Amiga-Synth (V1.0) Bedienungsanleitung
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1. Fähigkeiten des Programms+Ausblicke auf spätere Versionen
2. Beschreibungen der Editoren (Menüpunkt "Edit")
3. Beschreibungen der Grafikdarstellungen (Menüpunkt "Grafik")
4. Beschreibungen der Berechnungsroutinen (Menüpunkt "Berechnung")
5. Beschreibungen der Disketteroutinen (Menüpunkt "Disk")


1. Fähigkeiten des Programms "Amiga-Synth"

   Das Programm "Amiga-Synth" wurde aus der Idee eines digitalen Synthesizers
heraus entwickelt.

   "Amiga-Synth" besitzt folgende technische Daten:
   + FM-Synthesizer mit bis zu 32 Operatoren
   + Pitch-Hüllkurve aus je 8 Level- bzw. Rate-Einstellungen
   + "Sampling"-Frequenzen von 100 Hz bis 100 kHz
   + Sound-Frequenzen von 1 Hz bis 20000 Hz
   + Sound von 0.001 s bis 100 s Laenge incl. der Verarbeitung von sog.
     Loop-Samples
   + Abspeichern der berechneten Sounds im IFF-8SVX-Standard
   - Senden von Sounds an professionelle Sampler über MIDI-Sampling-Standard
     (AB VERSION 2.0!!!)

   Für jeden Operator sind folgende Eigenschaften verfügbar:
   + eine von 12 Wellenformen
   + Ratio bzw. Fixed-Einstellung
   + eigene Schwingungsfrequenz
     + relativ zur Gesamtfrequenz des Sounds (Ratio)
     + absolut für diesen Operator (Fixed)
   + Hüllkurve aus je 8 Level- bzw. Rate-Einstellungen
 
2. Bescheibungen der Editoren (Menüpunkt "Edit")

2.1 Der Header-Editor (Menüitem "Header")

   Mit dem Header-Editor können Sie allgemeine Parameter des aktuellen
   "Amiga-Synth"-Sounds editieren, die für die Berechnung der Sounds
   wichtig sind, z. B. die Sampling-Frequenz, die Dauer des Sounds, der
   berechnet werden soll (Tonlänge) und die Dauer des fiktiven Tastendrucks
   (Tastenlänge). Wenn die Tastenlänge kleiner als die Tonlänge ist, dann
   erfolgt, wie es bei Synthesizern üblich ist, eine Verzweigung in die
   Release-Phase der Hüllkurve, die durch Rate und Level Nr. 8 bestimmt werden.
   (siehe auch Beschreibung zu Menüitem "Hüllkurve")
   Durch Anklicken der Operator-Gadgets im oberen Bilschirmbereich können Sie
   den jeweiligen Operator an- bzw. ausschalten. (Ausgeschaltete Operatoren
   werden nicht in die Berechnung des Sounds miteinbezogen!)
     Die Gadgets für die Auflösung haben in den Versionen 1.x noch keine
   Bedeutung, ab Version 2.0 wird "Amiga-Synth" allerdings in der Lage sein,
   Sounds für professionelle Sampler zu berechnen und dann via MIDI-Sample-
   Standard an diese Geräte zu senden. Da die handelsüblichen Sampler meißt 12- 
   oder 16-Bit als Auflösung besitzen, kann hier die Auflösung "frei" gewählt
   werden, es sollte jedoch darauf, daß ein Wert eingestellt wird, der kleiner
   oder gleich der Auflösung des verwendeten Samplers ist. Wenn die Auflösung
   kleiner gewählt wird, nutzt "Amiga-Synth" nicht den vollen zur Verfügung
   stehenden Dynamikbereich aus. Dies kann zur Folge haben, daß die Sounds
   nicht sehr überzeugend klingen. Gleiches gilt für eine zu niedrige
   Samplerate, bei der Verwendung von externen Samplern (nicht die Amiga-
   Soundkanäle!!!) sollte die Samplefrequenz über 10000 Hz liegen, damit
   Nebenfrequenzen bis 5 kHz hörbar sind, im übrigen gilt: je höher die
   Samplefrequenz und die Auflösung, desto reiner der Klang des Sounds, aber
   desto länger auch die Berechnungszeit.
     Samplefrequenzen über 44200 Hz mit 16 Bit Aflösung (CD-Qualität) bringen
   kaum noch Verbesserung an der Soundqualität.
   
