ABackup - Bedienungsanleitung Grundsätzliches Diese Anleitung beschreibt die Version 4.00 des Programms ABackup. Dieses Programm ist (c)1992-1993 by Denis GOUNELLE, jede kommerzielle Nutzung oder kommerzieller Vertrieb des Programms ohne die schriftliche Erlaubnis des Autors ist streng verboten. Sie dürfen das Programm unter folgenden Bedingungen kopieren und verbreiten: - das Programmpaket muß vollständig sein, es darf keine Datei fehlen - keine Datei darf in irgend einer Form verändert worden sein - die Kopiergebühr darf nicht höher als $6 sein Trotz vielfältiger Tests kann nicht garantiert werden, daß ABackup völlig frei von Fehlern ist. SIE BENUTZEN DIESES PROGRAMM AUF IHR EIGENES RISIKO. Der Programmautor ist in keinem Fall für irgendwelche Schäden (direkte oder indirekte), die aus der Benutzung von ABackup resultieren, haftbar. Vorwort_zur_deutschen_Anleitung Ab der Version 4.00 liegt ABackup nun auch in einer deutschsprachigen Programmversion vor, doch die Anleitung ist bislang nur in französisch und englisch verfügbar. Wegen des großen Funktionsumfangs von ABackup ist es für diejenigen, die ABackup zum ersten Mal benutzen, sicher nicht ganz einfach die englische Anleitung zu verstehen. Falls man die deutsche Programmversion und die englische Anleitung verwendet, wird es wohl noch zusätzliche Unklarheiten geben. Ich habe mich daher, nach Rücksprache mit dem Autor von ABackup, Denis Gounelle, entschlossen die englische Anleitung ins Deutsche zu übertragen. Mein Hauptziel war es dabei eine möglichst gut verständliche deutsche Beschreibung zu produzieren. Der deutsche Text entspricht inhaltlich und formal weitgehend dem englischen, insbesondere habe ich die Reihenfolge der Kapitel nicht verändert und auch (sogut wie) nichts ausgelassen. Einige Kapitel habe ich etwas freier übersetzt, sofern es mir für das Verständnis sinnvoll erschien oder mir meine Übersetzungsarbeit vereinfacht hat. Ich hoffe, daß ich dabei inhaltlich nichts verfälscht habe. An einigen Stellen konnte ich mich nicht zurückhalten einige erklärende Worte hinzuzufügen, diese zusätzlichen Bemerkungen sind jeweils in {} eingeschlossen. Um ABackup vollständig zu verstehen, wird man die Anleitung wahrscheinlich mehr als einmal durchlesen müssen. Es ist dann eventuell sinnvoll, zuerst die deutsche, und dann später, wenn man mit dem Programm bereits etwas gearbeitet hat, nochmals die englische Dokumentation zu lesen. Selbstverständlich hat die französische (bzw. englische) Originaldokumentation Vorrang vor diesem Text, bei Unklarheiten und zu den wichtigen Punkten Copyright und Sharewaregebühr sollte man einen Blick in die Originaldokumentation werfen. Auch die Entwicklungsgeschichte des Programms und eventuelle Veränderungen in Programmversionen größer als 4.00 sind nur in der Originaldokumentation beschrieben. Zum Schluß noch einige Begriffserklärungen für die deutsche Anleitung. Das Archivieren von Dateien, um sie vor einer unbeabsichtigten Zerstörung zu schützen, wird allgemein als Backup bezeichnet, ich habe diesen Begriff auch unverändert in die deutsche Anleitung übernommen. Der umgekehrte Vorgang, das Wiederherstellen von versehentlich gelöschten Daten mit Hilfe des Backuparchivs wird im englischen Restore genannt, ich habe es mit Restaurieren bzw. Wiederherstellen (von Dateien) übersetzt. Die rechteckigen Bereiche, die man mit der Maus anklicken kann, um eine bestimmte Aktion auszulösen, werden im englischen Gadget genannt, ich habe sie als Piktogramm bezeichnet, obwohl man unter Piktogramm wohl eher ein graphisches Symbol versteht. Anklicken bedeutet, daß man mit dem Mauszeiger auf das entsprechende Symbol zeigt und die linke Maustaste drückt und wieder losläßt. Dann tritt noch manchmal die Bezeichnung Katalog auf, damit ist das Verzeichnis aller gesicherten Dateien gemeint. Stefan Salewski, 11. August 1993 Einleitung ABackup ist ein Archivierungsprogramm für den Amiga. Mit ABackup kann man sowohl ganze Festplattenpartitionen sichern, als auch einzelne Dateien oder Verzeichnisse archivieren. {Das Archiv kann dabei in Form einer Datei auf jedem Gerät, welches die Seek-Funktion kennt, erzeugt werden, oder die Daten können auch Trackweise auf Diskette geschrieben werden.} Das Programm besitzt ein Intuition-Interface, kann Nicht- AmigaDOS Partitionen sichern und die XPK-Library zur Kompression benutzen. Unter Betriebssystemversionen größer gleich 2.0 unterstützt ABackup auch HD-Disklaufwerke (1.76 M) und erkennt Verweise (Hard- und Softlinks). Da dieses Programm einige ungewöhnliche Besonderheiten enthält, sollten Sie diese Dokumentation sorgfältig durchlesen. Verbesserungsvorschläge und sonstige Kritik sind stets willkommen. Bitte schicken Sie diese an folgende Adresse: M. GOUNELLE Denis Boite 71 6, rue des cailloux 92110 CLICHY - FRANCE Ebenfalls können Sie eine Nachricht an folgende Internet Adresse senden: "gounelle@alphanet.ch". Beachten Sie aber, daß dies nicht meine eigene Mailbox ist, senden Sie daher bitte nur kurze Mitteilungen. Da ich keinen direkten Zugriff auf die Nachrichten habe, sollten Sie eine Antwort nicht früher als nach 14 Tagen erwarten. Nutzungsgebühren Dieses Programm ist SHAREWARE. Wenn es Ihnen gefällt und Sie es nutzen möchten, so müssen Sie mindestens einen Betrag von $10 an obige Adresse senden, um als Nutzer registriert zu werden. Bitte benutzen Sie für die Bezahlung nur: - Schecks einer französischen Bank - Bargeld (möglichst französische Francs, sonst eine andere Währung des EWS, oder US Dollar oder schweitzer Franken; fügen Sie in diesem Fall aber etwas mehr Geld hinzu, um die Wechselgebühr auszugleichen.) - Schecks einer europäischen Bank (wenn Sie einen Euro-Scheck benutzen, so fügen Sie bitte zusätzliche acht US-Dollar hinzu, da meine Bank diese Summe berechnet. Wenn Sie mir einen Scheck schicken, so muß die Währung in französischen Francs angegeben sein, und als Empfänger "M. GOUNELLE Denis". In jedem Fall sollten Sie sicherstellen, daß Sie Ihre vollständige Adresse angeben und daß diese auch lesbar ist. Als registrierter Benutzer bekommen Sie die nächste Version von ABackup sobald sie fertiggestellt ist. Beachten Sie, daß Sie für den Betrag von $10 nur das Recht auf eine einzige neue Version haben. Wenn Sie regelmäßig die nächsten Updates bekommen möchten, so ist ein Sharewarebeitrag von 20 US-Dollar erforderlich. Danksagungen Ich möchte folgenden Personen danken: Reza Elghazi, Jean-Yves Proux, Jean-Philippe Rapp, Michel Schinz, und allen anderen, die mir Verbesserungsvorschläge oder Fehlerberichte geschickt haben, Reza Elghazi, Stefan Salewski, für ihre Hilfe betreffend des Systemabsturzes unter OS 3.0, Horst Schumann, Fred Hamilton, den