
                           
Amiga Moria 3.0
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1. Einleitung

Moria ist ein Dungeon-Adventure in der Art von Rogue, Hack, Larn, usw.,
allerdings ist es nicht von Rogue abgeleitet. Moria wurde urspünglich von
Robert Alan Koeneke für eine VAX 780 (Ein Supermini-Computer) geschrieben.
Es gleicht den oben genannten Spielen insofern, als auch hier Zauberer,
Krieger, Zaubersprüche, magische Getränke und Magie eine große Rolle
spielen. Um das Spiel zu gewinnen, muß der Spieler verschiedene Aufgaben
erfüllen. Im vorliegenden Fall muß der Balrog getötet werden, welcher in
den tiefsten Abgründen des Dungeons unter der Stadt lauert.
Allerdings ist Moria wesentlich größer und detailreicher als die anderen
genannten Spiele. Deshalb bedarf es erheblicher Hingabe und Entschlossen-
heit um über die Kräfte des Bösen triumphieren zu können. Für eine genaue
Spielanleitung lesen Sie bitte den Text 
"Moria_Anleitung".

Die Änderungen in dieser neuen Version 3.0 sind in dem Text
"Moria_Änderungen"
beschrieben.



2. Moria Hardwarevoraussetzungen

Um Moria spielen zu können, müssen Sie als erstes Ihr System entsprechend
den folgenden Voraussetzungen konfigurieren. Moria ist so umfangreich und
komplex, daß es nur auf Amigas mit mindestens 1 MB gespielt werden kann
(ein zweites Laufwerk ist jedoch nicht unbedingt erforderlich).



2.1 Stackbedarf

Wenn Sie Moria vom CLI starten (dies ist die Methode die wir empfehlen),
sollten Sie den Stack auf mindestens 30.000 setzen (CLI-Befehl `Stack X'
Anm. des Übers.). Sollte Moria abstürzen, so verwenden Sie einen höheren
Wert, 200.000 sollte auf jeden Fall ausreichen. Nach dem Start (Moria +
Returntaste, Anm.d.Ü.) sucht Moria als erstes die Bilder sowie den
Zeichensatz im aktuellen Verzeichnis. Danach werden diese
Dateien auf einer Disk bzw. einem Device namens 
MORIA:
gesucht.

Wenn Sie Moria von der Workbench starten (Doppelklick auf das entsprechende
Icon, Anm.d.Ü.), setzt das Programm den Stack automatisch auf 30.000.



2.2 Speicherbedarf

Das sollten Sie beachten, wenn Ihr Speicher:

   - 512 KB (oder noch weniger) groß ist.
        Gehen Sie zu Ihrem Amigahändler und kaufen Sie sich eine
        Speichererweiterung

   - 512 KB bis 1MB groß ist.
        Moria läuft vielleicht, vielleicht läuft es aber auch nicht. Wenn
        nur etwas Speicher fehlt, werden lediglich die Bilder nicht
        geladen. Diese sind für das eigentliche Spiel nicht erforderlich,
        sie sollen den Spieler nur auf das Spiel einstimmen. Wenn Sie nicht
        genug Speicher für die Bilder haben, oder Moria findet einzelne
        Dateien nicht, erhalten Sie vom Programm eine Mitteilung darüber,
        nach der Moria fortfährt. Wenn die Datei 
        MORIA.FNT
        nicht geladen
        werden kann, wird das Spiel nicht gestartet.

    - 1 MB bis 1,5 MB groß ist.
        Sie sollten keine Probleme beim Start des Programmes von Diskette
        oder Harddisk haben. Wenn Sie etwas schneller spielen wollen,
        laden Sie die Dateien
        TOWN.PIC
        DUNGEON1.PIC
        und DUNGEON2.PIC
        nach
        RAM:. (Ich habe 1 MB sowie eine Festplatte mit 3 Partitionen und 1
        Disklaufwerk. Da gibt es beim Start von der Workbench bereits
        Schwierigkeiten alle Bilder zu laden. Die Bilder können somit wohl
        erst ab 1.5 MB ins RAM: geladen werden. Anm.d.Ü.)

    - 2 MB und größer ist.
        Sie können die Bilder, den Zeichensatz und das Programm ins RAM:
        laden und anschließend von dort Moria starten (vorher im CLI
        Assign MORIA: Ram:
        eingeben.).



2.3 Diskettenbedarf

Ein gespeicherter Spielstand benötigt 60 KB auf Disk wenn sich die
Spielfigur in der Stadt befindet, bzw. 105 KB wenn sie sich im Zeitpunkt
des Speicherns im Dungeon befindet. Wenn auf der Diskette nicht mehr
genügend Platz ist, bricht Moria den Speichervorgang ab und ermöglicht
Ihnen so eine andere Disk zu verwenden.

