VChess 2.0 - Ein Schachprogramm für Amiga-Computer Copyright © 1993 by Stefan Salewski All Rights Reserved Copyright und andere rechtliche Dinge VChess ist kein PD-Programm, sondern Shareware! Sämtliche Rechte an diesem Programm und den zugehörigen Dateien liegen beim Autor Stefan Salewski. Trotz vielfälltiger Tests kann nicht garantiert werden, daß VChess völlig frei von Fehlern ist. SIE BENUTZEN DIESES PROGRAMM AUF IHR EIGENES RISIKO. Der Programmautor ist in keinem Fall für irgendwelche Schäden (direkte oder indirekte), die aus der Benutzung von VChess resultieren, haftbar. VChess ist frei kopierbar, sofern folgende Dinge beachtet werden: Das Paket muß folgende Dateien in unveränderter Form enthalten: Datei Größe Bedeutung -------------------------------------------------------------------------- VChess 97564 Hauptprogramm, V 2.0 VChessOpenings 40588 Eröffnungs-Bibliothek (138) VChess.doc 35290 Englische Dokumentation VChess.dok 44086 Deutsche Dokumentation CustomColors1.config 1668 Beispiel-Konfiguration OneWindow.config 1668 Beispiel-Konfiguration Games/A.Geller(UdSSR)-H.Palm(D) 592 Ein gespeichertes Spiel Games/Game1 480 Ein gespeichertes Spiel Games/Game2 432 Ein gespeichertes Spiel Text/Text1 39 Icon für Textfiles Text/A.Geller(UdSSR)-H.Palm(D) 1116 Beispiel einer Zugliste Libs/GarbageCollector.library 9820 © Fridtjof Siebert, V 3.0 (Libs/ReqTools.library 38104 © Nico Francois, V 38.1022) (Die ReqTools.library muß in diesem Paket nicht unbedingt enthalten sein, da sie wohl eh fast jeder besitzt. Außerdem ist es auch erlaubt, die beiden Libraries durch neuere Versionen zu ersetzen, sofern das Programm mit den neueren Versionen ebenfalls problemlos funktioniert.) (Eine Komprimierung der Dateien mit Archivierungsprogrammen wie LHA (© Stefan Boberg) ist zulässig, sofern sichergestellt ist, daß sämtliche Dateien wieder in ihren unveränderten Originalzustand zurückversetzt werden können.) Sogenannte PD-Händler, die das Programm vertreiben wollen, dürfen sich nur die Leerdiskette und den Kopieraufwand bezahlen lassen. Niemand darf für die Disk, auf der sich VChess befindet, mehr als DM 5 oder US$ 5 verlangen! Das gilt auch, wenn sich auf der Diskette noch andere Software befindet, oder wenn VChess in einer FD-Serie aufgenommen wurde. Der Vertrieb von VChess in sogenannten "Softwarepaketen", die mehr als DM 5 oder US$ 5 kosten, ist nur mit meiner schriftlichen Genehmigung erlaubt. (Leider gibt es immer wieder Leute, die in großen Anzeigen werben: "Die 100 besten FD-Programme für nur DM 99". Wer sich so ein Paket bestellt, wird oft feststellen müssen, daß er zwar hundert Programme, aber nur wenige Disketten bekommt, und daher viel zu viel bezahlt hat.) Der Vertrieb von VChess auf CD-ROM ist nur erlaubt, wenn sich auf der CD-ROM der Inhalt von FD-Disketten befindet (etwas Fish 500-1000 oder Amok 1-120), oder wenn der Preis der CD-ROM nicht höher als DM 1 pro Megabyte ist. Eine mit 100 Megabyte gefüllte CD-ROM darf also nicht teurer als für DM 100 verkauft werden. Außerdem darf sich auf einer CD-ROM, auf der sich VChess befindet, nur FD-Software befinden, und keinerlei kommerzielle Software. Grundsätzlich behalte ich mir vor, einzelnen Firmen oder Personen den Vertrieb von VChess zu verbieten. VChess darf (auch in archivierter Form) in Mailboxsystemen oder FTP Servern zum freien Download abgelegt werden, sofern ebenfalls obige Dinge beachtet werden. Sie als Nutzer von VChess sollten folgendes beachten: Eine Leerdisk kostet ca. DM 1, das Kopieren von VChess dauert maximal 2 Minuten. Wenn Sie für die Disk mit VChess mehr als DM 3 gezahlt haben, war das schon recht teuer. Sollte Ihnen aber irgendein Gauner mehr als DM 5 abgeknöpft haben, so sind Sie betrogen worden. Teilen Sie mir dies unbedingt mit, und wenden Sie sich auch an Ihre örtliche Verbraucherzentrale. Einleitung: VChess ist ein in Oberon (Amiga Oberon V 3.0, © Fridtjof Siebert) entwickeltes Schachprogramm für Amiga-Computer. Durch konsequente Nutzung der Funktionen von OS 2.0 und der ReqTools.library (© Nico Francois) ist ein sehr kompaktes, leistungsfähiges und bedienungsfreundliches Programm entstanden. Als Systemvoraussetzung benötigt VChess einen Amigarechner, auf dem mindestens OS 2.0 installiert ist, und zusätzlich die ReqTools.library (© Nico Francois) und die GarbageCollector.library (© Fridtjof Siebert). Falls die ReqTools.library in diesem Softwarepaket nicht enthalten sein sollte, und Sie diese Library noch nicht besitzen, so finden Sie diese u.a auf Fish-794. Die GarbageCollector.library sollte in jedem Fall diesem Programm beiligen. Diese beiden Librarys sind frei kopierbar. (Beachten Sie auch, daß es zu beiden Librarys noch spezielle Konfigurationsprogramme gibt, mit