V C H E C K 1.2 Ich, und sicher fast alle Computerbesitzer haben Angst, daß unser gutes Stück krank wird. Es ist hier die Rede von den Computerviren. Besonders wenn man oft "Fremddisketten" benutzt, ist die Ansteckungsgefahr recht hoch. Nun habe ich auf einer der neuesten Fred Fish Disketten (Nr. 126), einen Virendetektor gefunden. Dieses Programm findet den wohl meistverbreitesten SCA-Virus (oder welche, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten). So habe ich dieses Programm gleich auf meine Diskette übernommen, damit dieses schnell verbreitet wird. Nun genug der Vorrede, hier die Programmerklärung: Am besten Sie benutzen das Programm vom CLI aus. Denn nur dann können Sie es voll ausnutzen. Sie können damit Ihren Speicher überprüfen, oder eine Diskette. Wenn Sie das Programm nur mit dem Namen "VCheck1.2" aufrufen, wird der RAM Speicher überprüft. Sie sollten dann die Meldung: "Your memory is clean!" (Ihr Speicher ist sauber) erhalten. Sollten Sie aber die Meldung: "The VIRUS is in memory!" (Der Virus ist im Speicher) bekommen, ist höchste Vorsicht geboten !! Die zweite Möglichkeit ist, eine Diskette auf Virusbefall zu überprüfen. Geben Sie dazu hinter den Programmnamen noch die Laufwerksnummer 0-3 an. Z.B. "VCheck1.2 0" testet die Diskette im internen Laufwerk. Bei diesem Test können Sie folgende Antworten bekommen: "This disk is healthy!" (Diese Diskette ist gesund, also kein Virus) "Found SCA VIRUS !! This disk is infected with the VIRUS!!" (Habe den SCA Virus gefunden !! Diese Diskette ist infiziert mit einem Virus!!). Wenn Sie das Programm von der Workbench aufrufen, können Sie nur den RAM Speicher überprüfen. Leider verschwindet der ausgegebene Text so schnell, daß man diesen nicht lesen kann. Um diesen Text zu lesen, müßen Sie während der Ausgabe, die rechte Maustaste schnell drücken und festhalten. Sollte dann aber der Text noch nicht komplett ausgedruckt sein, müßen Sie die Taste kurz loslassen, dann aber sofort wieder drücken. Etwas ganz besonderes ist auch, daß Sie dieses Programm aus der Startup- Sequence aufrufen können. Kopieren Sie dazu das Programm in das "C" Verzeichnis jeder Startdiskette. Dann fügen Sie in die Startup-Sequence folgende Befehle ein: (Vor "EndCLI >nil:") Failat 101 VCheck1.2 Wait 5 secs Nun wird bei jedem neuen Booten der Speicher auf Vorkommen des Virus überprüft. Der Befehl "Failat 101" wird benötigt, damit die Startup-Sequence nicht abgebrochen wird. Wenn das Programm nämlich keinen Virus findet, liefert es den Fehlercode 100 zurück. Was aber tuen, wenn das Programm ein Virus gefunden hat ? Schalten Sie zuerst den Amiga für etwa 30 Sekunden aus. Neu booten der Kickstart beim Amiga 1000 nützt nichts !! Dann fahren Sie den Rechner mit nicht infizierten Disketten hoch. Nun gehen Sie ins CLI und geben folgenden Befehl ein: Copy C:Install to RAM: Dann legen Sie die infizierte Diskette in ein Laufwerk ein. (Vom einfachen einlegen kann das Virusprogramm nicht gestartet werden ! Außer beim booten in DF0: !!) Nun geben Sie den Befehl: RAM:Install DFx: ein. (Anstelle von x die Laufwerksnummer.) Das Virusprogramm, welches im Bootblock der Diskette steht, wird so gelöscht ! Aber ACHTUNG: Viele Spiele haben wichtige Daten im Bootblock stehen, die so gelöscht würden. Dieses hat dann aber auch zur Folge, daß das Spiel nicht mehr lauffähig ist !! Sie haben zwar nun ein sehr guten Viren Detektor, doch sicher sind Sie von einem Virusbefall noch nicht. Es gibt leider immer neue Programme die immer gemeiner werden. Die Autoren solcher Programme sollten einmal überlegen, ob Sie Ihre Programmierkenntnisse nicht besser unterbringen könnten. So, daß war's. Ich wünsche Ihnen, daß Ihr AMIGA nie mit einem Virus infiziert wird.