Beta-Tester für NICHT-AmigaDOS-Partitionen, Kai Rode, Stefan Salewski, für die deutsche Anleitung, Bryan Ford, Urban Dominik Mueller, und den übrigen Autoren der XPK-Library, und jedem anderen, der mir den Sharewarebeitrag geschickt hat. Ebenfalls vielen Dank an Yves Perronoud, Jean-Philippe Rapp, Marc Schaefer, und Michel Schinz für ihre konstante, begeisterte und (fast) bedingungslose Unterstützung. Programmstart ABackup kann vom CLI (Shell) und von der Workbench aus gestartet werden. Normalerweise versucht ABackup, einen Tochtertask (welcher die Schreiboperationen auf Diskette erledigt) zu starten, um die Geschwindigkeit des Backups zu erhöhen. Wenn das Erzeugen des Tochtertask fehlschlägt, erledigt ABackup die Schreiboperationen selbst, so wie auch die früheren Versionen von ABackup Vom CLI können Sie ABackup wie folgt starten: ABackup [FROM directory] [BUFSIZE size] [NOCOMP ext,ext,...] [NOTASK] [TMPDIR dir] [SIZE {BYTE|KBYTE|MBYTE|AUTO}] [USEASL] [FONT nameY] Die Option FROM ermöglicht es, das Verzeichnis, von dem ein Backup erstellt werden soll, anzugeben. Vorgabemäßig ist dieses das aktuelle Verzeichnis. Die Option BUFSIZE erlaubt es, die Größe des vom Tochtertask benutzten Schreibpuffers zu verändern, z.B. fordert "BUFSIZE 64" einen 64 K großen Puffer an. Vorgabemäßig ist dieser Puffer 12 K groß, damit ergibt sich die gleiche Geschwindigkeit wie mit der Version 2.43 von ABackup. Dieser Puffer verwendet Chip-Memory, aber er wird nur benutzt, wenn ein Backup auf Disketten gemacht wird. {Mit "Backup auf Disketten" ist immer das trackweise Schreiben der Daten auf Disketten gemeint, im Gegensatz zum Schreiben der Daten in eine normale Datei. Natürlich kann man auch auf Diskette Daten in Form einer Datei archivieren, aber dann muß man die Disk vorher formatieren und die Datei muß vollständig auf eine einzige Disk passen. In der Regel wird man daher das trackweise Beschreiben vorziehen, es ist auch schneller. An dieser Stelle noch eine Bemerkung: Mit K ist KiloByte = 1024 Bytes gemeint, und M steht entsprechend für Megabyte = 1024*1024 Byte.} Ein größerer Puffer kann die Geschwindigkeit des Backups um bis zu 20% erhöhen, aber ein extrem großer Puffer gibt nicht unbedingt die größte Geschwindigkeit: Die optimale Puffergröße ist abhängig von Ihrem Rechnermodell, von der benutzten Kompressionsmethode und von der durchschnittlichen Dateigröße. Auf meinem A3000 ist ein Puffer von 128 K recht optimal. Mit Hilfe der Option NOCOMP kann man Dateinamenendungen angeben, welche Dateien kennzeichnen, die nicht komprimiert werden sollen. Sie können bis zu 10 Endungen, getrennt durch ein Komma, angeben (z.B: "NOCOMP .lha,.info"). Diese Option überschreibt die Einstellungen, welche in der Konfigurationsdatei (s.u.) gespeichert sind. Mit dem Argument NOTASK kann man verhindern, daß ABackup einen Tochtertask erzeugt. Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn sehr wenig freier Speicher verfügbar ist, oder sonstige Probleme auftreten. Nach dem Schlüsselwort TMPDIR kann man ein Verzeichnis angeben, welches ABackup für seine temporären Dateien verwenden soll. Voreingestellt ist T:, aber das kann eventuell zu Speichermangel führen, wenn T: der Ramdisk zugewiesen ist. Bei wenig freiem Speicher sollte man für TMPDIR besser ein Verzeichnis auf der Festplatte benutzen. Mit dem Schlüsselwort SIZE kann man angeben, welche Einheit für die Anzeige der Dateigrößen verwendet werden soll, näheres dazu weiter unten. Das Argument USEASL bewirkt, daß statt des in ABackup integrierten Dateiauswahlrequesters der ASL-Requester benutzt wird, sofern er verfügbar ist. Nach dem Schlüsselwort FONT kann man angeben, welche Schrift verwendet werden soll. Voreingestellt ist die "Default Text Font", also die Schrift, die man auch in der Shell benutzt. Die angegebene Schrift darf keine Proportionalschrift sein, sonst wird sie ignoriert. Die Syntax ist "NameY", also z.B. "FONT topaz8". Von der Workbench aus kann man die Voreinstellungen von ABackup mit Hilfe der ToolTypes des Icons von ABackup verändern. Durch Hinzufügen der Zeile "BUFSIZE=" zu den ToolTypes kann man die Größe des von ABackup benutzten Schreibpuffers verändern. {Eventuell sind die ToolTypes schon vorhanden, aber in () eingeschlossen. Dann braucht man nur die runden Klammern zu entfernen, um die betreffende Einstellung wirksam zu machen.} Durch Hinzufügen der Zeile "NOCOMP=ext1, ext2,..." kann man veranlassen, daß Dateien, welche die Endungen ext1, ext2 usw. haben, von der Kompression ausgeschlossen werden. Die Zeile "NOTASK" verhindert, daß ABackup einen Tochtertask erzeugt. Die Zeile "SIZE=unit" bestimmt, in welcher Einheit die Dateigrößen angezeigt werden sollen. "USEASL" bewirkt, daß der ASL-Filerequester verwendet wird, und mit der Zeile "FONT=nameY" können Sie bestimmen, welche Schrift verwendet werden soll. Wenn Sie mit ABackup eine Archivdatei erzeugt haben, so können Sie in das Icon dieser Archivdatei ABackup als Default-Tool eintragen, oder Sie können auch ABackup mit einem Icon als Argument starten. Wenn dieses Icon das Icon eines Verzeichnisses ist, so wird der Inhalt dieses Verzeichnisses sofort geladen, und der Backupauswahlbildschirm (s.u.) wird sofort angezeigt. Wenn dies Icon ein Icon einer Datei ist, so nimmt ABackup an, daß es das Icon einer Archivdatei ist, lädt den Archivkatalog und zeigt den Restaurationsauswahlbildschirm (s.u.) an. Wenn das Programm startet, wird ein Bildschirm mit einigen Piktogrammen angezeigt: Klicken Sie mit der Maus einfach auf das gewünschte Symbol. Dieser Bildschirm hat auch ein kleines Pulldown- Menü mit den Menüpunkten "Konfig...", "Über..." und "Ende". Nach Anwahl von "Konfig..." kann man einige Voreinstellungen des Programms modifizieren (näheres dazu im folgenden Abschnitt "Voreinstellungen"), der Menüpunkt "Über.." zeigt Informationen über das Programm an, und "Ende" beendet das Programm. Voreinstellungen In der Mitte des Bildschirmes erscheint ein Fenster mit sechs Textfeldern. Die drei ersten Felder zeigen die Namen der Anzeigeprogramme, die benutzt werden sollen, wenn man sich den Inhalt einer Datei (Textdatei, Bild oder sonstige Datei) anzeigen lassen möchte, näheres dazu weiter unten. Die beiden nächsten Felder zeigen die Namen der externen Programme, welche eventuell zum Komprimieren bzw. Dekomprimieren benutzt werden sollen (siehe dazu den Abschnitt Komprimierung) und das letzte Feld zeigt den Namen des temporären Verzeichnisses (siehe oben). {Sie können die Textfelder mit der Maus anklicken und deren Inhalt nach Ihren Wünschen verändern.