GPrint 2.00 Schwarzweißgrafik-Druckhilfe für Epson FX Drucker. Copyright (c) 1988, Peter Cherna Dokumentation vom 3. Juni 1988. VERTRIEBSNOTIZ: GPrint darf nur in Form von Shareware vertrieben werden, voraus- gesetzt es wird keine Gegenleistung (außer der regulären Vertriebsgebühr für PD-Disks) dafür gefordert. Es ist NICHT gestattet, GPrint zusammen mit kommerziellen Programmen zu vertreiben. Allerdings kann der Autor nach vorheriger Rück- sprache Ausnahmen zulassen. Überblick GPrint ist ein Hilfsprogramm, das jedes zweifarbige IFF-Bild als Eingabe nimmt und es auf einem EPSON FX- oder kompatiblen Drucker ausdruckt. Die Absicht, die hinter GPrint steckt, ist es, mit kleinstmöglichem Aufwand die höchstmögliche Grafik-Druckqualität zu erzielen. Parallele Linien z.B. sollen auch gleiche Breite aufweisen. Um größtmögliche Flexibilität zu garantieren, bietet GPrint insgesamt 9 Druckarten, die aus vier Druckdichten und drei Druckqualitäten bestehen (nicht alle Kombinationen sind möglich). Die Druckdichten reichen von 80 mal 72 Bildpunkten pro gedrucktem Quadratzoll bis zu 240 mal 216! Die höchste Druckdichte beinhaltet eine besondere Glättefunktion, um das Aussehen des Ausdrucks zu verbessern. Diese Funktion ist am wirksamsten bei Text, Kurven, diagonalen Linien und Umrandungen. GPrint ist ein grundlegendes Hilfsmittel für jeden Besitzer eines Epson- kompatiblen Druckers, der Grafiken, Diagramme, Karten ausdrucken möchte oder ein Desktop Publishing Programm besitzt wie PageSetter von Gold Disk. Das Programm wird als Shareware angeboten. Das bedeutet, wenn Du dieses Programm für nützlich hältst, bitte ich Dich um eine Registrierung als Benutzer, indem Du einen Beitrag in Höhe von $10 sendest an: Peter Cherna 5511 Westbourne Ave., Cote St. Luc, Quebec Canada H4V 2G9 Registrierte Benutzer werden stets über neue Versionen oder Updates informiert. Ohne Deine Unterstützung kann ich es nicht schaffen, an Verbesserungen oder anderen Programmen zu arbeiten, also lasse Dich bitte registrieren! AMIGA-Grafiken ausdrucken mit GPrint 1) Arbeitet GPrint mit Ihrem Drucker zusammen? Um eine optimale Druckqualität zu erzielen, wurde GPrint unter Umgehung der normalen Druckertreiber speziell zum Gebrauch mit (Schwarzweiß-) Epson-Druckern geschrieben. Das bedeutet, es arbeitet nur mit Druckern zusammen, die mit den Befehlen angesteuert werden, die dem Epson-Befehlssatz entsprechen. Diese Befehlsart nennt sich "ESC/P = Epson Standard Commands for Printers". Wenn Sie in Ihrem Druckerhandbuch diese Bezeichnung finden, dann brauchen Sie sich über die Zusammenarbeit mit GPrint keine Sorgen zu machen. Ein anderes Anzeichen für Epson-Kompatibilität ist es, wenn Sie bisher mit dem Epson-Treiber der Workbench fehlerfrei Grafiken ausdrucken konnten. Generell sind folgende Drucker kompatibel: Star, Citizen, Panasonic und Seikosha AI. Doch selbst wenn Ihr Drucker nicht unter den aufgezählten war, ist das kein Grund zur Verzweiflung. Da "ESC/P" von den meisten Druckerherstellern als Standard akzeptiert wurde, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß auch Ihr Drucker dazu kompatibel ist. Und als letztes Mittel verbleibt immer noch das Ausprobieren! Unser Star NL10, mit dem wir GPrint für Sie testeten, arbeitete jedenfalls fehlerfrei damit zusammen. 