PRINTPOP Druckereinstellungshilfe von Robbie J Akins August 1987 Bei PRINTPOP handelt es sich um ein Hilfsprogramm, das es dem Benutzer ermöglichen soll, auf einfache Art und Weise einige Steuerzeichen an den Drucker abzuschicken. Ich hatte es eines Tages einfach satt, mich mit den Steuerzeichen herum- zuschlagen, die die Preferences an den Drucker senden (oder besser: NICHT senden). Stell Dir mal folgendes vor: Du hast gerade angefangen, ein größeres Schriftstück auszudrucken. Dein Drucker hat einen großeren Druckpuffer. Plötzlich entsteht ein Papierstau, und Dein Drucker dreht durch! Am besten, Du stoppst den weiteren Ausdruck, schaltest den Drucker aus und löschst auf diese Art den gesamten Druckerpuffer. Jetzt bringst Du das Papier wieder in Ordnung. Jetzt versuchst Du dein Glück noch einmal. Aber dieses mal kommt's noch schlimmer: Die Preferences haben die Steuerzeichen nicht wieder an den Drucker geschickt und Du bekommst zum zweiten Mal einen total vermurksten Ausdruck. Der einzige Weg, die Preferences zum erneuten Absenden der Steuerzeichen zu bringen, scheint es zu sein, die Einstellung zu ändern, abzuspeichern und wieder auf den alten wert zu ändern. Wie umständlich! Doch dann kam PrintPop. Ab jetzt kannst Du mit diesem Programm jederzeit Steuerzeichen ohne Umwege direkt an den Drucker übermitteln; unter Umgehung der Prefe- rences. Um PrintPop aufzurufen, gibst Du lediglich im CLI ein: RUN PrintPop Das Programm gibt nun eine kurze Meldung aus und installiert sich selbst. Du kannst PrintPop auch in Deine Startup-Sequence einbauen, indem Du PrintPop ins C-Verzeichnis kopierst und die Startup-Sequence im S-Verzeichnis dahingehend änderst, daß Du folgende Zeile einfügst: run C/PRINTPOP > NIL: (Die Umleitung ins NIL: unterdrückt die Programmeldung.) Jedesmal, wenn Du PrintPop aufrufen möchtest, drückst Du jetzt einfach die linke Amiga-Taste (Commodore-Taste) und die Taste F1 zur gleichen Zeit. Befindest Du dich zu dieser Zeit nicht auf der Workbench, dann wird die Workbench in den Vordergrund gebracht und das PrintPop-Fenster erscheint. Arbeitest Du dagegen auf der Workbench, erscheint das PrintPop-Fenster und überlagert alle anderen Fenster. Das PrintPop-Fenster bietet eine Anzahl Knöpfe: Draft/NLQ Dieser Umschaltknopf dient zum Umschalten zwischen Entwurfs- und NLQ- Qualität (falls Dein Drucker das zuläßt). Default Tabs Dieser Umschaltknopf dient zum einstellen oder Set/Clear löschen der voreingestellten Horizontaltabulatoren Deines Druckers. Print Pitch Dieser Knopf wählt zwischen 10, 12 oder 15 CPI 10/12/15/PS Zeichenbreite. Ansonsten kann auch Proportional- schrift eingestellt werden. Unter Umständen stellt Dein Drucker dies nicht zur Verfügung. Enlarged Damit kannst Du bei Deinem Drucker den Breitdruck einstellen, falls er das zuläßt. Wurde Breitdruck und Proportionalschrift eingestellt, dann wird automatisch 10 CPI eingestellt, da Proportional- schrift nicht mit Breitdruck kombiniert werden kann. Margins Es gibt Knöpfe für linken und rechten Rand. Das Anklicken des entsprechenden Linkspfeiles verringert den Wert um 1, während der Rechtspfeil ihn um 1 erhöht. Minimalwert ist 1, Maximum ist 999 (dürfte für jeden Drucker reichen...). Reset To Bei Anklicken dieses Knopfes werden die anderen Preferences Knöpfe in Schattenschrift dargestellt und die den Preferences entsprechenden Steuerzeichen an den Drucker geschickt. Auf die Art kann man leicht nach Ausschalten und Wiedereinschalten des Druckers die vorherige Einstellung wiedererlangen. Bist Du nun glücklich mit Deinen Einstellungen, dann kannst Du das Fenster durch Anklicken des Schließsymbols entfernen, womit gleichzeitig die eingestellten Steuerzeichen an den Drucker abgeschickt werden, der dem PRT: zugeordnet ist.. Warst Du vor Aufruf von PrintPop nicht auf der Workbench, kannst Du durch Drücken von Linke Amigataste-M wieder zu Deinem Arbeitsschirm zurück- gelangen. Wurde PrintPop zum ersten mal aufgerufen, ercsheint es mit fest voreinge- stellten Parametern. Diese Parameter sind: NLQ / Clear Tabs / 12 cpi / Left Margin = 15 / Right Margin = 95. Diese Einstellungen wurden deshalb gewählt, weil ICH für gewöhnlich damit arbeite. Möchtest Du sie ändern, mußt Du das Programm mit Deinen eigenen Einstellungen noch einmal compilieren, fürchte ich. Tut mir traurig! Denke daran, daß der Amiga beim ersten Aufruf von PrintPop den entsprech- enden Druckertreiber (in Preferences eingestellt) von der Diskette lädt. Nachfolgende Aufrufe laden nicht mehr nach. Es kann passieren, daß Du PrintPop aufrufst, während andere Programme den Drucker benutzen. In diesem Falle erscheint bei Schließen des PrintPop- Fensters ein Fenster, das Dir mitteilt, PrintPop wäre nicht in der Lage gewesen, Steuerzeichen abzusenden, weil der Drucker schon anderweitig belegt war. Um weiterzumachen, klickst Du den PROCEED-Knopf an. Denke daran, daß in diesem Falle Deine Einstellungen NICHT an den Drucker gesendet wurden! Die Falle für Neueinsteiger: Wenn Du mit PrintPop Steuerzeichen abschickst, bevor Du einmal gedruckt hast, dann merken die Preferences nichts davon und überschreiben beim ersten Ausdruck die mit PrintPop getroffenen Einstellungen. Deshalb sollte PrintPop als einfache Art angesehehn werden, um die Preferences zu ÄNDERN und nicht, um den Drucker zu initialisieren. Anmerkungen: 1) PrintPop läuft auf DOS 1.2 oder höher. Mit KICKSTART 1.1 wird es NICHT funktionieren. 2) Obwohl PrintPop mit einer Vielzahl von Druckern getestet wurde, muß es nicht zwingend mit jedem Drucker zusammenarbeiten. Das liegt aber nicht an PrintPop, sondern daran daß der Druckertreiber nicht zum Drucker paßt. Beispielsweise liefert der Epson-Treiber mit einem Epson MX-80 bei der Initialisierung merkwürdige Zeichen, daß zwar der Treiber, nicht aber der Drucker Randeinstellung untertützt. Die Inspirations- und Hilfsquellen dieses Programmes können im C-Source- code nachgeschlagen werden. Das Programm kann bedingungslos genutzt werden. Ich hoffe, Du findest es nützlich! Der Autor kann unter folgender Adresse erreicht werden: Robbie J Akins BEC BCNZ P.O.Box 98 Wellington NEW ZEALAND.