} Mit den drei Piktogrammen am unteren Rand des Fensters kann man entweder die Aktion abbrechen (d.h. nichts wird verändert), die Veränderungen übernehmen oder die Veränderungen Übernehmen und speichern. (Gespeichert wird die Konfiguration in die Datei "S:ABackup.config", sie wird dann beim nächsten Programmstart automatisch geladen.) Falls Sie die Voreinstellungen speichern, so wird ebenfalls die aktuelle Farbpallette abgespeichert. Dies erlaubt es Ihnen, mit einem anderen Hilfsprogramm die Bildschirmfarben von ABackup zu verändern. Requester Während der Benutzung von ABackup werden Sie des öfteren Requester mit einer Mitteilung und ein oder zwei Piktogrammen ("Ok", "Weiter/Abbruch", "Ja/Nein") sehen. Sie können die Requester beantworten, indem Sie mit der Maus einfach auf eines der Piktogramme klicken, oder auch indem Sie den ersten Buchstaben eines der Piktogrammtexte über die Tastatur eingeben. (Z.B. "O" für Ok, oder "N" für Nein.). Für eine positive Antwort ("Ok", "Ja", "Weiter") können Sie außerdem einfach die Returntaste betätigen, und für eine negative Antwort ("Nein", "Abbruch") können Sie die ESC-Taste drücken. Falls ein Requester Sie auffordert, eine Diskette in ein Laufwerk zu legen, so reicht es aus, die Diskette einzulegen, Sie brauchen also nicht extra auf "Weiter" zu klicken. Backup_einer_AmigaDOS-Partition Nach Anwahl dieses Piktogramms erscheint ein Filerequester, mit welchem man das Verzeichnis, von dem ein Backup gemacht werden soll, auswählen kann. Falls Sie mit der Maus auf das Piktogramm "Abbruch" klicken, so kehren Sie auf den Hauptbildschirm zurück. Wenn Sie dagegen auf "OK" klicken, so lädt ABackup das ausgewählte Verzeichnis ein. Dieses Laden können Sie ebenfalls Abrechen, indem Sie auf "Abbruch" klicken oder eine der Tasten "a", "A", oder betätigen. Wenn Sie wollen, daß bestimmte Unterverzeichnisse von ABackup nicht untersucht werden, so können Sie diese Unterverzeichnisse mit dem Kommentar "SKIPME" versehen. Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn sich in einem Unterverzeichnis nur Programme befinden, die Sie eh schon auf Diskette haben. ABackup kann jetzt auch mehrere Partitionen in ein Archivfile sichern. Um mehrere Partitionen auszuwählen können Sie die Mehrfachauswahl des Filerequesters benutzen: Klicken Sie mit der Maus auf die gewünschten Partitionsnamen, während Sie die Umschalttaste gedrückt halten. {Das geht wohl nur mit dem in ABackup integrierten Filerequester, nicht aber mit dem ASL-Requester. Übrigens müssen Sie bei dem eingebauten Filerequester die rechte Maustaste betätigen, um die Devices (DF0:, RAM: usw.) angezeigt zu bekommen.} Wenn Sie ABackup aus der Shell starten, so können Sie ebenfalls mit Hilfe der Option FROM mehrere Partitionen, jeweils getrennt durch ein Komma, angeben (z.B. "ABackup FROM DH0:,DH1:"). In diesem Fall wird, sofern Sie das Intuitioninterface benutzen, der Filerequester nicht angezeigt, wenn Sie auf "Backup_einer_AmigaDOS-Partition" klicken. Nachdem der Inhalt des ausgewählten Verzeichnisses eingeladen worden ist, erscheint der Auswahlbildschirm. Näheres zu diesem Bildschirm weiter unten im Kapitel "Auswahlbildschirm". Wenn Sie den Menüpunkt "Optionen" anwählen oder auf das gleichnamige Piktogramm klicken, können Sie folgende Backupeinstellungen verändern: Komprimierung Hier können Sie die Art der Kompression einstellen: Keine (Nein), Benutzung des internen Komprimierungsalgorithmus (Intern), Benutzung eines externen Programmes (Extern) oder Nutzung der XPK-Library (Nuke, BWLZ usw.). Näheres dazu weiter unten im Abschnitt "Komprimierung". Durch Anklicken dieses Piktogrammes wird die Einstellung zyklisch verändert, wenn Sie die Umschalttaste festhalten in umgekehrter Richtung. Überprüfen Ist "Ja" angewählt, so wird jeder Track der Diskette nach dem Beschreiben nochmal eingelesen und auf Korrektheit überprüft. Diese Option ist nur wirksam wenn ein Backup auf Disketten gemacht wird. Verschlüsselung Ist "Ja" eingestellt, so werden die Daten mit einem Paßwort, welches vor Beginn des Backups abgefragt wird, verschlüsselt. VORSICHT ! WENN SIE DIESES PASSWORT NICHT (MEHR) WISSEN, KÖNNEN SIE KEINE DATEN AUS DIESEM ARCHIV MEHR ZURÜCKHOLEN! Links Sichern Ist "Ja" eingestellt, so werden auch Verweise (Hard- oder Softlinks) gesichert. Links existieren erst ab OS 2.0. Aber ein Archiv, das Links enthält, kann auch unter Kickstart 1.3 restauriert werden. Dann werden die Links einfach ignoriert. Archiv-Bit setzen Ist "Ja" eingestellt, so werden am Ende des Backups die Archiv-Bits (siehe dazu auch den AmigaDOS-Befehl Protect) aller erfolgreich gesicherten Dateien und Verzeichnisse gesetzt. Sicherungsbericht Das linke Piktogramm bestimmt, ob ein Sicherungsbericht erstellt werden soll. Dieser kann auf dem Drucker ausgegeben oder in eine Datei geschrieben werden. Das rechte Piktogramm bestimmt, ob ein ausführlicher Bericht erzeugt werden soll (Lang), oder ob der Bericht nur über aufgetretene Fehler informieren soll (Kurz). Backup nach Hier können Sie auswählen, wohin die Daten gesichert werden sollen. {Sie können das Ziel über die Tastatur in das Stringgadget eintragen, nachdem Sie es zuvor angeklickt haben, oder Sie können auch mit der Maus auf das Symbol rechts neben dem Eingabefeld klicken, um dann mit dem Filerequester das Ziel auszuwählen.} Wenn Sie einen Namen der Form "df?:" (z.B. df0:, df1:, etc....) eingeben, so benutzt ABackup das entsprechende Diskettenlaufwerk als Ziel und beschreibt die Disketten in einem speziellen Format (Trackweise). In diesem Fall brauchen Sie die Disketten zuvor nicht zu formatieren. Andernfalls erzeugt ABackup als Archiv eine Datei mit dem angegebenen Namen. Beachten Sie, daß ABackup diese Datei auf jedem Gerät, welches die AmigaDOS Seek()- Funktion unterstützt, erzeugen kann. Sie können für das Backup auch mehrere Disklaufwerke nutzen: Geben Sie die Namen der Laufwerke getrennt durch ein Komma ein. Wenn Sie z.B. "df0:,df1:" eingeben, so wird ABackup mit der Disk in DF0: beginnen, dann die Disk in DF1: benutzen und dann wieder die in DF0: usw. Das Programm wechselt automatisch (ohne Requester) von einer Disk zur anderen, sofern die Disk im nächsten Laufwerk von Ihnen bereits gewechselt wurde. Nicht komprimieren Hier können Sie Dateinamenendungen eintragen, welche Dateien kennzeichnen, die nicht komprimiert werden sollen. Sie können bis zu zehn Endungen, jeweils getrennt durch ein Komma, angeben. Um den eigentlichen Backupvorgang zu starten, müssen Sie im Menü den Punkt "Start" anwählen oder auf das Piktogramm "Anfangen" klicken. {Zuvor werden Sie in der Regel noch auswählen, welche Dateien gesichert werden sollen, näheres dazu folgt in Kapitel "Auswahlbildschirm.