denen man die Librarys in ihrem Verhalten den eigenen Vorlieben anpassen kann. Diese Konfigurationsprogramme finden Sie ebenfalls u.a auf den FD-Disketten Fish-794 oder Amok-75.) Vom Speicherbedarf ist das Programm sehr genügsam. Wenn Sie auf die Benutzung der Eröffnungsbibliothek verzichten, wird das Programm wohl auch auf einem Rechner mit nur 512k Hauptspeicher laufen. Die normale Stackgröße von 4096 Bytes sollte auch ausreichen. Installation Kopieren Sie, falls noch nicht installiert, die GarbageCollector.library und die ReqTools.library nach LIBS:. Damit ist die Installation im Prinzip schon abgeschlossen, Sie können VChess jetzt von der Workbench durch Doppelklick starten. Wollen Sie VChess auf der Festplatte installieren, so kopieren Sie am besten das gesamte Verzeichnis "VChess" auf die Festplatte, da sich in diesem Verzeichnis u.a. auch die Eröffnungsbibliothek befindet. Programmstart Am besten starten Sie das Programm einfach von der Workbench aus durch Doppelklick. Sie können es aber auch aus der Shell in der bekannten Weise starten, Parameter sind hier nicht erforderlich. Falls in dem Verzeichnis, in dem sich VChess befindet, eine Datei namens VChess.config existiert, wird diese automatisch eingelesen, anderenfalls werden Vorgaben für die Programmeinstellungen benutzt. Erste Schritte Bevor Sie sich die Anleitung weiter durchlesen, sollten Sie das Programm bereits jetzt einmal starten und mit den einzelnen Funktionen etwas herumspielen. Nach dem Programmstart öffnen sich drei Fenster. Das große Fenster mit dem Schachbrett ist das Hauptfenster, die anderen beiden brauchen Sie momentan noch nicht zu beachten. Die Bedienung des Programms erfolgt fast vollständig mit der Maus. Drücken Sie (bei aktiviertem Hauptfenster) die rechte Maustaste, um sich einen groben Überblick über das Pulldown-Menü zu verschaffen. (Falls Ihnen die Grafik oder Farbgebung nicht gefällt, so ist das kein Grund das Programm sofort zu löschen. Es lassen sich sehr viele Dinge einstellen bzw. verändern, näheres dazu weiter unten.) Wählen Sie jetzt den Menüpunkt "Config/Reset to defaults" an, um alle Einstellungen auf Standardwerte zurückzusetzen. Durch Anwahl von "Project/NewGame" beginnen Sie zu spielen. Sie spielen jetzt vorgabemäßig mit den weißen Figuren gegen den Computer. Sie bewegen Ihre Figuren, indem Sie mit der linken Maustaste auf die Figur, welche bewegt werden soll, klicken. Sie wird nun markiert. Klicken Sie nun auf das Feld, auf das die Figur gesetzt werden soll. War dies ein erlaubter Zug, so wird die Figur nun entsprechend bewegt, und der Computer antwortet mit seinem Gegenzug. Nun sind Sie wieder dran, usw. Sie können auch ein wenig mit den anderen Menüfunktionen herumexperimentieren. Bei den meisten Menüpunkten ist wohl offentsichtlich, was sie bewirken. Natürlich können Sie auch die Größe der Fenster verändern, oder die beiden Hilfsfenster auch ganz schließen. Nutzungsgebühren Begonnen habe ich mit der Entwicklung von VChess im August '92, und nun im Oktober '93 ist die Version 2.0 endlich (fast) fertig. Ich schätze, daß in dem Programm bis jetzt ca. 1000 Arbeitsstunden stecken. Sie können sich sicherlich selbst ausrechnen, was die Entwicklung dieses Programms in einem Softwarehaus gekostet hätte, oder was ich in dieser Zeit anderswo hätte verdienen können. Zudem ist die Programmentwicklung natürlich auch mit nicht unerheblichen Unkosten verbunden. Ursprünglich hatte ich vor, VChess kommerziell zu vertreiben. Da aber auch bei einem kommerziellen Vertrieb keineswegs gewährleistet ist, daß man als Programmierer einen gerechten Lohn für seine Arbeit erhält, habe ich mich nun doch entschlossen, die Version 2.0 von VChess als Shareware zu vertreiben. Mit Shareware ist hier gemeint, daß das Programm zwar frei kopierbar ist, so daß Sie es daher (fast) kostenlos von Freunden, FD-Händlern oder auch über DFÜ beziehen können, um es dann in Ruhe zuhause auszuprobieren. Wenn es Ihnen gefällt und Sie es weiterhin benutzen wollen, so müssen Sie allerdings einen bestimmten Geldbetrag an den Autor schicken bzw. überweisen. Bei VChess 2.0 handelt es sich übrigens um echte Shareware, d.h. Sie haben mit dieser Version bereits die Vollversion des Programms. Ich betone das hier extra, da viele Programmautoren wegen der extrem schlechten Zahlungsmoral der Nutzer dazu übergegangen sind, nur noch im Funktionsumfang eingeschränkte Programmversionen zum freien Kopieren freizugeben. VChess 2.0 hat jedoch keinerlei willkürliche Einschränkungen. Sie als Nutzer haben damit den Vorteil, daß Sie wirklich alle Funktionen des Programms ausprobieren können, und nicht nach Zahlung der Sharewaregebühr noch einige Wochen auf die Vollversion warten müssen. Und ich spare dadurch die