WDR3-Computerclub TV Sendung vom 22. Oktober 1995


Nach 29 Minuten Sendung begann der Beitrag über den AMIGA mit einer Geschichtsstunde. Es wurde, mit einem Verweis auf den 1985 erschienenen AMIGA 1000, ein AMIGA 1200 vorgestellt. Mehrfach wurde darauf eingegangen, daß 1985 schon mit dem A1000 ein 32-bit Multitaskingbetriebssystem zur Verfügung stand, als auf dem PC-Sektor noch CP/M Gang und Gäbe war. 1985 hatte der AMIGA Funktionen, die der PC erst heute mit Windows'95 erlangt.

Der AMIGA hatte bisher eine Leben an der Sendung vorbeigeführt. Heute kann sich Wolfgang Rudolph nicht erklären, warum. In Vorbereitung auf die Sendung haben sich beide Moderatoren stärker mit dem AMIGA auseinandergesetzt. Der AMIGA wurde als der persönliche Computer schlechthin vorgestellt.

Als Studiogast war Gilles Bourdin, der Pressesprecher von Amiga Technologies GmbH, geladen. Der Amiga wurde aus PC-Sicht betrachtet. Hierbei kam zum Vorschein, daß mit dem A1200 ein Multimediacomputer mit Software, Sound- und Grafikkarte und 170MB Festplatte für weniger als 1000 DM zu kaufen ist.

Nach Vorstellung von Scala-Multimedia als Standardsoftware wurde festgestellt, mdaß sich Wolfgang Rudolph solch ein Werkzeug auch auf dem PC wünschen würde. Der A4000 kam als Profirechner zur Sprache. Hauptanwendung für diesen Rechner wurde im Bereich von Fernsehstudios und Multimedia-Firmen gesehen. Die Oberfläche des A4000 sah sehr nach Magic-Workbench aus. Der Toolmanager war ebenfalls auf dem im Studio stehenden Rechner installiert. Großer Wert wurde auf die externe Synchronisierbarkeit der AMIGA's und der daraus folgenden Genlockfähigkeit gelegt. Dadurch ist es auch für den Heimanwender möglich Videos professionell nachzubearbeiten.

Wolfgang Rudolph ist froh, daß es diesen Rechner wieder gibt. G. Bourdin wies nochmals darauf hin, daß der AMIGA auf der "World of Amiga'95" in Köln zu sehen sein wird.

Wolfgang Back hatte als Gast Manfred Schmitt, der zum Ziel der Aufkäufe von AMIGA und Commodore befragt wurde. M. Schmitt ist der Meinung, daß die Marktbeherrschung von Intel und Microsoft gefährlich für den Computermarkt sei. Mit dem AMIGA soll auch ein Gegengewicht geschaffen werden. Auf die Frage nach nach der Erneuerungsbedürftigkeit wurde die Feststellung getroffen, daß der AMIGA seit 10 Jahren die Features hat, die jetzt Microsoft neu vorgestellt hat. Mit "Windows'95 gleich AMIGA'85" brachte M. Schmitt die Sache auf den Punkt. Er versprach auch eine Weiterentwicklung der AMIGA-Modelle. Auch der Hinweis, daß das Amiga-OS im Prinzip mit 500kByte lauffähig ist. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Hagenuk stand die Frage nach der Möglichkeit der Steuerung des kompletten Haushalts mit Hilfe des Amigas. Auch in diese Richtung soll eine Weiterentwicklung erfolgen. Es soll nicht direkt mit Intel/Microsoft konkuriert werden, sondern mehr in den Heimbereich gegangen werden.

Es soll in Zukunft weitere Beiträge mit und über den Amiga geben. Bleibt zu hoffen, daß dies nicht nur eine leere Versprechung sein wird. Der WDR-Computerclub ist im Internet vertreten.

Lefti

23.10.1995 ; Volker Schmidt


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