englische Original des Handbuches; die Dateien "pgpdoc1.de" und "pgpdoc2.de" die deutsche Übersetzung. Bevor Sie PGP verwenden, LESEN SIE BITTE DIESE HANDBÜCHER! Immer mehr Menschen benutzen ein Programm, ohne vorher das Handbuch zulesen. Bei Verschlüsselungsprogrammen schleichen sich aber sehr leicht Bedienungsfehler ein, die zu einem hohen Verlust von Sicherheit führen können! Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Die bei PGP verwendeten sicherheitsrelevanten Algorithmen gehören zu den sichersten, die öffentlich bekannt sind. Es gibt aber einige Sicherheitsaspekte, die PGP ebensowenig alleine lösen kann, wie auch ein guter Tresor sicher ist, wenn man vergißt, die Tür zu schließen oder zu verriegeln. Auch wenn Sie schon das Prinzip öffentlicher Schlüssel kennen, sollten Sie das Handbuch lesen, um mit den Mechanismen vertraut zu werden, die PGP für die Sicherung des Nachrichtenaustausches bietet. In der Version 2.3a, veröffentlicht am 2. Juli 1993, sind ein paar Unsauberkeiten beseitigt, die die Version 2.3 vom 15. Juni 1993 enthielt. Es wird mit Sicherheit weitere Versionen von PGP geben, nach denen Sie Ausschau halten können, insbesondere, wenn Sie sich PGP einige Zeit nach der Veröffentlichung besorgt haben. Wenn Sie von einer neuen Version hören, holen Sie sich bitte diese neue Version. Und wenn Sie die neue Version von einer anderen Quelle bekommen als Version 2.3a, geben Sie diese neue Version bitte Ihrer alten Bezugsquelle weiter. [Mittlerweile - März 1994 - gibt es eine Version 2.4. Diese Version enthält jedoch keinerlei technische Verbesserungen gegenüber 2.3a, sie "nur" eine in den USA unter dem Namen "Viacrypt" legal verbreitbare und verwendbare Variante von 2.3a. d.Ü.] PGP 2.3a gibt es in vier verschiedenen komprimierten Dateien. Wahrscheinlich werden Sie nur eine dieser vier Dateien brauchen. - pgp23a.zip ist die MSDOS-Version. Der Inhalt umfaßt die Programmdatei PGP.EXE, Zubehördateien und die Dokumentation. - pgp23srcA.zip enthält sämtlichen Quellcode für PGP. Weiterhin sind alle Zubehördateien enthalten, die auch in pgp23a.zip vorhanden sind. Ausnahmen: PGP.EXE sowie die Unterschriftsdatei für PGP.EXE fehlen, und die Handbuchdateien enthalten keinen Seitenumbruch. - pgp23A.tar.Zenthält dieselben Dateien wie pgp23srcA.zip, allerdings im Unix-Format. - pgp23docA.zip enthält nur die Dokumentation. Diese Datei kann legal aus den USA exportiert werden, um allgemein bekannt zu machen, was PGP ist. Portierungen auf andere Rechner und Betriebssysteme sind jederzeit willkommen. Wenn Sie das "Auslieferungspaket" einer Portierung zusammenstellen, sollten Sie UNBEDINGT DIE HANDBUCHDATEIEN HINZUFÜGEN. Sie enthalten wichtige Informationen zur Sicherheit und zu rechtlichen Fragen, die neue AnwenderInnen kennen müssen. Wenn Sie nicht nur die Dokumentation, sondern auch das ausführbare Programm oder den Quellcode haben, lesen Sie bitte SETUP.DOC (englisch) bzw. SETUP.DE (deutsch). Diese Dateien enthalten Informationen darüber, wie PGP auf Ihrem Rechner installiert wird. SETUP.DOC enthält Installationsinformationen für MSDOS, und Unix. Teile von SETUP.DOC / SETUP.DE werden Sie unter Umständen erst dann richtig verstehen, wenn Sie das Handbuch gelesen haben. PGP unterliegt dem "copyleft" der GNU General Public Licence, die in der zum PGP-Paket gehörenden Datei COPYING steht. Im wesentlichen besagt die General Public Licence, daß Sie PGP beliebig weitergeben und ändern dürfen, ohne allerdings für das Programm Geld zu verlangen. Kosten für Disketten o.