====================================================================== Dokumentation zu "AntiFlicker" Version 1.1 Autor: Nicolas Benezan, Postwiesenstr. 2, D7000 Stuttgart 60 ====================================================================== Kopierrecht Das komplette Packet (Quelltext, Dokumentation und Objectcode) ist Public Domain Software. Es darf beliebig kopiert und verbreitet werden solange... * mein Name und dieser Kopierrechtshinweis erhalten bleiben, * die Vollständigkeit des ganzen Packets gewährleistet ist, und * mit dem Vertrieb dieser Software kein Gewinn erwirtschaftet wird. Die Kommerzielle Nutzung ohne meine ausdrückliche schriftliche Genehmigung ist untersagt. Ferner ist allen Personen, die in irgend einer Weise etwas mit "Data Becker" zu tun haben, insbesondere für "Data Becker" arbeiten oder deren Produkte verkaufen, jegliche Verwendung dieser Software verboten. Verbesserungsvorschläge sind stets willkommen. Falls Sie Veränderungen am Programm vornehmen, dokumentieren Sie diese bitte gut verständlich. Es würde mich freuen, wenn Sie mich über größere Veränderungen in Kenntnis setzen würden. (c) 1988 by Nicolas Benezan. Übersicht * Umfang des Packets * Einleitung * Beschreibung der Prozeduren Umfang des Pakets Das komplette Paket "AntiFlicker" beinhaltet folgendes: * AntiFlicker.dok * AntiFlicker.mod * AntiFlicker.obj * fonts/topaz.font fonts/topaz/10 fonts/topaz/11 * fonts/micro.font fonts/micro/8 fonts/micro/10 fonts/micro/11 Beschreibung Wahrscheinlich hat jeder schon einmal die Erfahrung gemacht, daß die Workbench unter chronischem Platzmangel leidet. Dafür gab es bis jetzt folgende Abhilfen: einfachste Lösung: Interlace-Mode in Preferences setzen. Dann ist der Workbenchscreen 640x512 (oder 704x548 im Overscanmode) groß. Vorteile: keine kosten, unwesentlicher Aufwand Nachteile: unerträgliches Flimmern durch Interlace, braucht Speicherplatz teuerste Lösung Man kaufe sich eine FlickerFixer-Grafikkarte sammt Multisync-Monitor. Vorteile: durch höhere Bildfrequenz kein Flimmern, auch bei Interlace Nachteile: es entstehen Kosten, die den Wert des ganzen Amigas übersteigen. Natürlich braucht das größere Bild auch Speicherplatz, aber echte Snobs kennen selbstverständlich keine Geldprobleme und haben längst eine Speichererweiterung... geniale Lösung Mit MegaWb kann die Workbench fast beliebig vergrößert werden. man sieht einen Ausschnitt, der Screen wird gescrollt. Vorteile: keine Kosten, kein Flimmern Nachteile: Manchmal wird das System und der Benutzer ziemlich verwirrt, v.a. weil MegaWB einige Macken hat. Auch MegaWb benötigt sehr viel Speicher. AntiFlicker AntiFlicker ist eine reine Softwarelösung zur Unterdrückung oder zumindest Minimierung des Flimmerns im Interlacemodus. Ich möchte Flickerfixer nicht als Allheilmittel anpreisen, es ist auch nur eine "Notlösung". Aber eigentlich war es auch eher als eine Anregung gedacht, einmal ein CAD-Programm zu schreiben, das die volle Auflösung ausnutzt, ohne zu flimmern - oder ein Textverarbeitungsprogramm mit übersichtlichem Ganzseitendisplay. So arbeitet AntiFlicker Es besteht eine gewisse ähnlichkeit mit WBShadow von Amok#13: Die BitPlane des Workbenchscreens wird noch ein zweites mal versetzt angezeigt. Die Verschiebung beträgt allerdings nur einen Pixel. Durch geschickte wahl der Farben erhält jeder Buchstabe und jede Linie der Workbench eine Umrandung, der den Kontrast des Übergangs von Vordergrund zu Hintergrung entschärft (anti-aliasing). Dadurch entsteht der Einduck, daß das Bild weniger flimmert. Damit keine Rechenzeit verlorengeht, dürfen leider nicht mehr als zwei BitPlanes verwendet werden. Deshalb stellt Antiflicker die Workbench normalerweise aif monochrom um (effektiv eine Bitplane). Setzt man die Color-Option ("-c"), dann arbeitet Antiflicker auch farbig, klaut dann aber auf Rechnern ohne (echtes) FastRam 14% CPU-Zyklen. Vorteile: keine Kosten, geringer Speicherplatzbedarf, geringes Flimmern Nachteile: nur für Monochrom-Monitore optimal, leichter Schärfeverlust Bei langnachleuchtenden Monochrom-Monitoren erzielt man die besten Ergebnisse Installation 1) Kopieren Sie die den Flickerfixer in Ihr "C:"-Verzeichnis. 2) Schreiben Sie in ihrer startup-sequence an geeigneter Stelle: "runback c:flickerfixer" für Monochrom- oder "runback c:Flickerfixer -c" für Farbeinstellung. 3) Setzen Sie mit Preferences den Interlacemodus der Workbench 4) Booten Sie neu. Will man Flickerfixer nur mal kurz ausprobieren, reicht es, ihn einfach von der Workbench zu starten. Abschalten kann man das Programm durch nochmaliges Starten. Das umständliche manipulieren der "system-configuration" ist jetzt (Version >=1.1) nicht mehr erforderlich. Flickerfixer berechnet die optimale Farbeinstellung jetzt selbst und stellt bei Abbruch auch die alten Farben wieder her. Fonts ? Im Interlacemodus sieht der Standardfont topaz-8 ziemlich unleserlich aus, weil das Verhältnis Breite/Höhe nicht stimmt und der Zeilenabstand zu klein ist. Im Unterverzeichnis Fonts in diesem Verzeichnis befinden sich die Fonts topaz-10 und topaz-11 (10 bzw. 11 Pixel hoch, 8 Pixel breit) und micro-8, micro-10 und micro-11 (8, 10 und 11 Pixel hoch, 6 Pixel breit). Man kann sie z.B. im dme-Editor (mittels Befehl "setfont") benutzen, um im Interlacemodus eine bessere Lesbarkeit zu erzielen. ---------------------------------- Viel Spaß mit der großen Workbench Bene. PS: Es gibt ein Programm "High Resolution Workbench", das nichts anderes macht, als den Interlace- und Overscanmodus einzuschalten und unverschämte 29,80 DM kostet !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und dann wird in der Werbung noch geprahlt: "Volle Mausunterstützung" usw. Das ist doch nicht deren Leistung, das macht das System doch sowieso. Das ist ZUVIEL! Solche Wucherer gehören boykottiert !!! Setzen sie einfach mit Preferences den Interlacemode, patchen Sie auf Ihrer Bootdiskette in "devs:system- configuration" das Byte an der Stelle Hex D8 (enthält normalerweise 00) auf Hex 1C und das Byte an der Stelle D9 (normalerweise 00) auf Hex 40 (Tip: Mit NewZap oder ählichen Disk-Monitoren gehts gut). Beim nächsten Booten haben Sie eine 704x540-Pixel-Workbench (falls der Rand nicht gut sichtbar sein sollte: Neueinstellung des Monitors und der Bildzentrierung bei Preferences schafft Abhilfe). Mit Antiflicker hält sich das Flimmern in erträglichen Grenzen. Und das alles UMSONST!