Versandarbeit und Portokosten. Dieses Verfahren ist vom Prinzip zwar sehr überzeugend, doch es setzt natürlich eine gewisse Aufrichtigkeit bei dem Nutzer voraus. Obwohl die Nutzung von Sharewareprogrammen, ohne die Sharewaregebühr zu bezahlen, vom Prinzip mit Ladendiebstahl vergleichbar ist, ist für einen Ladendiebstahl natürlich wesentlich mehr "Mut" nötig. Denn Ladendiebe müssen immer damit rechnen, erwischt und auch verurteilt zu verden, während die mißbräuchliche Verwendung von Software kaum nachweisbar ist. Aber gerade deshalb ist die echte Shareware, bzw. die Zahlung der Nutzungsgebühren, ein guter Indikator für die Moral in einer Gesellschaft. Wenn Sie also VChess 2.0 weiterhin nutzen wollen, so schicken Sie bitte einen Betrag von etwa DM 20 an folgende Adresse: Stefan Salewski Stolper Weg 3 D-21680 Stade Bankverbindung: Stadt-Sparkasse Stade Bankleitzahl 24151005 Kontomummer 823864 Bitte überprüfen Sie, ob diese Adresse und Kontonummer mit den Angaben übereinstimmt, die angezeigt werden, wenn Sie im Menü von VChess den Punkt "Project/About" anwählen. Falls es Unstimmigkeiten gibt, hat hier jemand widerrechtlich etwas verändert, besorgen Sie sich dann eine korrekte Version aus einer seriösen Quelle, beispielsweise von der FISH- oder AMOK-FD-Serie. Am besten Überweisen Sie mir das Geld, oder schicken einen Verrechnungscheck. Falls Sie mir Bargeld schicken, so ist es Ihr eigenes Risiko, wenn es auf dem Postweg verloren geht. Falls Sie mir das Geld überweisen, so geben Sie bitte auf dem Überweisungsformular (lesbar) ihren Namen und Adresse an, damit ich weiß von wem das Geld stammt. Jeder, der die Nutzungsgebühr bezahlt hat, bekommt vom mir eine Postkarte oder ähnliches, damit er weiß, daß das Geld auch angekommen ist. Sollten Sie diese Bestätigung auch nach vier Wochen noch nicht erhalten haben, so gehen Sie der Sache bitte nach. Es ist leider nie ganz auszuschliessen, daß irgendwelche Gauner versuchen, das Geld irgendwie in dunkle Kanäle umzuleiten. Bevor ich jetzt mit der Erklärung der Benutzung des Programms fortfahre, hier noch einige Begriffsdefinitionen: Anklicken von Figuren oder Feldern: Sie bewegen den Mauspfeil auf das gewünschte Feld, drücken den linken Mausknopf und lassen ihn wieder los. Menü: Hiermit ist immer das Pull-Down-Menü gemeint, in welchem Sie mit der rechtem Maustaste bestimmte Funktionen oder Aktionen anwählen können. Das Programm verwendet momentan ausschließlich englische Bezeichnungen und Namen. Wenn Sie folgende Begriffe kennen, dürften daraus aber keinerlei Probleme entstehen: Deutsche Bezeichnung (Meine) englische Übersetzung ----------------------------------------------------------- Schach chess Schachfeld square Schachmatt (check)mate Schach(stellung) check Brett board Feld square Figur chessman, I call it stone Zug move Halbzug halfmove Matt mate Patt stalemate Remis remis Eroberung capture Schlag capture König king Dame queen Turm rook Läufer bishop Springer knight Bauer pawn Spielstärke Zunächst einmal ist es natürlich ein großer Unterschied, ob man auf einem Rechner mit 68000- oder 68040-Prozessor spielt. Auf meinem A3000 verliere ich unter fairen Bedingungen meistens gegen den Rechner, wobei mit fairen Bedingungen gemeint ist, daß man nicht wesentlich länger überlegt als der Computer und auch keine Züge zurücknimmt. Genaue Angaben über die Spielstärke kann ich allerdings nicht machen, da ich zu wenig Vergleichsmöglichkeiten habe. Übermäßig hoch ist die Spielstärke aber wahrscheinlich nicht, da der Schachalgorithmus eine vollständige Eigenentwicklung von mir ist, und ich dafür "nur" ca. 400 Stunden Arbeit investiert habe. Andere Leute haben da wohl schon wesentlich mehr drüber nachgedacht. Am besten probieren Sie selbst aus, ob die Spielstärke für Sie ausreicht. Ich denke, solange man mindestens die Hälfte aller Spiele gegen den Rechner verliert, ist dies der Fall. Außerdem macht es ja keinen Spaß mehr gegen den Computer zu spielen, wenn man fast keine Chance auf Sieg hätte. Man könnte dann natürlich die Spielstärke des Computers künstlich verringern, aber wenn man weiß, daß der Rechner absichtlich schlecht gespielt hat, kann man sich ja auch über einen Sieg nicht so richtig freuen. Falls Sie der Meinung sind, daß die Spielstärke zu gering ist, so können Sie mir dies selbstverständlich mitteilen. Wenn mehrere Personen dieser Meinung sind, so werde ich mir Gedanken machen, wie man die Spielstärke weiter steigern kann. Mir reicht sie jedenfalls momentan aus. Nun zur Bedienung des Programms: Nach dem Starten des Programms sehen Sie das Hauptfenster und eventuell noch die beiden Hilfsfenster. Die Fenster verhalten sich wie normale Workbenchfenster, man kann sie also verschieben, vergrößern und mit dem