Moria versucht jeden Spielstand mit einem Icon zu versehen. Dies scheint
aber nur zu klappen, wenn sich der Spielstand im gleichen Verzeichnis wie
das Hauptprogramm befindet (Außerdem muß evtl. 
MORIA:
mit Assign zugewiesen
worden sein, Anm.d.Ü.). Moria stellt Ihnen nun eine Dateiauswahlbox für das
Laden und Speichern von Spielständen zur Verfügung. Sie können damit das
Speichermedium (Device), das Verzeichnis und den Namen des Spielstandes
bestimmen.


ACHTUNG
Moria löscht einen Spielstand beim Laden ! Wenn Ihr dies umgehen
wollt, müßt Ihr den gespeicherten Spielstand vorher kopieren. Anm.d.Ü..


So sollten Sie vorgehen, wenn Sie:

      - Ein Diskettenlaufwerk haben.
        Moria paßt komplett mit den benötigten Dateien, und dem
        Minimalbedarf an Systemdateien für eine Workbench auf eine Disk.
        Die folgende Startup-sequence ist ein Vorschlag, wie Moria von
        einer solchen Diskette gebootet werden kann.

             C:Run >NIL: C:SetAlert  (Systemfehler korrigieren)
             C:FastMemFirst          (Sehr wichtig !)
             C:FF >NIL: -0           (Schnellere Textausgabe)
             C:Stack 30000
             moria

        Diese Startup-sequence benötigt die folgenden Befehle im C:
        Verzeichnis auf der Diskette:

           FastMemFirst     FF    Run    Stack    SetAlert

        Moria benutzt die folgenden Libraries, welche sich in dem
        Verzeichnis LIBS: auf Ihrer Diskette befinden müssen:

           ConHandler.library         diskfont.library
           icon.library               info.library
           mathtrans.library          version.library

        Außerdem sollten sich in dem Verzeichnis L: auf der Diskette
        folgende Dateien befinden:

           ConHandler                 Disk-Validator
           Ram-Handler

        (Bei mir läuft Moria3.0 unter der Workbench1.3 und Kickstart1.2
        allerdings auch ohne den ConHandler und die Conhandler.library ohne
        Probleme. A.d.Ü.)


    - Zwei oder mehr Diskettenlaufwerke haben.
        Erstellen Sie eine Diskette namens 
        MORIA
        und kopieren Sie auf diese
        alle Bilder und den Zeichensatz
        und das Programm `Moria`.

        Booten Sie von Ihrer eigenen Workbench. Legen Sie die
        MORIA-Disk in das 2.Laufwerk. Um Moria vom CLI zu starten, geben
        Sie 
        MORIA:Moria
        ein. Sie können auch gleich einen Spielstand
        mitladen, indem Sie 
        MORIA:Moria XYZ
        (XYZ steht für den Namen
        Ihres Spielstandes) eingeben. Um Moria von der Workbench zu
        starten, müssen Sie lediglich das Icon des Programmes bzw. eines
        Spielstandes doppelt anklicken.


    - Eine Harddisk haben.
        Erstellen Sie ein Verzeichnis auf Ihrer Harddisk und kopieren Sie
        in dieses alle Bilder, den Zeichensatz und das Programm.
        Booten Sie von Ihrer eigenen Workbench. Erweitern
        Sie Ihre Startup-sequence um eine Assign-Anweisung um 
        MORIA:
        Ihrem Verzeichnis zuzuweisen. Ein Beispiel:
                  assign MORIA: DH0:Games/Moria
        Um Moria vom CLI zu starten, geben Sie 
        MORIA:Moria
        ein. Sie können
        auch gleich einen Spielstand mitladen, indem Sie 
        MORIA:Moria XYZ
        (XYZ steht für den Namen Ihres Spielstandes) eingeben. Um Moria von
        der Workbench zu starten, müssen Sie lediglich das Icon des
        Programmes bzw. eines Spielstandes doppelt anklicken.



2.4 Der Spielbeginn


Nach dem Start von Moria können Sie wählen ob Sie eine neue Spielfigur er-
stellen wollen (Entweder mit der Taste `n' oder per Menü), bzw. einen alten
Speilstand weiterspielen wollen (Taste `o' oder old character aus dem
Menü). Wenn Sie weiterspielen wollen, erscheint eine Dateiauswahlbox, mit
welcher Sie den gewünschten Spielstand aussuchen können. Die genaue
Spielanleitung finden Sie in der Datei 
Moria_Anleitung



3.0 Tips für den Morianeuling

    1) Starten Sie mit einem Half-Troll warrior. Dieser hat zu Spielbeginn
       die besten Überlebenschancen. Benutzen Sie ihn, um ein Gefühl für
       das Spiel zu bekommen.

    2) Kaufen Sie soviel Rüstung wie nur irgend möglich. Kaufen Sie am
       Anfang keine magisch verstärkten Rüstungsteile. Ihr Preis-
       Leistungsverhältnis ist nicht sonderlich gut. Ihre Spezialfunktionen
       lohnen sich erst später, wenn Sie genug Gold zur Verfügung haben.