} Falls ein Backupreport in eine Datei geschrieben werden soll, so wird nun durch einen Requester nach dem Namen dieser Datei gefragt. Klicken Sie auf "Abbruch, so wird keine Reportdatei generiert. Nun erscheint ein neuer Bildschirm, auf welchem verschiedene Informationen über den Fortgang des Backups angezeigt werden. Im unteren Bildschirmbereich werden die einzelnen Namen der Dateien angezeigt, gefolgt von der gerade ausgeführten Operation (Komprimieren, Schreiben usw.). Der "Balken" zeigt an, wie weit die Diskette (oder das entsprechende Medium) schon gefüllt ist. Falls Sie ein Backup auf Disketten machen, so können Sie die letzte Diskette aus dem Laufwerk entfernen, sobald die Meldung "Archiv geschlossen" angezeigt wird. Wenn irgendein Fehler auftritt, so wird, sofern dies möglich ist, eine Meldung angezeigt und gefragt, ob das Backup trotz des Fehlers fortgesetzt werden soll. Selbstverständlich wird die Datei, bei der das Problem auftrat, nicht gesichert. Rechts oben auf diesem Bildschirm befinden sich zwei Piktogramme. Das Piktogramm "* ABORT *" ermöglicht es das Backup abzubrechen. Wird es angeklickt, so kehrt ABackup nach einer Sicherheitsabfrage auf den Hauptbildschirm zurück. Mit dem Piktogramm "* PAUSE *" können Sie den Backupvorgang unterbrechnen und später wieder fortsetzen. Es kann passieren, daß ABackup nicht sofort auf das Anklicken eines dieser Piktogramme reagiert. In jedem Fall wird das Programm aber reagieren, bevor die nächste Datei in das Archiv geschrieben wird. Wenn das Backup beendet ist, so erscheint eine entsprechende Nachricht, und das Programm kehrt zum Hauptbildschirm zurück. Backup_einer_Nicht-AmigaDOS-Partition Mit dieser Funktion kann man z.B. ein Backup einer MS-DOS-Partition erstellen, oder auch ein Backup einer kompletten AmigaDOS-Partition erstellen, ohne sich um deren Inhalt zu kümmern. Nach Anklicken dieses Piktogramms erscheint der Auswahlbildschirm, und zeigt eine Liste aller vorhandenen Partitionen des Systems. Sie können nur eine Partition auf einmal sichern. Auch hier können Sie wie bei dem normalen Backup verschiedene Backupoptionen einstellen (Menü oder Piktogramm "Optionen"), aber es kann keine externe Kompression benutzt werden. Der Backupvorgang ist fast identisch mit dem des normalen Backups. Näheres dazu weiter oben im Kapitel "Backup einer AmigaDOS-Partition". Bitte beachten Sie hierzu auch den folgenden Abschnitt "Restaurieren". Restaurieren_einer_Partition Wenn Sie diese Funktion angewählt haben, so erscheint ein neuer Bildschirm mit einer Reihe von Piktogrammen. Klicken Sie auf "Abbruch", so kehren Sie zum Hauptbildschirm zurück. Entsprechend Ihrer Hardwarekonfiguration sind nur die Diskettenlaufwerke anwählbar, die bei Ihnen vorhanden sind. Wenn Sie Daten von Disketten zurückholen wollen, so klicken Sie auf eines der Disklaufwerksymbole. ABackup wird Sie dann auffordern die letzte dieser Sicherungsdisketten einzulegen, und dann das Dateiverzeichnis von dieser Disk einlesen. Wollen Sie dagegen Daten aus einer Datei zurückholen, so klicken Sie auf "Von Datei". Daraufhin erscheint ein Filerequester, mit dem Sie die Datei auswählen können. Falls das ausgewählte Archiv von einem Backup einer Nicht-DOS- Partition stammt, so fragt ABackup Sie, ob Sie es wirklich zurückschreiben wollen. Wenn Sie zustimmen, startet das Zurückschreiben sofort, näheres dazu weiter unten. VORSICHT: Das Wiederherstellen einer Nicht-Dos-Partition ist nur möglich, wenn sich an der betreffenden Partition physikalisch nichts geändert hat. Das bedeutet u.a., daß die Größe und die Lage der Partition nicht verändert worden sein darf. ABackup kann die Partition nicht selbstständig formatieren, eventuell müssen Sie das zuvor erledigen.  Wenn das ausgewählte Archiv das Backup einer AmigaDOS-Partition enthält, so lädt ABackup das Verzeichnis der Dateien dieses Archivs und wechselt zum Auswahlbildschirm. Der Auswahlbildschirm wird weiter unten beschrieben. Sie können die folgenden Einstellungen für die Restauration verändern, wenn Sie auf das Piktogramm "Optionen" klicken oder den gleichnamigen Menüpunkt in dem Pulldown-Menü anwählen: Verzeichnisbaum restaurieren Die Einstellung "Ja" bedeutet, daß die Dateien wieder in die Verzeichnisse, in denen sie sich ursprünglich befunden haben, einsortiert werden. Dabei werden die Verzeichnisse, falls sie nicht mehr existieren sollten, wieder neu angelegt. Ist dagegen "Nein" eingestellt, so werden alle Dateien in einem einzigen Verzeichnis abgelegt. Datum restaurieren Hier können Sie wählen, ob die Dateien wieder mit dem Datum, das sie zum Zeitpunkt des Backups hatten, versehen werden sollen. Links restaurieren Ist "Ja" eingestellt, so werden auch Verweise (Hard- oder Softlinks) wieder erzeugt. Dies ist nur ab OS 2.0 von Bedeutung. Restaurationsbericht Hier können Sie einstellen, ob ein Restaurationsbericht auf dem Drucker oder in eine Datei erzeugt werden soll, und ob der Bericht ausführlich oder knapp sein soll. Leere Verzeichnisse restaurieren Hier stellen Sie ein, ob auch leere Verzeichnisse (wie in der Regel Trashcan) wieder hergestellt werden sollen, sofern sie nicht mehr existieren. Dateien ersetzen Hier können Sie einstellen, was ABackup tun soll, wenn eine Datei, welche restauriert werden soll, bereits existiert. Es existieren folgende Einstellmöglichkeiten: "Nein" (existierende Dateien werden nicht überschrieben), "Ja" (Dateien werden immer überschrieben), "Fragen" (Programm fragt, ob die existierende Datei ersetzt werden soll), "Älter" (Die Datei wird ersetzt, falls sie älter als die gleichnamige Datei im Archiv ist). Restaurieren von Hier können Sie, sofern Sie von Diskette restaurieren, wählen welche Disklaufwerke benutzt werden sollen. Geben Sie die Namen der Laufwerke, jeweils getrennt durch ein Komma, in das Eingabefeld ein. Wenn Sie z.B. "df0:,df1:" angegeben haben, so beginnt ABackup mit dem Laufwerk DF0:, fährt dann mit Laufwerk df1: fort, benutzt dann wieder DF0: usw. Sofern Sie immer die richtigen Disketten einlegen, wechselt das Programm automatisch von einem Laufwerk auf das andere, ohne einen Requester anzuzeigen. Restaurieren nach Normalerweise werden die Dateien wieder in das Verzeichnis, aus dem sie stammen, kopiert. Aber Sie können hier auch ein anderes Verzeichnis angeben. Um das eigentliche Restaurieren zu starten, klicken Sie auf das Piktogramm "Anfangen" oder wählen im Menü den Punkt "Start" an. Falls Sie einen Restaurationsbericht haben wollten, so werden Sie jetzt nach einen Namem für diese Datei gefragt. Klicken Sie auf "Abbruch", so wird kein Restaurationsbericht erzeugt. Jetzt wird ein neuer Bildschirm, welcher verschiedene Informationen über den Fortgang der Restauration anzeigt, geöffnet. Im unteren Bildschirmbereich werden jeweils die Dateinamen, gefolgt von der gerade