Schließsymbol schließen. Wenn Sie das Hauptfenster schließen wird das Programm beendet. Die Figuren im Hauptfenster bewegen Sie, indem Sie einfach auf die Figur klicken, welche Sie bewegen wollen, und dann auf das Feld, auf welches Sie gesetzt werden soll. (Bei der Rochade bewegen Sie einfach den König, der Turm wird dann automatisch umgesetzt.) Haben Sie versehentlich eine Figur angeklickt, so klicken Sie einfach nochmals auf die Figur, um die Markierung wieder zu löschen. In dem Fenster mit dem Titel "All Moves" werden sämtliche Züge des aktuellen Spiels angezeigt. Dabei wird die übliche algebraische Notation verwendet. "2. W: B f1-b5" bedeutet, daß Weiß im zweiten Zug seinen Läufer von dem Feld f1 nach b5 gezogen hat. Die Buchstaben hinter dem Doppelpunkt haben dabei folgende bedeutung: P Pawn Bauer k Knight Springer B Bishop Läufer R Rook Turm Q Queen Dame K King König Das "P" für einen Bauernzug wird allerdings gewöhnlich durch ein Leerzeichen ersetzt. In dem anderen Fenster mit dem Titel "Thinking..." wird die Bewertung aller möglichen Züge angezeigt. Die Zahl ganz rechts ist die Bewertung des jeweiligen Zuges. Dabei entspricht der Gewinn eines Bauern gerade 100 Punkten. "3-3 P e4xd5 50" bedeutet dann etwa folgendes: Wenn der Bauer auf e4 die Figur auf d5 schlagen würde, so entspräche das für den Spieler, der gerade am Zug ist, dem Gewinn von einem halben Bauern. (Nach Meinung des Computers). Die Zahlenkombination "3-3" gibt dabei die Denktiefe des Computers an, hier drei Halbzüge. Ein Halbzug ist dabei jeweils ein Zug von Schwarz oder Weiß. Bei diesem Beispiel hat sich der Computer also zu dem Zug "P e4xd5" alle Gegenzüge, und zu jedem dieser Gegenzüge wieder einen eigenen Zug überlegt. Aus diesen drei Halbzügen errechnet sich der Gesamtgewinn des Zuges, und der Computer wird dann den Zug auswählen, der den höchsten Gesamtgewinn liefert. Übrigens gibt es pro Halbzug im Mittel ca. 30 Möglichkeiten, aus denen man auswählen kann. Und zu jeder dieser Möglichkeiten gibt es wieder ca. 30 Gegenzüge usw. Um drei Halbzüge tief zu denken, muß der Computer 30^3=30*30*30=27000 Züge durchrechnen. Man kann sich das so vorstellen, daß zu jedem möglichen Halbzug ein "Baum" erzeugt wird. Der erste Halbzug bildet die Wurzel des Baumes, von der Wurzel führen ca. 30 Äste zu je einem Gegenzug, und von jedem Gegenzug wieder ca. 30 Äste zu dem Gegenzug des Gegenzuges usw. Natürlich braucht bei so einem Baum nicht jeder Ast gleich lang zu sein. Daher wird man in diesem Fenster meistens Angaben wie "3-4" sehen. Das bedeutet, daß alle Äste des zu diesem Zug gehörenden Baumes drei, einige aber sogar vier Halbzüge tief durchgerechnet wurden. (Auf einem A3000 werden übrigens ca. 10000 Halbzüge pro Sekunde durchgerechnet.) Spiel- oder Aufbaumodus Das Programm unterscheidet zwei Modi: Den Spielmodus, und den Aufbaumodus. Den Spielmodus erkennt man u.a. daran, daß die Schachuhren laufen. Im Spielmodus sind natürlich nur erlaubte Züge möglich. Im Aufbaumodus können Sie sich beliebige Stellungen aufbauen usw. Folgendes sollten Sie beachten: Wenn Sie im Aufbaumodus irgendetwas am Brett verändern, so wird natürlich ein zuvor gespieltes oder geladenes Spiel ungültig und kann daher dann nicht mehr weitergespielt oder abgespeichert werden. Oder genauer gesagt: Die vorherigen Züge sind dann verloren. Titelzeile des Hauptfensters In der Titelzeile werden verschiedene Informationen angezeigt, so z.B. Fehlermeldungen oder auch der jeweils letzte Zug usw. Wenn der Computer einen Zug gemacht hat, steht hier hinter dem Zug in runden Klammern entweder, welche Eröffnung der Computer gespielt hat, oder die Rechenleistung des Computers angegeben in Zügen pro Sekunde, Mps bedeutet dabei "Moves per second". Schachuhren Im oberen Rand des Schachbretts befinden sich die drei Schachuhren. Die linke Uhr zeigt die gesamte bisher verbrauchte Bedenkzeit von Weiß, und die rechte die von Schwarz an. Die mittlere Uhr zeigt die verbrauchte Bedenkzeit für den gerade aktuellen Zug an. Das Menü Wenn das Hauptfenster aktiv ist, können Sie folgende Menüpunkte anwählen: Project New Game Hiermit starten Sie ein neues Spiel. Die Figuren werden neu aufgebaut und Weiß ist am Zug. Start Game Hiermit gelangen Sie ebenfalls in den Spielmodus, aber die Figuren bleiben so stehen wie sie gerade aufgebaut sind. Solve for Mate Hiermit gelangen Sie in einen speziellen Spielmodus: Alle Züge werden systematisch gleich tief durchgerechnet, und es wird solange gerechnet, bis der Computer ein Matt des Gegners sieht. Dies kann man zum Lösen von Schachaufgaben benutzen, allerdings sollte man hier nicht zu viel von dem Rechner erwarten. Ein Matt das mehr als 5 Halbzüge entfernt ist, wird er wohl in annehmbarer Zeit