    3) Kaufen Sie Rüstung für soviele Körperteile wie möglich. Hände, Füße,
       Arme (shields), Körper, Füße und um den Körper herum (cloak).

    4) Kaufen Sie einige (Soweit das Geld reicht) Zaubertränke zum Heilen
       leichter Wunden (cure light wounds potion). Sie können Ihr Leben
       retten, wenn Ihnen keine Zeit zur natürlichen Erholung zur Verfügung
       steht.

    5) Kaufen Sie eine Schaufel (shovel) oder eine Spitzhacke (Pick). Mit
       Hilfe dieser Ausrüstungsgegenstände können Sie im Laufe des Spieles
       mehr Gold erwerben. Später können Sie Gegenstände, die Sie im
       Dungeon gefunden für viel Gold in den Geschäften verkaufen.

    6) Wenn Sie noch Gold übrig haben, kaufen Sie sich eine Waffe. Der
       Preis ist ein wichtiges Indiz für die Wirksamkeit der Waffe. Wenn
       Ihre Spielfigur eine relativ geringe Stärke (strength) hat, sollten
       Sie beim Kauf schwerer Waffen vorsichtig sein. Es besteht die
       Möglichkeit, daß Ihr Charakter damit überhaupt nicht trifft.

    7) Besorgen Sie sich einige Eisennägel (iron spikes), welche sehr
       nützlich sein können, wenn Ihnen jemand nicht von der Pelle weicht.

    8) Bleiben Sie auf der ersten Ebene (level) bis Ihre Figur mindestens
       die dritte oder vierte Erfahrungsstufe (level) erreicht hat.

    9) Speichern Sie Ihren Spielstand nicht nach RAM:, denn dies wird Ärger
       verursachen. Zum einen sind Sie Ihren Spielstand los, wenn Ihr Amiga
       abstürzt, zum anderen brauchen die Spielstände ganz schön viel
       Speicher.



4.0 Abschließende Anmerkungen

Dies ist unsere dritte Veröffentlichung von Moria, und wir planen noch
weitere Änderungen. Diese Version beinhaltet viele Veränderungen um das
Spiel schneller und kleiner werden zu lassen (wir hätten fast 2 MB
benötigt). Wenn Ihnen irgendwelche Probleme begegnen, bitte teilen Sie uns
diese mit. Wir werden alles Mögliche unternehmen um Sie von diesen
bösartigen Rackern zu befreien (Dies gilt allerdings nicht für Lepricons
oder andere Monster mit denen Sie Ärger haben). Sollten Sie Änderungen oder
Erweiterungen wünschen, nennen Sie sie uns. Wir werden dann schauen, ob Sie
in zukünftigen Versionen eingebaut werden können. Die folgenden Liste ent-
hält eine Aufzählung über zukünftige Erweiterungen über die wir zur Zeit
nachdenken. Sollte Sie die eine oder andere davon besonders interessieren,
so schreiben Sie es uns so schnell wie möglich:

   1) Eine verkleinerte Übersicht über eine komplette Dungeonebene
   2) Eine Version für mehrer Mitspieler oder mit mehreren Spielfiguren
   3) Größere Komplexität des Spieles (mehr Zaubersprüche usw.)
   4) Ein Wörterbuch für Monster, Zaubertränke, -sprüche, Gegenstände, ...
   5) Spezialgeschäft für auf Wunsch gefertigte Gegenstände
   6) Kataloggeschäfte, in denen Sachen bestellt werden können, welche die
      anderen Geschäfte gerade nicht auf Lager haben.
   7) Geräusche (Klirren, Stöhnen, Knarren, Knallen usw.)
   8) Ein ganz neues Spiel im Science Fiction Bereich.


Diese Version von Moria basiert auf der excellenten BSD UNIX C Adaption von
James E. Wilson von der UC Berkeley, welche wiederum von der Original-
version 4.8 in VMS Pascal abgeleitet wurde. Diese Originalversion wurde von
Robert Koeneke, Jimmey Todd, Gary McAdoo und anderen an der Universität
Oklahoma geschrieben.


Post bitte an folgende Adresse senden:
                                       Richard Henderson
                                       2527 Hazelwood Ave.
                                       Kettering, Ohio
                                       45419

Oder Ihr hinterlaßt Eure Mitteilungen für Richard und/oder Bryan Henderson
in einer der folgenden Mailboxen:
         Merical BBS                   CA/CAUG
         1-513-237-1931                1-216-581-2284



ACHTUNG :

Bitte denkt daran, daß es sich hier um eine Übersetzung handelt. Wenn Ihr
mit den Autoren Kontakt aufnehmen wollt, müßt Ihr dann englische Texte los-
schicken. Da ich mit DFÜ noch (!) nichts zu tun habe, kann ich über diese
Art der Kontaktaufnahme in die USA nichts berichten. Anm.d.Ü.