getätigten Operation, angezeigt. Falls irgendein Fehler auftritt, so wird, sofern dies möglich ist, eine Fehlermeldung ausgegeben und gefragt, ob Sie dennoch fortfahren wollen. Natürlich wird in diesem Fall die Datei, bei der das Problem auftrat, nicht restauriert. Falls auch Verweise restauriert werden sollen, so werden diese ganz am Ende, nachdem alle anderen Dateien und Verzeichnisse erzeugt worden sind, angelegt. Rechts oben in diesem Bildschirm befinden sich zwei Piktogramme. Mit dem Piktogramm "* ABORT *" können Sie die Restauration abbrechen. Wählen Sie dieses Piktogramm an, so kehren Sie nach einer Sicherheitsabfrage zum Auswahlbildschirm zurück. Durch Anklicken des Piktogrammes "* PAUSE *" können Sie die Restauration unterbrechen und später fortfahren. Es kann vorkommen, daß ABackup nicht sofort auf das Anklicken eines dieser Piktogramme reagiert. Aber in jedem Fall wird Ihre Aktion registriert, bevor die nächste Datei aus dem Archiv gelesen wird. Ist die Restauration beendet, so informiert Sie ABackup darüber und kehrt dann zum Hauptbildschirm zurück. Falls Sie eine Nicht-DOS- Partition restauriert haben, so müssen Sie Ihren Amiga neu booten, damit das Betriebssystem die Partition und dessen Inhalt korrekt erkennt. Katalog_rekonstruieren Diese Funktion werden Sie in der Regel nicht benötigen, es sei denn, Sie haben die letzte Disk Ihres Diskettenbackups verloren, oder das Archiv ist irgendwie beschädigt worden. Mit dieser Funktion wird der zum Archiv gehörende Katalog, welcher für das Restaurieren nötig ist, neu erzeugt. Beachten Sie aber, daß dieser Vorgang nicht automatisch alle Fehler korrigieren kann, diese Funktion sollte daher nur von erfahrenen Nutzern benutzt werden. {Wenn man mit den Sicherungsdisketten (oder Dateien) sorgfältig umgeht, die Disketten auch sorgfältig beschriftet (Disknummer, Datum, Partition) und gute Disketten benutzt, so wird man diese Funktion wohl nie benötigen.} Falls das beschädigte Archiv eine Datei ist, so sollten Sie zuvor eine Kopie dieser Datei erzeugen, um zu verhindern, daß das Archiv bei der Rekonstruktion zerstört wird. Sie müssen außerdem Überprüfen, ob der erste Header sich an einer Sektorengrenze befindet, also daß seine Adresse ein Vielfaches von 512 ist. Dazu können Sie den CLI-Befehl "TYPE archiv HEX" benutzen. Das erste und dritte Langwort eines Headers hat jeweils den Wert "ABCK". Wenn sich das Archiv auf Diskette befindet, so müssen Sie die Disketten in der Reihenfolge einlegen, in der sie auch beschrieben wurden. Dieses funktioniert auch, wenn Sicherungsdisketten verloren gegangen sind, aber natürlich fehlen dann einige Dateien. Haben Sie diese Funktion angewählt, so erscheint ein Auswahlbildschirm, in dem Sie wie beim Restaurieren das beschädigte Archiv auswählen können. Haben Sie das Archiv ausgewählt, so lädt ABackup es ein, jeweils eine Datei nach der anderen. Dabei werden auf einem neuen Bildschirm einige Informationen über den Fortgang der Operation angezeigt. Wurden alle Dateien eingelesen, so wird der neue Katalog erzeugt. Falls es sich um ein Diskettenarchiv handelt, werden Sie aufgefordert, eine neue Diskette einzulegen, auf welche der Katalog geschrieben wird. Dies ist fortan die sogenannte "letzte Disk", d.h. wann immer ABackup Sie auffordert die letzte Disk des Diskettensatzes einzulegen, so ist diese Disk gemeint. Der_Auswahlbildschirm Dieser bereits mehrfach erwähnte Bildschirm besteht aus dem oberen Bereich, in welchem sich einige Piktogramme befinden, und dem unteren Bereich, in welchem die Dateien und Unterverzeichnisse des aktuellen Verzeichnisses angezeigt werden. Anfangs sind keine Dateien oder Verzeichnisse angewählt. Dateinamen werden in schwarz auf grauem Untergrund dargestellt, Verzeichnisnamen in weiß auf grauem Untergrund. Verzeichnisse, in welchen sich mindestens eine angewählte Datei befindet, werden auf schwarzem Hintergrund dargestellt. Sie können wie in einem Filerequester durch die Liste der Namen scrollen. In dem Feld "Verzeichnis" wird der Name des aktuellen Verzeichnisses angezeigt, und in dem Feld "Auswahl" können Sie lesen wie viele Dateien momentan ausgewählt sind und wie viel Bytes sie insgesamt beanspruchen. Um eine Datei anzuwählen, klicken Sie einfach mit der Maus auf den Namen der Datei. Nun wird der Dateiname in schwarz auf blauem Hintergrund dargestellt, und das Feld "Auswahl" verändert sich entsprechend. Klicken Sie auf einen bereits angewählten Dateinamen, so geht er wieder in den unangewählten Zustand über usw. Um einen ganzen Bereich von Dateien anzuwählen, klicken Sie auf den ersten Namen und bewegen die Maus über die übrigen Dateinamen, während Sie die linke Maustaste weiterhin gedrückt halten. Sie können sich auch den Inhalt einer Datei anzeigen lassen, indem Sie den entsprechenden Dateinamen zweimal kurz hintereinander anklicken (Doppelklick), näheres dazu folgt im Abschnitt "Anzeigen". Wenn Sie auf den Namen eines Unterverzeichnisses klicken, können zwei Dinge passieren. Ist das Verzeichnis leer, so wird es wie eine Datei selektiert oder deselektiert. Ist es nicht leer, so wird nach dem Anklicken des Namens der Inhalt dieses Verzeichnisses dargestellt, und das Feld "Verzeichnis" ändert sich entsprechend. Um wieder zum übergeordneten Verzeichnis zurückzukehren, können Sie entweder auf das Piktogramm "Mutterv(erzeichnis)" klicken, oder auch das große unbeschriftete Feld am linken Bildschirmrand anklicken. Mit dem Piktogramm "Wurzelv." können Sie, (wenn Sie sich in einem tiefliegenden Unterverzeichnis befinden) wieder zum ursprünglichen Verzeichnis zurückkehren. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, die Umschalttaste gedrückt zu halten, während man ein Verzeichnis anklickt. Dann bezieht sich die Selektion oder Deselektion auf den gesamten Inhalt des Verzeichnisses. Im oberen Bildschirmbereich gibt es zwei gleichnamige Piktogrammreihen. Hiermit können Sie ganze Gruppen von Dateien und Verzeichnissen Selektieren (erste Reihe, Einschließen) oder Deselektieren (zweite Reihe, "Ausschließen"). Alle Hiermit wählem Sie entweder alle Dateien (und Verzeichnisse) aus, oder Sie bringen umgekehrt alle in den unangewählten Zustand. Nach Namen Hiermit können Sie Dateien und Verzeichnisse über ihren Namen (bzw. Namensmuster) auswählen. Ein Namensmuster kann die von AmigaDOS bekannten Zeichen enthalten, '#' oder '?' unter der Betriebssystemversion 1.3, und '#', '?', '|', '~', '%', und Klammern ab OS 2.0. Näheres dazu im AmigaDOS Benutzerhandbuch. Haben Sie auf dieses Piktogramm geklickt, so öffnet sich ein neues Fenster. Tragen Sie in das Eingabefeld den Dateinamen oder das Namensmuster ein und betätigen Sie die -Taste. Klicken Sie nun auf "==", so sind von diesem Vorgang alle Dateien und Verzeichnisse betroffen, die mit dem eingegebenen Namen(smuster) übereinstimmen. Klicken Sie dagegen auf "!