nicht finden können. Stop Game Das Spiel wird beendet. Save Game Mit dieser Funktion kann man ein Spiel abspeichern, um es später weiterzuspielen oder es zu analysieren usw. Abspeichern ist sowohl im Spielmodus als auch im Aufbaumodus möglich. Aber natürlich muß es sich um ein gültiges Spiel handeln, daß entweder gerade gespielt wird, gespielt wurde oder zuvor eingeladen wurde. Gespeichert werden alle Züge bis zur aktuellen Position; hat man z.B. Züge zurückgenommen, so werden diese nicht mit abgespeichert. Übrigens gilt dies auch für die anderen Speicheroperationen "Save Movelist", "Print Movelist" und auch, wenn Sie ein Spiel mit "Add this Game" zur Eröffnungsbibliothek hinzufügen. (Wenn Sie ein Spiel mit "Set Up/Load Game" eingeladen haben, und es unter einem anderen Namen erneut abspeichern wollen, so müssen Sie daher vor dem Speichern "Set Up/Last Move" aufrufen, oder zumindest einige Male "Set Up/Next Move") Save Movelist Das aktuelle Spiel wird als Textdatei mit der algebraischen Notation abgespeichert. Print Movelist Das aktuelle Spiel wird als Textdatei ausgedruckt. Give Up Diesen Punkt können Sie anwählen, wenn Sie gegen den Computer spielen und aufgeben möchten. Offer Remis Hiermit können Sie dem Computer ein Remis anbieten, vielleicht akzeptiert er es ja. About Die Adresse und Bankverbindung des Autors von VChess wird angezeigt. Quit Beendet das Spiel. Players Human-Human Zwei menschliche Spieler spielen gegeneinander. Human-Amiga Ein Spieler spielt mit den weißen Figuren gegen den Computer Amiga-Human Der Computer spielt mit den weißen Figuren gegen einen Spieler. Amiga-Amiga Der Computer spielt mit sich selbst. Time Mit diesem Menü können Sie einstellen, wie lange der Computer im Mittel nachdenken soll: 10 Secs, 20 Secs, 30 Secs Die Bedenkzeit des Rechners beträgt 10, 20 oder 30 Sekunden. 1 Min, 2 Mins, 3 Mins, 5 Mins, 10 Mins, 30 Mins Die Bedenkzeit des Rechners beträgt 1, 2, 3, 5, 10 oder 30 Minuten. 1 Hour, 3 Hours, 8 Hours, 12 Hours, 24 Hours Die Bedenkzeit des Rechners beträgt 1, 3, 8, 12 oder 24 Stunden Infinite Der Rechner überlegt so lange bis er ein Matt sieht. Custom Mit dieser Funktion können Sie eine beliebige Bedenkzeit per Hand eingeben. Mit den vier Gadgets können Sie bestimmen, ob ihre Eingabe in Sekunden, Minuten oder Stunden erfolgt ist. Betätigen Sie nur die Returntaste, so bedeutet das, daß Sie eine Zeit in Sekunden eingegeben haben. Equal ? Ist dieser Punkt angewählt (erkennbar an dem Häkchen), so paßt sich der Computer der Bedenkzeit des menschlichen Gegenspielers selbstständig an. Exact ? Ist dieser Punkt angewählt, so hält sich der Computer streng an die vorgegebene Bedenkzeit, das heißt er überlegt nie länger als die eingestellte Zeit. Ist dieser Punkt nicht angewählt, so hält sich der Rechner nur im Mittel an die vorgegebene Zeit, und überlegt manchmal auch etwas länger. Dadurch hat der Rechner mehr Freiheit, was zu einer höheren Spielstärke führt. Display Show Movelist Es wird das Hilfsfenster, welches alle Züge des aktuellen Spiels zeigt, geöffnet oder in den Vordergrund gebracht. Show Thinking Es wird das Hilfsfenster, welches die Bewertung aller momentan möglichen Züge zeigt, geöffnet oder in den Vordergrund gebracht. Rotate 90+, 180, 90- Hiermit können Sie das Brett beliebig drehen. Change Colors White Stones, Black Stones, White Squares, Black Squares Hiermit können Sie die für die Figuren und Felder verwendeten Farben verändern. Klicken Sie einfach auf das farbige Recheck, welches die Farbe enthält, die verwendet werden soll (und danach auf "OK"). Sie können auf diese Weise aber immer nur eine Farbe auswählen, also z.B. die Farbe in welcher die weißen Figuren gezeichnet werden sollen. Wenn Sie auf einem eigenen separaten Bildschirm spielen, so können Sie die Farben auch mit den Schiebereglern verändern. Spielen Sie auf der Workbench oder auf einem "Public-Screen", so sollten Sie aber besser nur Farben auswählen, nicht aber den Farbton verändern. Change Patterns White Stones, Black Stones, White Squares, Black Squares, Hiermit können Sie die für die Figuren und Felder verwendeten Muster verändern. Zur Auswahl steht einfarbig, gepunktet, Striche aufwärts oder Striche abwärts. Falls Ihnen die Grafik nicht gefällt, sollten Sie etwas mit den Farben und Mustern herumspielen. Die Voreinstellungen sehen mit den normalen Workbenchfarben und einer Hires-Interlace-Workbench ganz gut aus, aber wenn man auf einem Bildschirm mit niedrigerer Auflösung spielen muß, ist es vorteilhaft, wenn man die Farben verändert. Setup Mode ? Das Schachbrett bekommt links und rechts einen Rand, auf dem einige Figuren stehen. Im Aufbaumodus kann man sie auch anklicken, um sie auf das Brett zu setzen. Man kann auch Figuren vom