Der AMIGA hatte bisher eine Leben an der Sendung vorbeigeführt. Heute kann sich Wolfgang Rudolph nicht erklären, warum. In Vorbereitung auf die Sendung haben sich beide Moderatoren stärker mit dem AMIGA auseinandergesetzt. Der AMIGA wurde als der persönliche Computer schlechthin vorgestellt.
Als Studiogast war Gilles Bourdin, der Pressesprecher von Amiga Technologies GmbH,
geladen. Der Amiga wurde aus PC-Sicht betrachtet. Hierbei kam zum Vorschein,
daß mit dem A1200 ein Multimediacomputer mit Software, Sound- und
Grafikkarte und 170MB Festplatte für weniger als 1000 DM zu kaufen ist.
Nach Vorstellung von Scala-Multimedia als Standardsoftware wurde festgestellt, mdaß sich Wolfgang Rudolph solch ein Werkzeug auch auf dem PC wünschen würde. Der A4000 kam als Profirechner zur Sprache. Hauptanwendung für diesen Rechner wurde im Bereich von Fernsehstudios und Multimedia-Firmen gesehen. Die Oberfläche des A4000 sah sehr nach Magic-Workbench aus. Der Toolmanager war ebenfalls auf dem im Studio stehenden Rechner installiert. Großer Wert wurde auf die externe Synchronisierbarkeit der AMIGA's und der daraus folgenden Genlockfähigkeit gelegt. Dadurch ist es auch für den Heimanwender möglich Videos professionell nachzubearbeiten.
Wolfgang Rudolph ist froh, daß es diesen Rechner wieder gibt. G. Bourdin wies nochmals darauf hin, daß der AMIGA auf der "World of Amiga'95" in Köln zu sehen sein wird.
Wolfgang Back hatte als Gast Manfred Schmitt, der zum Ziel der Aufkäufe von
AMIGA und Commodore befragt wurde. M. Schmitt ist der Meinung, daß die
Marktbeherrschung von Intel und Microsoft gefährlich für den
Computermarkt sei. Mit dem AMIGA soll auch ein Gegengewicht geschaffen werden.
Auf die Frage nach nach der Erneuerungsbedürftigkeit wurde die Feststellung
getroffen, daß der AMIGA seit 10 Jahren die Features hat, die jetzt
Microsoft neu vorgestellt hat. Mit "Windows'95 gleich AMIGA'85" brachte M.
Schmitt die Sache auf den Punkt. Er versprach auch eine Weiterentwicklung der
AMIGA-Modelle. Auch der Hinweis, daß das Amiga-OS im Prinzip mit 500kByte
lauffähig ist. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Hagenuk stand die Frage nach
der Möglichkeit der Steuerung des kompletten Haushalts mit Hilfe des
Amigas. Auch in diese Richtung soll eine Weiterentwicklung erfolgen. Es soll nicht direkt
mit Intel/Microsoft konkuriert werden, sondern mehr in den Heimbereich gegangen
werden.
Es soll in Zukunft weitere Beiträge mit und über den Amiga geben.
Bleibt zu hoffen, daß dies nicht nur eine leere Versprechung sein wird.
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Lefti
23.10.1995 ; Volker Schmidt