=", so sind die Dateien und Verzeichnisse betroffen, welche mit dem Namensmuster nicht übereinstimmen. Sie können diese Aktion auch abbrechen, indem Sie auf das Fensterschließsymbol klicken. Nach Datum Hiermit können Sie Dateien oder Verzeichnisse über ihr Datum einschließen oder ausschließen. In das Eingabefeld des sich öffnenden Fensters können Sie das Datum und/oder die Uhrzeit in folgender Weise eintragen: DD-MM-YY or DD-MMM-YY für das Datum (z.B. "01-03-92" oder "01-Mar-92"), und HH:MM:SS für die Uhrzeit. Betätigen Sie die -Taste, um Ihre Eingabe abzuschließen, und klicken Sie entweder auf das Symbol "<=" oder auf ">=", je nachdem ob sich Ihre Auswahl auf Dateien und Verzeichnisse bezieht, die jünger oder älter als das eingegebene Datum sind. Falls Sie nur die Uhrzeit eingeben, so ist das Datum das jeweils aktuelle Datum. Wenn Sie dagegen nur das Datum eingeben, so wird als Uhrzeit "23:59:59" angenommem, falls Sie auf "<=" geklickt haben, oder es wird als Uhrzeit "00:00:00" genommen, wenn Sie auf ">=" geklickt haben. Auch diese Operation können Sie abbrechen, indem Sie das Fenster einfach schließen. Nach Bits Hiermit selektieren Sie Dateien oder Verzeichnisse nach deren Schutzbits. Wie gewohnt öffnet sich ein Fenster mit einem Eingabefeld. Geben Sie die Kennbuchstaben der Bits, welche benutzt werden sollen, in das Feld ein und schließen Sie die Eingabe mit ab. (Zu den Bits siehe auch den CLI-Befehl Protect.) Klicken Sie nun entweder auf das Symbol "= 1", um Dateien und Verzeichnisse auszuwählen, die die angegebenen Bits gesetzt haben, oder auf "= 0" um diejenigen auszuwählen, die diese Bits nicht gesetzt haben. Auch diese Operation können Sie abbrechen, wenn Sie auf das Schließsymbol des Fensters klicken. Mit dem Piktogramm "Invert." können Sie die aktuelle Auswahl invertieren, was nicht ausgewählt war wird ausgewählt und umgekehrt. Das Piktogramm "Rekursiv" beeinflußt sowohl das Verhalten des "Invert."-Piktogramms, als auch die Wirkungsweise der Piktogramme "Alle", "Nach Namen", "Nach Datum", "Nach Bits": Ist "Rekursiv" angewählt, so beziehen sich diese Aktionen auch auf alle Dateien, die in Unterverzeichnissen des aktuellen Verzeichnisses enthalten sind. Ist "Rekursiv" nicht angewählt, so sind dagegen nur die Dateien im aktuellen Verzeichnis betroffen. Der Auswahlbildschirm hat auch drei Pulldown-Menüs. Mit dem Menü "Größe" können Sie auswählen, welche Größeneinheit (Bytes, K-Bytes oder M-Bytes) für das Anzeigen der Dateigrößen verwendet werden soll. Ist "Automatisch" ausgewählt, so paßt sich die Größeneinheit automatisch der Dateigröße an. Das Menü "Auswahl" wird weiter unten beschrieben. Das erste Menü trägt entweder den Namen "Backup" oder "Restauration" (je nachdem ob Sie gerade ein Backup oder eine Restauration machen), und bietet folgende Funktionen: Start Hiermit starten Sie das Backup oder das Restaurieren. Sind noch keine Dateien oder Verzeichnisse ausgewählt, so erscheint eine Fehlermeldung. Optionen Hiermit öffnen Sie ein neues Fenster, um die verschiedenen Einstellungen für das Backup oder die Restauration zu verändern. Abschätzungen Hiermit erhalten Sie eine Abschätzung der benötigten Zeit und der vermutlich benötigten Diskettenanzahl. Das Ergebnis hängt ab von der Größe und Anzahl der angewählten Dateien, den eingestellten Backup- Optionen und dem Prozessor in Ihrem Rechner. Das Ergebnis ist nicht sehr genau, insbesondere wenn noch andere Programme gleichzeitig auf Ihren Rechner laufen. Es wird jeweils davon ausgegangen, daß Sie ein Backup von Festplatte auf Diskette machen. Über... Nach Anwahl dieses Punktes wird etwas Information über das Programm angezeigt. Um fortzufahren, schließen Sie das Fenster, klicken einfach mit der Maus in das Fenster oder drücken eine beliebige Taste. Abbruch Hiermit können Sie jeweils die ganze Operation abbrechen. Nach einer Sicherheitsabfrage kehren Sie auf den Hauptbildschirm zurück. Fehlerbehandlung Falls bei einer Schreiboperation auf Diskette ein Schreibfehler auftritt (Diskette defekt), so erscheint folgende Botschaft: "Schreibfehler auf DFx:, soll ich versuchen, weiterzumachen ?". Wenn Sie mit "Nein" antworten, wird der Backupvorgang abgebrochen. Antworten Sie mit "Ja", so werden alle Daten von der defekten Diskette auf eine neue Disk kopiert, und dann wird mit dem Backup fortgefahren. Bei diesem Kopiervorgang wird nur ein einziges Laufwerk verwendet. Sie müssen die defekte Disk durch eine andere vom gleichen Typ ersetzen, Sie dürfen also z.B. nicht eine HD-Disk (1.76M) durch eine normale DD- Disk mit 880 K ersetzen. VORSICHT: Folgen Sie den Anweisungen des Programms: Entfernen Sie nicht die fehlerhafte Disk bevor ABackup Sie auffordert, eine neue Disk einzulegen. Eventuell müssen Sie mehrfach die neue und die defekte Disk austauschen, falls der freie Speicher nicht ausreicht, um die Daten in einem Durchgang zu kopieren.  Anzeigen {Abackup bietet auch die Möglichkeit, einzelne Dateien eines Archivs mit Hilfe von externen Programmen anzeigen zu lassen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie ganz bestimmte Dateien aus dem Archiv extrahieren wollen, sie über ihren Dateinamen aber nicht eindeutig identifizieren können.} Von dem Auswahlbildschirm aus können Sie sich jede Datei ansehen, indem Sie einfach auf den betreffenden Namen Doppelklicken. Dann erscheint ein Fenster mit verschiedenen Piktogrammen. In dem Feld "Ausführen" sehen Sie, welches Programm benutzt wird, um die betreffende Datei anzuzeigen. Über diesem Feld können Sie den Dateinamen und den Dateityp der Datei lesen. Sie können den Namen des Anzeigeprogramms auch verändern. Klicken Sie nun auf "Anzeigen", so wird die Datei mit Hilfe des externen Programms angezeigt, klicken Sie auf "Abbrechen" wird die Aktion abgebrochen. Wenn Sie sich einen Verweis (Link) anzeigen lassen, so zeigt Ihnen ABackup an, auf welche Datei oder auf welches Verzeichnis dieser Link zeigt. Wenn Sie versuchen, sich eine Nicht-Dos-Partition anzusehen, so werden die Charakteristika dieser Partition angezeigt. Komprimierung Um die Archivgröße zu reduzieren, kann ABackup die zu archivierenden Dateien zuvor komprimieren. Vorgabemäßig wird der selbe Algorithmus benutzt, den auch der UNIX-Befehl "Compress" verwendet. In diesen Fall können Sie auf eine Reduzierung der Archivgröße um ca. 30 bis 50% hoffen, allerdings wird auf einem normalen 68000-Amiga die Geschwindigkeit des Backups deutlich verringert. Dateien, welche die Endungen ".lha", ".lzh", ".zoo", ".arc", ".pp", oder ".z" haben, werden nicht