Brett auf den Rand ablegen, um sie verschwinden zu lassen. Im Spielmodus hat der Rand natürlich keine Funktion. Coordinates ? Wenn man die Koordinaten abschaltet, hat man etwas mehr Raum für die Figuren zur Verfügung. Das ist aber wohl nur nötig, wenn man auf einem sehr kleinen Bildschirm spielt. Chess Clock ? Hiermit kann man die Uhr abschalten. Wenn man die Koordinaten abgeschaltet hat, ist die Uhr immer auch abgeschaltet. Squareframes White ?, Black ? Hiermit kann man veranlassen, daß um die einzelnen Felder des Schachbrettes noch ein Rahmen gezeichnet wird. Das ist nur sinnvoll, wenn die betreffenden Felder punktiert oder gestrichelt dargestellt werden, denn sonst ist der Rahmen unsichtbar. Bei bestimmten Farbkombinationen kann der Rahmen auch unsichtbar sein. Change Screen Hiermit können Sie wählen, ob Sie auf dem "Default Public Screen" (in der Regel die Workbench), auf einem anderen "Public Screen" oder auf einem eigenen "Custom Screen" spielen wollen. Wenn Sie einen "Public Screen" verwenden wollen, so müssen Sie dessen Namen kennen und ihn eintippen. Wenn Sie einen Custom-Screen benutzen, so sollte dieser wie die Workbench vierfarbig sein. Sie können auch einen zweifarbigen Bildschirm benutzen, nur sieht das nicht so gut aus. Ein Bildschirm mit mehr als 4 Farben macht nicht viel Sinn, da VChess nur maximal 4 Farben verwendet. Falls Sie wirklich auf einem Bildschirm mit einer horizontalen Auflösung von nur 320 Punkten spielen wollen, so kann es bei einer großen Schrift vorkommen, daß Teile des Menüs unsichtbar sind. Beachten Sie, daß die Art des Bildschirmes auch Einfluß auf die Rechenleistung haben kann, so wird das Programm auf einem A3000 deutlich langsamer, wenn man auf einem Productivity-Screen spielt, oder einen Hires-Screen mit 16 Farben verwendet. Screenfont Wenn Sie auf einem eigenen Bildschirm spielen, können Sie mit dieser Funktion für diesen Bildschirm die Schrift für das Menü und die Titelleisten der Fenster auswählen. Textfont Hiermit können Sie eine Schrift für den Text in den Fenstern auswählen. Normalerweise sollten Sie hier keine proportionale Schrift verwenden. Set Up Dieses Menü ist nur anwählbar, wenn Sie sich im Aufbaumodus befinden, eventuell müssen Sie zuvor "Project/StopGame" anwählen. Load Game Hiermit können Sie ein gespeichertes Spiel einladen, um es zu analysieren oder auch weiterzuspielen. Sie können z.B. durch wiederholtes aufrufen von "Next Move" an eine beliebige Position innerhalb eines Spiels gehen, und dann durch "Project/StartGame" von dieser Stelle aus weiterspielen. First Move Es wird zum ersten (eigentlich zum nullten) Zug des aktuellen Spiels gesprungen. Last Move Es wird zum letzten Zug des aktuellen Spiels gesprungen. Next Move Der jeweils nächste Zug wird ausgeführt. Previous Move Es wird ein Zug zurückgenommen. Clear Board Alle Figuren werden vom Brett entfernt. (Achtung: Diese Funktion wie auch die folgenden drei Funktionen zerstören das aktuelle Spiel - es kann dann natürlich nicht mehr weitergespielt oder abgespeichert werden. Bould Up Die Figuren werden in der Grundstellung aufgebaut. White's turn Weiß ist am Zug. Black's turn Schwarz ist am Zug. Config Sämtliche Einstellungen des Programms können in einer Konfigurationdatei abgespeichert werden. Load Hiermit laden und aktivieren Sie eine bestimmte Konfiguration. Save Speichert die momentanen Einstellungen als Voreinstellung ab. Sie werden dann beim nächsten Programmstart automatisch eingelesen. Save As Hiermit kann man weitere Konfigurationsdateien abspeichern, die man bei Bedarf mit "Config/Load" wieder laden und aktivieren kann. Last Saved Aktiviert wieder die Konfiguration, die beim Programmstart gültig war bzw. mit "Save" gespeichert wurde. Es handelt sich um die Datei VChess.config. Reset to defaults Es werden wieder die Voreinstellungen aktiviert. Extras Help Der Compuer denkt immer für denjenigen, der gerade am Zug ist. Dabei ist es egal, ob der Computer oder ein menschlicher Spieler am Zug ist. Wählt man diesen Menüpunkt an, so zeigt der Computer in dem Hilfsfenster alle derzeit möglichen Züge mit der aktuellen Bewertung an. Die Bewertung ändert sich natürlich mit der Zeit, da der Computer ja immer tiefer und tiefer denkt. Wählt man z.B. nach einiger Zeit wieder "Help" an, so kann sich die Bewertung etwas verändert haben. Man kann auch "Help" anwählen, wenn der Computer am Zug ist, um sich anzusehen, was der Computer momentan so denkt. Sort Sort ist identisch mit "Help", nur werden die Züge nach ihrer Bewertung sortiert. Der momentan beste Zug ist so immer ganz oben in der Liste. Valuation Die momentane Brettstellung wird bewertet. Diese Bewertung ist aber sehr grob, es wird nur berücksichtigt was jede Seite momentan an