   Dieses Menüitem können Sie durch Anklicken des "Ok"-Gadgets, welches sich
   unten in der Mitte befindet, verlassen.
   
   
2.2 Der Oscillator-Editor (Menüitem "Oscillatoren")


2.3 Der Hüllkurven-Editor (Menüitem "Hüllkurven")

   Der Hüllkurven-Editor dient dazu, die Hüllkurven der einzelnen Operatoren
   zu ändern. Er erlaubt die Änderung sowohl der Level- als auch der Rate-
   Einstellungen. Die links vertikal angeordneten PropotionalGadgets stellen
   die Level-Einstellungen, die rechts horizontal angeordneten Proportional=
   Gadgets stellen die Rate-Einstellungen des aktuellen Operators da.
   Bei den Level-Reglern befindet sich die Minimalstellung unten, die
   Maximalstellung oben. Die Rate-Regler besitzen ihre Maximalstellung rechts
   während die Minimalstellung sich links befindet.
   Die Werte können durch einfaches Bewegen der Regler geändert werden.
   Durch das Anklicken eines der oben aufgereihten Operator-Gadgets können
   Sie den Operator wechseln, den Sie bearbeiten wollen.
     Level und Rate 1 entsprechen der Attack-Phase, wie sie bei Analog- und 
   Digital-Synthesizern üblich ist (vgl. auch ADSR-Hüllkurve)
   Die Levels und Rates 2-7 geben den Hüllkurvenverlauf der einzelnen Operatoren
   während der Haltedauer des Sounds an, Level und Rate 8 sind für die sog.
   Ausklingphase(Release) zuständig. Dabei ist anzumerken, daß ein Operator
   während der Ausklingphase sein "Output" nicht nur erniedrigen, sondern auch
   erhöhen kann, was bei ADSR-Hüllkurven nicht(!) möglich ist.
   
   Durch Anklicken des "Ok"-Gadgets können Sie diesen Editor verlassen und
   zum Hauptmenü zurückkehren.

2.4 Der Algorithmus-Editor (Menüitem "Algorithmus")

   Der Algorithmus-Editor unterscheidet "Amiga-Synth" von vielen professionellen
   Hardware-FM-Synthesizern, bei denen meist die Algorithmen für die Sounds
   vorgegeben sind (Mir ist kein Hardware-Synthesizer mit editierbaren
   Algorithmen bekannt). Allerdings berechnen diese auch ihre Sounds in Echtzeit
   und sind mehrstimmig spielbar.
   
   Beim Anwählen diese Menüpunktes erscheint der aktuelle Algorithmus auf dem
   Bildschirm in Form eines Linienmusters zwischen zwei Gadget-Reihen, sofern
   ein Algorithmus vorhanden ist.
   
   Sie können nun (fast) frei Verbindungen hinzufügen bzw. löschen.
   Durch Anklicken des "Add"-Gadgets wählen Sie den Zufüg-Modus,
   durch das des "Delete"-Gadgets den Lösch-Modus.
   Nun müssen Sie abwechselnd ein Gadget der oberen Modulator-Reihe und eines
   der unteren Träger-Reihe anwählen, um eine Verbindung herzustellen oder zu
   kappen. Falls die Darstellung des Algorithmus durch zu viele Löschungen
   "zerschnitten" sein sollte, können Sie durch "Redraw" einen Bildneuaufbau
   erzwingen.
   "Init" löscht den aktuellen Algorithmus und stellt den Ausgangszustand wieder
   her.
   "Ok" verläßt den Algorithmus-Editor.