komprimiert. Das gleiche gilt für Dateien, die kleiner als 512 Byte sind. Wie Sie weitere Dateiendungen von Dateien, die nicht komprimiert werden sollen, angeben können, wurde weiter oben bereits erklärt. Außerdem untersucht ABackup jeweils den Dateianfang, um zu erkennen ob die Datei bereits mit dem PowerPacker oder mit XPK komprimiert ist. Weiterhin können Sie auch ein externes Programm für die Komprimierung und Dekomprimierung verwenden. Dazu müssen Sie im Hauptbildschirm von ABackup den Menüpunkt "Konfig" anwählen und dann in die beiden Eingabefelder den jeweiligen Befehl zum Komprimieren und Dekomprimieren eingeben. Dabei müssen Sie sich an folgende Syntax halten: %0 vollständiger Name der Quelldatei %1 Pfadname der Quelldatei %2 Basisname der Quelldatei %3 vollständiger Name der Zieldatei %4 Pfadname der Zieldatei %5 Basisname der Zieldatei Die alten Angaben "%s" und "%d" sind auch weiterhin gültig, und entsprechen den neuen Angaben "%0" und "%3". Hier nun zwei Beispiele: 1) Benutzung der Befehle Crunch und Decrunch des "PowerPacker" (© by Nico François) Crunch %s %d NOLED NOPER NOSUFFIX EFFICIENCY 1 Decrunch %s %d QUIET 2) Benutzung des Archivierungsprogrammes LHA (© by Stefan Boberg) Lha a %d %s Lha e %s %5 %4 Es ist sinnvoll die externen Programme wenn möglich resident zu machen, oder wenigstens nach RAM: zu kopieren, um die Ladezeiten so gering wie möglich zu machen. Eventuell müssen Sie dann den vollen Pfadnamen der Programme angeben. Natürlich können Sie die externe Kompression erst dann verwenden, wenn Sie die entsprechenden Befehlsnamen eingegeben haben. Während eines Backups oder einer Restauration führt ABackup die angegebenen Programme automatisch aus und leitet ihre Ausgaben in die Datei "T:ABackup.log" um. Falls irgendwelche Probleme auftauchen, so finden Sie in dieser Datei eventuell die Fehlerursache. Beachten Sie, daß die externe Kompression nicht benutzt werden kann, wenn Sie ein Backup einer Nicht-Dos-Partition erstellen. ABackup kann nun auch die XPK-Library (Fish 754) zur Komprimierung benutzen. Diese Library wird automatisch erkannt, sofern Sie bei Ihnen installiert ist. Sie können in dem Optionenfenster dann eine der Komprimierungsmethoden der XPK-Library auswählen. Dem Namen der Methode wird dabei jeweils ein "x" vorangestellt, also z.B. "x BLZW". Beachten Sie immer, daß Sie ein Archiv, welches mit einem externen Programm oder der XPK-Library komprimiert wurde, nur verwenden können, wenn Sie das entsprechende Dekomprimierungsprogramm verfügbar haben. Deshalb sollten Sie auf die Komprimierung verzichten, falls Sie das Archiv an andere weitergeben wollen. {Die Komprimierung mit XPK ist in der Regel wohl die beste Methode, und wesentlich einfacher, als die Benutzung eines externen Programms. Beachten Sie hierzu auch die beiliegende Datei "Benchmark", in welcher die einzelnen Komprimierungsalgorithmen gegenübergestellt werden. Aber Vorsicht: Ein Backuparchiv nützt Ihnen nicht viel, wenn Sie keinen Zugriff auf das Programm ABackup selbst und auf eventuell nötige Dekomprimierungssoftware haben. Kopieren Sie sich dieses umbedingt auf eine Bootdiskette, denn wenn die SYS:-Partition der Festplatte mal versehentlich formatiert wird, müssen Sie wohl von Disk booten.} Der_Katalog ABackup erzeugt einen sogenannten Katalog von allen archivierten Dateien, und benutzt diesen beim Restaurieren. Dieser Katalog wird jeweils an das Archiv angehängt. Falls der Katalog verloren geht (Archivdatei beschädigt, oder letzte Disk verloren) so können Sie mit der Funktion "Katalog rekonstruieren" wie oben beschrieben einen neuen Katalog erzeugen. Diese Version von ABackup erzeugt ein neues, kompakteres Katalogformat, es ist zwei oder drei mal kleiner als das ursprüngliche. Die Größe des Katalogs wird nun angezeigt, wenn ABackup den Katalog an das Archiv anhängt. Natürlich kann diese Version von ABackup auch alte Kataloge lesen, aber nicht umgekehrt. Aber auch mit diesem neuen Katalogformat kann es bei sehr großen Archiven (mehrere tausend Dateien) zu Speichermangel kommen, da der Katalog viel Speicher beansprucht. Wenn Sie jemals beim Einlesen eines Katalogs die Meldung "nicht genügend Speicher" erhalten, so können Sie folgende zwei Tricks benutzen, um Ihre Dateien dennoch zu restaurieren. Zuerst einmal sollten Sie Ihren Rechner neu Booten, damit der Speicher nicht zu sehr fragmentiert ist, und Sie sollten möglichst keine anderen Programme gleichzeitig laufen lassen und natürlich auch keine RAD:- Disk oder ähnliches anlegen. Tun Sie möglichst alles, um Ihren freien Speicher so groß wie möglich zu lassen. Dann können Sie wie weiter oben bereits gesagt das Schlüsselwort TMPDIR verwenden (oder den entsprechenden ToolType-Eintrag) um das temporäre Verzeichnis einer Festplattenpartition mit mindestens 1 M freiem Speicher zuzuweisen. Versuchen Sie nun erneut die Restaurierung durchzuführen. Wenn auch dieses wieder mißlingt, so müssen Sie die zweite Methode anwenden: Die zweite Methode besteht darin, daß Sie neue, kleinere Kataloge anlegen. Falls das Archiv mit einer älteren Version von ABackup erzeugt worden ist, so probieren Sie zuerst einen einzigen neuen Katalog zu erzeugen. Da das neue Katalogformat kompakter ist, wird das wahrscheinlich schon ausreichen. Wenn nicht, so müssen Sie mehrere Kataloge erzeugen: Teilen Sie Ihr Archiv in mehrere Teile, und erzeugen Sie einen neuen Katalog zu jedem Teil. Das_Auswahl_Menü ABackup bietet die Möglichkeit, einen gesamten Auswahlvorgang (bei dem Sie die Dateien auswählen, welche Sie sichern wollen) aufzuzeichnen, so daß Sie den Auswahlprozeß später wieder abrufen können. Dies ist nützlich, wenn Sie oft die gleichen Auswahloperationen machen. Der Auswahlprozeß wird als Textdatei, welche aus einzelnen Befehlszeilen besteht, im logischen Laufwerk "ABCK:" abgelegt. {Sie müssen daher zuvor dieses logische Laufwerk zuweisen, z.B. mit "Assign ABCK: S:".} Um einen Auswahlvorgang aufzuzeichnen, müssen Sie im Menü "Auswahl" "Aufzeichnen" anwählen. Danach führen Sie wie gewohnt Ihren Auswahlprozeß durch. Während dieser Zeit ist übrigens das Menü "Backup" bzw. "Restaurieren" nicht sichtbar. Ist Ihre Auswahl beendet, so wählen Sie "Speichern" im Auswahlmenü an, um die Auswahl abzuspeichern. Mit dem Menüpunkt "Abbruch" können Sie eine begonnene Aufzeichnung jederzeit unterbrechen. Um eine gespeichrte Auswahl wieder einzuladen, wählen Sie "Laden" im Auswahlmenü an. Nun können Sie mit dem Filerequeser die Auswahldatei auswählen. Klicken Sie auf "Ok", so wird die Auswahldatei eingeladen und ausgeführt. Hier nun eine Beschreibung der von ABackup verwendeten "Auswahlsprache". Sie können mit einen Texteditor solche Auswahldateien verändern oder auch selber erzeugen. CD : zum Wurzelverzeichnis zurückgehen CD / zum Mutterverzeichnis zurückgehen CD "dir" ins angegebene Verzeichnis gehen INVERT Auswahl umkehren RECURS {YES|NO} Rekursion an oder aus INCLUDE ALL alles einschließen INCLUDE "name" die Datei oder das Verzeichnis einschließen INCLUDE NAME "name" {==|!