Figuren besitzt und an welcher strategischen Position sich die Figuren befinden. Ob eine Figur eine andere schlagen kann, oder ob sich gar bald ein Matt einstellen wird, wird nicht berücksichtigt. Break Hiermit kann man veranlassen, daß der Computer seine Überlegungen vorzeitig abbricht und seinen Zug macht. Undo Last Move Der zuletzt gemachte Zug wird zurückgenommen. Eigentlich ist das nach den Schachregeln ja nicht erlaubt, aber man kann sich ja mal vertun. Man kann hiermit auch mehrere Züge zurückgehen. Redo the Move Der zuletzt zurückgenommene Zug wird wieder ausgeführt. Pause Die Schachuhr wird angehalten, und der Prozeß, der für das Denken zuständig ist, wird auf eine sehr kleine Priorität gesetzt, so daß er anderen Programmen keine Rechenzeit wegnimmt. Die Pause wird automatisch beendet, wenn wieder eine Eingabe vom menschlichen Spieler erfolgt. (Mausklick, Bewegen von Figuren, Menüoperation usw.) Set Task Pri. Hiermit kann man die Priorität von VChess verändern. Diese Funktion wird man wohl nur sehr selten benötigen. Da ein dauerhaftes Verändern der Priorität wohl kaum sinnvoll ist, wird die Priorität nicht in der Konfigurationsdatei abgespeichert. Beim nächsten Programmstart hat VChess also wieder die Priorität Null (beim Start von der Workbench) oder die Priorität des Shellprozesses (beim Start aus der Shell). Die Priorität des Denkprozesses ist übrigens immer um eins niedriger als die des Hauptprozesses. Dadurch ist gewährleistet, daß auf Usereingaben immer sofort reagiert wird. Create Icons ? Sollen für gespeicherte Dateien Icons erzeugt werden? Wenn ja, so werden folgende Icons kopiert, sofern sie existieren, oder es werden Standardicons erzeugt: Dateityp Vorgabeicon ---------------------------------------- Spiel Game1 oder Games/Game1 Konfiguration VChess.config Textdatei Text1 oder Text/Text1 Use Openings ? Soll die Eröffnungsbibliothek verwendet werden? Die Eröffnungsbibliothek hat den Dateinamem VChessOpenings. Wird sie verwendet, so braucht der Computer für die ersten Züge des Spiel nicht zu überlegen und spielt auch deutlich stärker, da er sich mit den ersten Zügen des Spiels schon in eine gute Position bringt. Die Eröffnungsbibliothek kann natürlich nur benutzt werden, wenn das Spiel von der Grundstellung mit Weiß am Zug beginnt. Die Bibliothek wird übrigens nicht schon beim Programmstart, sondern erst beim Beginn des ersten Spiels in den Speicher geladen. Wenn Sie gleich nach dem Programmstart diesen Menüpunkt ausschalten, so wird also die Eröffnungsbibliothek nicht geladen und Sie kommen mit deutlich weniger Hauptspeicher aus. Dann müßte das Programm auch auf einem Rechner mit nur 512 K Hauptspeicher laufen. Teaching ? Hiermit können Sie einen speziellen "Lehrmodus" einschalten. Sind Sie am Zug, und klicken Sie auf eine Figur, so wird nicht nur die Figur selbst markiert, sondern auch alle Felder, auf die sie ziehen kann. Das ist für Kinder oder Schachanfänger wohl recht nützlich und sieht auch ganz nett aus. Sound ? Ist dieser Punkt angewählt, so ertönt immer dann, wenn der Computer einen Zug gemacht hat, ein akustisches Signal. Random Hiermit bringen Sie etwas Abwechslung in das Spiel des Computers. Normalerweise würde der Rechner ja in der gleichen Situation immer den selben Zug spielen, da er den bestem Zug ja ausrechnet. Nun wird aber zu dem errechneten Wert noch ein Zufallswert addiert um das Spiel abwechslungsreicher zu machen. 100 Punkte entsprechen dabei dem (scheinbaren) Gewinn eines Bauern. 0, 25, 50, 100 Der Zufallswert liegt zwischen Null und 25, 50 oder 100. Haben Sie "0" angewählt, spielt der Computer also immer gleich. Ist "50" angewählt, so wird zu jedem errechneten Wert eine Zahl zwischen 0 und 50 addiert. Custom Hiermit können Sie eine beliebige Obergrenze für die Zufallszahlen eingeben. Ist die Obergrenze zu groß, so wird aber die Spielstärke des Rechners deutlich abnehmen, aber eventuell ist das ja gerade erwünscht. Blinken 0, 1, 3, 5 Werden Figuren bewegt, so blinken sie 0, 1, 3 oder 5 mal, damit man besser sehen kann, welchen Zug der Rechner macht. Diese Blinkzahl ist auch wirksam, wenn man ein Spiel eingeladen hat, und dann "Next Move" oder "Last Move" anwählt. Openings Hiermit kann man die Eröffnungsbibliothek verändern. Dieses Menü werden die meistem Spieler wohl nicht benötigen. Add this Game Das aktuelle Spiel wird in die Eröffnungsbibliothek aufgenommen. Hiermit kann man also die Eröffnungsbibliothek erweitern. Es können aber nur maximal 32 Halbzüge je Eröffnung in die Bibliothek aufgenommen werden. Hat das aktuelle Spiel mehr Züge, so wird der Rest ignoriert. Natürlich muß es sich um ein reguläres Spiel handeln, es muß also von der Grundstellung mit Weiß am Zug begonnen worden sein. Wollen