2) So erstellen Sie die Grafiken für GPrint! GPrint ist dazu geeignet, um sowohl reguläre, mit Malprogrammen wie "Deluxe Paint II" erzeugte Grafiken auszudrucken, als auch zum Ausdruck von "Page Setter"- Seiten. a) Der Druck von "Page Setter"-Seiten Um eine mit Page Setter erstellte Seite auszudrucken, speichern Sie die Seite zunächst auf einer Extra-Diskette ab. Auf diese Diskette kopieren Sie anschließend das Programm "PageIFF", das Sie im Hauptverzeichnis der "Page Setter"-Diskette finden. Danach führen Sie einen RESET durch, booten eine reguläre Workbench-Diskette und rufen den CLI auf. Sobald das CLI-Fenster erschienen ist, legen Sie die Diskette ins interne Laufwerk, auf der Sie vorhin die "Page Setter"-Seite gespeichert haben, und tippen ein: "df0:PageIFF df0:". Dabei steht für den Namen (inklusive Pfad), unter dem Sie Ihre Seite gespeichert haben. "PageIFF" wandelt diese Seite nun in ein Format um, das GPrint ausdrucken kann. Die derart umgewandelte Seite füllt beim GPrint-Ausdruck mit der Option "M" eine gesamte Druckseite. Die höchstmögliche Qualität erzielen Sie aber erst durch Angabe der Druckparameter "M S". b) Die Anfertigung von Vorlagen mit "Deluxe Paint II" Zunächst laden Sie "Deluxe Paint II". Während des Ladevorganges erscheint ein Abfragefenster, das zur Einstellung von Bildschirmformat und Farbanzahl dient. Als Farbanzahl müssen Sie hier die Zahl Zwei anklicken, da GPrint nur zweifarbige Grafiken verarbeitet. Um einen möglichst großen Bildschirmausschnitt überblicken zu können, empfiehlt es sich außerdem, das Bildschirmformat MED-RES (640 x 256) zu wählen. Da große Grafiken, wie sie von GPrint benötigt werden, viel Speicherplatz brauchen, empfehle ich Ihnen bei einem unerweiterten Amiga (512K RAM), die Option "SWAP" zu ‹wählen, damit Ihnen das Programm DPaint selbst nicht zuviel wertvollen Grafikspeicher wegnimmt. Haben Sie diese Einstellungen vorgenommen, geht es mit "OK" ins eigentliche Programm. Hier wählen Sie nun als allererstes aus dem "Picture"-Menü den Menüpunkt "Page Size". Es erscheint ein Abfragefenster, das Sie nach der gewünschten Seitengröße fragt. Zu diesem Zeitpunkt sollte Ihnen bereits klar sein, in welcher Auflösung Sie ihre Grafik später ausdrucken möchten. Die je nach Auflösung maximal möglichen Seitenformate können Sie der Tabelle "Bildgrößen" am Textende entnehmen. Die von DPaint maximal akzeptierten Werte sind 1.008 Punkte in der Breite (WIDTH) und 1.024 Punkte in der Höhe (HEIGHT). Da die GPrint-Option "H S" die qualitativ besten Grafiken erzeugt, empfehle ich Ihnen, als Seitenformat (entsprechend der Bildgrößen-Tabelle) 960 mal 1.024 Punkte anzugeben (960 mal 1.188 Punkte läßt DPaint leider nicht zu). Auch bei unerweiterten Amigas reicht der Speicherplatz jetzt noch aus, um hervorragende Grafiken anzufertigen. Nur wenn Sie mit aufwendigen Schriftarten experimentieren, könnte der Speicher knapp werden. Sobald Sie Ihre Grafik fertig haben, speichern Sie sie ganz normal ab. Dem Ausdruck mit GPrint steht nun nichts mehr im Wege! 3) Sonstige Tips - Benutzen Sie stets den Parameter "R", da GPrint sonst oft Schwierigkeiten mit dem richtigen Justieren des Blattanfanges hat. - Bei normalen Grafiken nie den Parameter "M" benutzen, weil diese Option die Grafiken stark verzerrt; d.h. in die Länge zieht. 