=} Auswahl durch Namen INCLUDE DATE "date" {<=|>=} Auswahl durch Datum INCLUDE BITS "bits" {=0|=1} Auswahl über Schutzbits EXCLUDE ALL alle Dateien ausschließen EXCLUDE "name" die Datei oder das Verzeichnis ausschließen EXCLUDE NAME "name" {==|!=} Ausschluß durch Namen EXCLUDE DATE "date" {<=|>=} Ausschluß durch Datum EXCLUDE BITS "bits" {=0|=1} Ausschluß über Schutzbits Hier nun ein Beispiel für eine Auswahldatei: RECURS YES ; zum Wurzelverzeichnis CD : ; jede Auswahl löschen EXCLUDE ALL ; alle Dateien einschliessen, welche das Archivbit nicht gesetzt haben INCLUDE BITS "a" =0 ; alle Dateien mit der Endung ".o" ausschließen EXCLUDE NAME "#?.o" == Beachten Sie, daß leere Zeilen und Zeilen die mit einen ";" beginnen ignoriert werden. Beachten Sie auch, daß ABackup automatisch am Anfang der Auswahldatei den Status des Rekursionsschalters abspeichert: Wenn Sie sich die Auswahldateien ansehen, so werden Sie feststellen, daß sie alle mit dem Befehl "RECURS" beginnen. Wenn Sie sicherstellen wollen, daß eine vorherige Auswahl vollständig gelöscht wird, so ist es am besten wenn Sie alle Aufzeichnungen beginnen, indem Sie auf "Wurzelv." und dann auf "Alles Ausschließen" klicken. Benutzung_ohne_Intuition-Interface ABackup kann vom CLI aus auch ohne grafisches Interface verwendet werden. Das kann sinnvoll sein, wenn automatisch Backups erzeugt werden sollen, z.B. mit Hilfsprogrammen wie etwa "cron". Dabei sind vier Operationen erlaubt: Backup, Restauration, Katalog rekonstruieren und Archivinhalt anzeigen. Der Aufruf von ABackup lautet dann für ein Backup: ABackup BACKUP FROM dir TO arc SELECT {ALL|ARC|NDOS|file} [OPTIONS {C|V|A|L|S|K}] [NOCOMP ext,ext,...] [VERBOSE] [REPORT file] [BUFSIZE size] [NOTASK] [TMPDIR dir] Dabei ist "dir" das Verzeichnis, das gesichert werden soll, und "arc" der Name des Archivs, das erzeugt werden soll. Das Argument "SELECT" erlaubt es Dateien für das Backup auszuwählen. Dem Schlüsselwort "SELECT" muß entweder der Name einer Selektionsdatei folgen (etwa "ABCK:FullBackup"), oder das Schlüsselwort "ALL" welches bewirkt, daß alle Dateien angewählt werden, oder das Schlüsselwort "ARC" welches alle Dateien mit gelöschtem Archivbit anwählt, oder das Schlüsselwort "NDOS", welches bewirkt, daß von der Partition ein Backup als Nicht- Dos-Partition gemacht wird. Mit dem Argument "OPTIONS" kann man die Backupoptionen verändern (Vorsicht: Vorgabemäßig sind alle Optionen gelöscht): "C" steht für Kompression, "V" für Überprüfung, "A" für das Setzen des Archivbits, "L" für das Sichern von Verweisen, "S" für einen kurzen Sicherungsbericht, "K" für das Verschlüsseln der Daten. Sie können mehrere Optionen angeben, etwa "OPTIONS CV". Das Argument "REPORT" bewirkt, daß eine Berichtdatei erzeugt wird. Geben Sie dabei "PRT:" statt eines Dateinamens an, wenn der Bericht ausgedruckt werden soll. Das Argument "VERBOSE" sorgt dafür, daß während des Backups mehr Informationen ausgegeben werden. Die übrigen Argumente wurden weiter oben schon beschrieben. Die Restauration kann mit folgender Eingabezeile gestartet werden: ABackup RESTORE FROM arc [TO dir] SELECT {ALL|NDOS|file} [OPTIONS {F|D|E|L|S}] [REPLACE {YES|ASK|OLDER}] [VERBOSE] [REPORT file] [BUFSIZE size] [NOTASK] [TMPDIR dir] Dabei ist "arc" der Name des Archivs. Mit dem Argument "SELECT" können Sie Dateien für die Restauration auswählen. Diesem Argument muß der Name einer Auswahldatei folgen (etwa "ABCK:SourceFiles"), oder das Schlüsselwort "ALL", welches es erlaubt alle Dateien auszuwählen, oder das Schlüsselwort "NDOS", welches es erlaubt eine Restauration einer Nicht-Dos-Partition zu machen. Das optionale Argument "TO dir" erlaubt es, die Files in das angegebene Verzeichnis abzuspeichern, statt in das Verzeichnis aus dem sie ursprünglich stammen. Mit dem optionalen Argument "OPTIONS" kann man die Restaurationsoptionen verändern. (Vorsicht, vorgabemäßig sind alle Optionen gelöscht.) "F" bewirkt, daß alle Dateien in dem selben Verzeichnis abgelegt werden, "D" bewirkt daß das Datum restauriert wird, "E" daß leere Verzeichnisse wieder angelegt werden, "L" daß Verweise wiederhergestellt werden, und "S" veranlaßt, daß ein kurzer Bericht erzeugt wird. Sie können mehrere Optionen angeben, z.B. "OPTIONS FE". Mit dem optionalen Argument "REPLACE" können Sie bestimmen, was ABackup tun soll, wenn eine Datei, die restauriert werden soll, bereits existiert. Diesem Schlüsselwort muß entweder "YES" (oder "Y", die Datei wird ersetzt), oder "ASK" (bzw. "A", Sie werden nach Ihrer Zustimmung gefragt), oder "OLDER" folgen (oder "O", die Datei wird nur ersetzt wenn sie älter als die im Archiv ist). Vorgabemäßig werden keine Dateien ersetzt. Das optionale Argument "REPORT" bewirkt, daß ein Restaurationsbericht erzeugt wird. Geben Sie "PRT:" als Dateinamen an, um den Bericht auf dem Drucker auszugeben. Das optionale Argument "VERBOSE" veranlaßt das Programm, während der Restauration mehr Informationen auszugeben. Die übrigen Argumente wurden weiter oben schon erklärt. Das Rekonstruieren des Katalogs wird mit einer Zeile wie dieser veranlaßt: ABackup REBUILD FROM arc [VERBOSE] [BUFSIZE size] [NOTASK] [TMPDIR dir] Dabei ist "arc" der Name des Arcivs. Das optionale Argument VERBOSE sorgt dafür, daß mehr Informationen ausgegeben werden. Die anderen Argumente wurden weiter oben schon beschrieben. Das Anzeigen des Archivinhalts erfolgt nach Eingabe folgender Zeile: ABackup LIST FROM arc [TO file] [NOTASK] [TMPDIR dir] Dabei ist "arc" der Name des Archivs. Das optionale Argument "TO file" bewirkt, daß die Ausgabe in die angegebene Datei geschrieben wird, statt im CLI-Fenster ausgegeben zu werden. Geben Sie "PRT:" als Dateinamen an, um einen Ausdruck der Liste zu erzeugen. Die übrigen Argumente wurden weiter oben schon erklärt. Entwicklungsgeschichte ABackup ist fast vollständig in der Programmiersprache C geschrieben, und wurde auf einem Amiga 3000 UNIX-1 (10 M RAM, internes HD Disklaufwerk, interne Festplatte mit 100 M, externes SyQuest Laufwerk mit 88 M, externes Diskettenlaufwerk, 1960 Monitor und Star LC24-10 Drucker), welcher über ein Null-Modem Kabel mit einem A500 mit 1 M RAM verbunden ist, entwickelt. v1.00, 8 Juni 92, 58036 Bytes {erste veröffentlichte Version} {Die hier ausgelassenen Entwicklungsstufen findet man in der englischen Anleitung.} v4.00, 10 Juli 93, 106456 Bytes {derzeit aktuelle Version}