Sie Eröffnungen aus einem Buch einspielen, so gehen Sie am bestem folgendermaßen vor: Sie wählen "Players/Human-Human" an, und dann "Project/NewGame". Nun spielen Sie einfach die Eröffnung aus dem Buch Zug für Zug nach, und wählen dann diesen Menüpunkt an. Nun müssen Sie noch den Namen dieser Eröffnung angeben, der darf nicht länger als 32 Zeichen sein. Existiert der Name schon, so gibt es eine Fehlermeldung. Probieren Sie einen anderen Namen. Falls die von Ihnen eingespielte Eröffnung schon in der Bibliothek unter einem anderen Namen vorhanden ist, so gibt es zwei Möglichkeiten: Enthält die Eröffnung in der Bibliothek mehr, also noch weiter Züge, so gibt es eine Fehlermeldung und ihre Eröffnung wird nicht abgespeichert. Ist in der Bibliothek eine Eröffnung verhanden, die die gleichen Anfangszüge wie die von Ihnen eingespielte Eröffnung enthält, aber weniger Züge hat, so wird sie überschrieben. Es dominiert also immer die Eröffnung mit den meisten Zügen. Falls Sie kein Schachexperte sind, sollten Sie sich besser keine eigenen Eröffnungen ausdenken. Eine Eröffnung sollte nämlich immer nur sehr gute Züge enthalten, und keinen einzigen schlechten Zug. Denn sonst würde der Computer natürlich auch diesen schlechten Zug spielen und damit an Spielstärke verlieren. (Beachten Sie bitte folgendes: Wenn Sie Eröffnungen der Bibliothek hinzufügen wollen, so ist es notwendig, daß die schon bestehende Bibliothek bereits eingeladen worden ist. Daher sollte der Menüpunkt "Extras/Use Openings" durch ein Häckchen markiert sein, bevor Sie "Project/NewGame" anwählen. Anderenfalls würden Sie eine neue Eröffnungsbibliothek anlegen, und wenn Sie dann "Save new Entries" anwählen, würde die schon bestehende Bibliothek überschrieben werden.) Delete actual Hiermit löschen Sie die Eröffnung, die gerade von dem Computer benutzt wurde. Das kann sinnvoll sein, wenn eine fehlerhafte Eröffnung eingegeben wurde, und Sie es jetzt beim Spiel gegen den Computer bemerken. Delete by name Hiermit löschen Sie eine bestimmte Eröffnung. Dump to File Alle Eröffnungen werden als Textdatei ausgegeben, man kann Sie dann mit einem beliebigen Textanzeiger ansehen oder ausdrucken. Save new Entries Erst wenn man diese Funktion anwählt, wird die Bibliothek abgespeichert. Vergißt man daß, sind alle Veränderungen an der Bibliothek beim nächsten Programmstart vergessen! Soviel zu der Bedienung des Programms, nun noch einige allgemeine Bemerkungen: Fehler Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Programm einige kleine Fehler enthalten. Wenn Sie welche finden, so können Sie mir das natürlich gerne mitteilen. Angaben wie "Manchmal macht das Programm einen sehr schlechten Zug" oder "Ab und zu wird irgendeine Fehlermeldung angezeigt" nützen mir allerdings nicht viel. Sie sollten dann zumindest angeben auf welchem Rechnertyp mit welcher Kickstartversion Sie das Programm benutzen, in welcher Situation der Fehler auftritt und wie die Fehlermeldung genau aussieht (Fehlertext und Fehlernummer). Auch Anregungen oder Verbesserungsvorschläge sind stets willkommen. Erwarten Sie aber bitte nicht, daß ich jeden kurzen Brief (ausführlich) beantworte. Dazu habe ich als Student zu wenig Zeit. Falls Sie unbedingt eine Antwort haben möchten, so legen Sie bitte Ihrem Brief Rückporto bei. Neue Versionen des Programms Natürlich kann man an VChess noch einiges verbessern. Es wird daher mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann eine neue, verbesserte Version des Programms geben. Sofern diese Version wieder "Freely Distributable" sein sollte, so wird man sie u.a. auf der FISH- und AMOK-FD-Serie finden. Ob es eine neue Version geben wird, und ob diese Version dann von mir als FD freigegeben wird, hängt natürlich davon ab, wie viele Leute die Sharewaregebühr bezahlen. In jedem Fall werde ich aber sicherstellen, daß die ehrlichen Sharewaregebührenzahler nicht benachteiligt werden. Sollte also etwa die Version 3.0 für DM 39 im Softwareshop verkauft werden, so wird jeder registrierte Benutzer, der schon DM 20 für die Version 2.0 bezahlt hat, für die Version 3.0 höchstens DM 19 zuzahlen müssen. Ich hoffe aber natürlich, daß genügend Leute die Sharewaregebühr bezahlen, so daß auch die nächsten Versionen von VChess als FD frei kopierbar sein werden. Zum Schluß noch eine Bemerkung für FD-Serien-Zusammensteller Leute, die FD-Serien erstellen und VChess in so eine Serie aufnehmen möchten, sollten sich den Anfang dieses Textes sorgfälltig durchlesen. Der Zusammensteller der Serie sollte darauf achten, das er VChess aus einer seriösen Quelle bezieht, damit wirklich alle Dateien vollständig und unverändert sind. Nun wünsche ich allen viel Spaß mit diesem Programm! Stefan Salewski, Stade, den 12 November 1993