ä, und der Arbeitsaufwand für das Kopieren dürfen Sie sich erstatten lassen. Falls Sie PGP ändern, und Ihre geänderte Version veröffentlichen wollen, müssen Sie PGP ebenfalls kostenlos weitergeben. Genaueres finden Sie in der Datei COPYING. In Version 2.3 sind einige Bugs aus Version 2.2 beseitigt, und es sind ein paar neue, etwas esoterische Optionen hinzugekommen. Die wichtigste Änderung ist die Beseitigung eines Fehlers bei der Kompression unter MSDOS. In Version 2.2 wurde ein Pointer freigegeben, der auf keine sinnvolle Adresse zeigt. Manchmal störte das den Programmablauf nicht, manchmal führte es zu einem Absturz. In der Version 2.3a ist ein Bugs beseitigt, der im Klartext unterschriebene Dateien betrifft. Dateiliste für PGP 2.3a, Version ohne Quellcode ----------------------------------------------- englische Originalversion. Die Dateien des deutschen Sprachkit sind weiter unter aufgeführt. README.DOC - Die englische README-Datei BINFILES - Dateiliste PGP.EXE - das ausführbare Programm CONFIG.TXT - Parameter, die benutzerspezifisch geändert werden können LANGUAGE.TXT - Programmeldungen auf Englisch, Französisch, Spanisch PGP.HLP - Online-Hilfstexte für PGP (englisch) ES.HLP - Online-Hilfstexte für PGP (spanisch) FR.HLP - Online-Hilfstexte für PGP (französisch) KEYS.ASC - Beispielschlüssel, die Sie Ihrer Datei pubring.pgp hinzufügen können PGPSIG.ASC - Unterschriftsdatei für PGP.EXE. Mit dieser Datei können Sie kontrollieren, ob an PGP.EXE Änderungen vorgenommen oder herumgepfuscht wurde. DOC\SETUP.DOC - Installationsanleitung (englisch) DOC\PGPDOC1.DOC - PGP-Handbuch (englisch), allgemeiner Teil DOC\PGPDOC2.DOC - PGP-Handbuch (englisch), advanced topics DOC\COPYING - Die "GNU General Public Licence" DOC\BLURB.TXT - Kurzbeschreibung von PGP (englisch), für Programmvorstellung in Mailboxen DOC\POLITIC.DOC - Kurzvorstellung von Organisationen, die zu "Computer und Gesellschaft" arbeiten (englisch) Dateien des deutschen Sprachkits: README.DE - diese Datei LANGUAGE.TXT - Programmeldungen auf englisch und deutsch CONFIG.TXT - Parameter, die benutzerspezifisch eingestellt werden können, mit deutscher Kommentierung und speziellen Einstellungen für den Sprachkit DE.HLP - Online-Hilfstexte für PGP (deutsch) DOC\PGPDOC1.DE - PGP-Handbuch (deutsch), allgemeiner Teil DOC\PGPDOC2.DE - PGP-Handbuch (deutsch), spezielle Themen DOC\SETUP.DE - Installationsanleitung DOC\POLITIC.DE - Kurzvorstellung von Organisationen, die zu "Computer und Gesellschaft" arbeiten (deutsch) DOC\BLURB.DE - Kurzbeschreibung von PGP Für Menschen, die unter klinischer Paranoia leiden -------------------------------------------------- Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, daß an der PGP- Version, die Sie bekommen haben, herumgepfuscht wurde. PGP soll als Programm für die Verschlüsselung von Nachrichten Sicherheit bieten, so daß eine solche Änderung ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen kann. Jemand, der/die Interesse daran hat, heimlich Ihre Nachrichten mitzulesen, hat keine Schwierigkeiten, PGP zu verfälschen. Wenn Sie PGP als ausführbares Programm (z.B. PGP.EXE für MSDOS) haben, sollten Sie es auf Viren überprüfen; wenn Ihnen PGP als Quellcode vorliegt, sollten Sie den Quellcode zumindest auf offensichtliche Anzeichen von Veränderungen überprüfen. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob der Code wirklich nicht verändert wurde, ist aber sehr schwer zu treffen. Wenn Sie schon eine ältere Version von PGP haben, die Sie für vertrauenwürdig halten, können Sie die Echtheit des neuen PGP.EXE durch Überprüfung der digitalen Unterschrift PGPSIG.SAC mit Hilfe Ihrer alten PGP-Version zuverlässig kontrollieren. (Wobei auch dann noch die Möglichkeit besteht, daß ein Virus das Verhalten der alten, eigentlich vertrauenswürdigen Version von PGP ändert.) Wenn Sie überaus paranoid sind, sollten Sie sich PGP und eine digitale unterschrift für PGP.EXE von einer Person geben lassen, von der Sie sicher sind, daß sie eine originale, unveränderte Version von PGP hat. Außerdem sollten Sie den Abschnitt "Angriffsmöglichkeiten" des Handbuches aufmerksam lesen. Aber das Handbuch lesen Sie doch sowieso, nicht wahr?