4) Beispiel Sie besitzen eine HIRES-Grafik im Format 640 mal 512 Punkte, die Sie möglichst seitenfüllend und in bester Qualität ausdrucken möchten. Dazu schauen Sie zunächst in der Bildgrößentabelle nach und entdecken: 640 Punkte in der Breite entsprechen der Auflösung "L". Die beste Qualität ist in allen Auflösungen normalerweise "S". Diese Qualität ist aber bei Benutzung des Parameters "L" nicht möglich, so daß Sie sich für die zweitbeste Qualität "G" entscheiden müssen. Der Aufruf von GPrint lautet also in diesem Falle: "GPrint L G". 5) Die Parameter Parameter I Bedeutung ----------I------------------------------------------------- L I Druckdichte wird auf 80 x 72 Punkte gesetzt. M I Druckdichte wird auf 120 x 72 Punkte gesetzt. H I Druckdichte wird auf 120 x 108 Punkte gesetzt. U I Druckdichte wird auf 240 x 216 Punkte gesetzt. ----------I------------------------------------------------- D I Normale Druckqualität (funktioniert bei den I Druckdichten L, M, H, U). Schließt die Para- I meter G und S aus. G I Gute Druckqualität (funktioniert bei den Druck- I dichten L, M, H). Schließt die Parameter D und S I aus. S I Special Smoothing; Berechnung von Zwischen- I punkten (funktioniert bei den Druckdichten I M, H). Schließt die Parameter D und G aus. ----------I------------------------------------------------- Onn I Dieser Parameter dient zur Einrückung des Bil- I des; "nn" gibt den Abstand des Bildes vom linken I Rand in Zehntelzoll an. C I Das Bild wird "zentriert", d.h. in Blattmitte, I ausgedruckt. ‹ F I Bei Angabe dieses Parameters gibt der Amiga nach I Drucken des Bildes ein FORM FEED aus; d.h. das I aktuelle Blatt wird ausgeworfen und der I Druckkopf bewegt sich zum Anfang des nächsten I Blattes. W I Muß angegeben werden, wenn Ihr Drucker das I Format DIN A4 quer verwendet. R I Unterdrückt den Papierrücktransport. Vor dem I Ausdruck versucht GPrint, exakt an der Oberkante I des Blattes die Grafik zu drucken. Das führt bei I einigen Druckern zu falschen Ergebnissen. 6) Die Bildgrößen Parameter Druckerauflösung maximale Bildgröße Punkte/Zoll A4 hoch A4 quer (8' x 11') (11' x 8') ------------------------------------------------------------ L D 80 x 72 640 x 792 880 x 576 M D 120 x 72 960 x 792 1320 x 576 H D 120 x 108 960 x 1188 1320 x 864 U D 240 x 216 1920 x 2376 2640 x 1728 ------------------------------------------------------------ L G 80 x 144 640 x 792 880 x 576 M G 120 x 144 960 x 792 1320 x 576 H G 120 x 216 960 x 1188 1320 x 864 U G - - - ------------------------------------------------------------ L S - - - M S 240 x 144 960 x 792 1440 x 576 H S 240 x 216 960 x 1188 1320 x 864 U S - - - (Guido Coenen) Schlußbemerkung Ich hoffe, Du findest GPrint nützlich. Ich habe darauf geachtet, daß das Programm klein bleibt, so daß Du es auf jede Diskette kopieren kannst, wo es Dir nützlich sein könnte. Ich habe es wirklich ausführlich getestet, so daß wahrscheinlich nicht allzu viele Fehler übrig geblieben sind (sage nie keine Fehler). Es hat eine vielversprechende Zukunft (mir schweben noch viele Verbesserungen vor). Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich nur noch eines sagen: Es kann weder zukünftige Versionen von GPrint noch andere Produkte als PD oder Shareware geben, wenn diejenigen, die das Programm benutzen, sich nicht egistrieren lassen! Also bitte, laß die Entwickler entwickeln, und schicke $10 und alles, was Dir an Kommentaren, Vorschlägen, Fehlermeldungen etc. einfällt an: Peter Cherna 5511 Westbourne Ave., Cote St. Luc, Quebec Canada H4V 2G9 Danke schön und viel Spaß!