Gateway! - The Plains Of Passage


Kleines Glossar mit kurzen Erklärungen für Fachwörter.
MMU - Memory Management Unit -
      Speicherverwaltungs-Baustein
FPU - Floating Point Unit - 
      Fliesskomma Baustein für mathematische
      Berechnungen

BSD - Berkeley Systems Distribution

root - Wurzel.  Das ist einmal der der Benutzer
'Systemverwalter' - also Sie !  und zum Anderen
ist damit der Top-Level des Dateisystems gemeint:
/ Vergleichbar mit 'root' ist die Angabe eines
AmigaDOS-Volumes, etwa 'SYS:'

X Window System - eine grafische
Benutzeroberfläche mit Netzwerkunterstützung.  Das
System besteht aus einem Hardware-abhängigen Teil,
dem X Server, der für jeden Computer und jeder
Grafikhardware neu zu schreiben ist, und den X
Clients, also den Anwenderprogrammen, die durch
einheitliche Schnittstellen mit jedem beliebigen X
Server kommunizieren können, und diesem sagen wo
er wie was darstellen soll.  Applikationen können
auch über Netzwerke auf entfernten Rechnern ihre
Ausgabe darstellen.  Parade-Beispiel für einen X
Client ist 'xterm'.

Console - im ursprünglichen Sinn ein Terminal das
über die serielle Schnittstelle mit der
Haupteinheit verbunden ist.  Unter NetBSD-Amiga
ist damit die Ausgabe auf dem Monitor des Amiga
gemeint, die keine Grafik benutzt.  Sie ist
kompatibel zum Standard vt220.

FAQ - Frequently asked questions.  Eine Liste von
oft gestellten Fragen und vor allem deren
Antworten über bestimmte Themengebiete.  Jeder
Fachmann wird genervt durch für ihn triviale
Fragen die in diesen Listen zusammengefasst werden
und als Lektüre für jeden Neuling auf diesem
Themengebiet Pflichtlektüre sein sollten.

Disklabels - ein Schema für viele Unix-Stationen
ihre Festplatten in Partitionen zu unterteilen.
NetBSD-Amiga braucht dies nicht, da es einen
leistungsfähigeren RDB hat.

Multi-User Modus - Das Betriebssystem hat zwei
Zustände, den Single-User Modus und den Multi-User
Modus.  Der Unterschied zwischen diesen beiden
ist, das man im letzteren mit mehreren Benutzern
gleichzeitig arbeiten darf, etwa über Netzwerk
oder Terminal eingeloggt.  Auch ist hier das
Netzwerk gestartet, der Mailbetrieb initialisiert,
wichtige Daemons zur weiteren Unterstützung
laufen, und vieles mehr.  Sie sollten sich
wirklich angewöhnen diesen Modus zu nutzen, auch
wenn er ein paar Kilobyte mehr RAM benötigt.  Nur
echte Kernelhacker werden den Single-User Modus
benötigen.

Daemon - nicht etwa ein Fehlerteufelchen, sondern
ein kleines Programm, das im Hintergrund Aktionen
durchführt, etwa der 'inetd', der das Netzwerk
übewacht, oder der 'sendmail' der auf eingehende
oder ausgehende Mail aufpasst und diese
einsortiert.

ufs - Unix File System, unter NetBSD ist dies die
Berkeley Variante. Es enthält bereits ein
Optimierverfahren für Platz und Geschwindigkeit.
Es hat aber (absichtlich) keine Art 'Validator',
dieser muß erst mit dem Befehl 'fsck' (geschieht
beim Booten in den Multi-User Modus automatisch)
gestartet werden.

tar - tape archiver.  Ein unter Unix sehr weit
verbreitetes Archivierprogram.  Es ist im
Normalfall für Bandlaufwerke ausgelegt, kann
jedoch mit der Angabe 'f' auch eine Datei
benutzen.  'tar cvf meinarchiv.tar
/home/meinhomedir' wird ein Archiv im aktuellen
Verzeichnis mit dem Namen 'meinarchiv.tar'
anlegen, das den Inhalt von '/home/meinhomedir'
enthält.  Die Option 'z' packt das Archiv
gleichzeitig mit gnuzip.  Die Datei sollte dann
auf .gz enden, damit man weiß das es eine gepackte
Datei ist.  Auspacken tut man das Archiv mit:
'tar xvf meinarchiv.tar' - das Verzeichnis
home/meinhomedir' wird dabei im aktuellen
Vereichnis angelegt, existiert dieses noch nicht.
Sie sollten also vorher in das richtige
Verzeichnis gehen.  Liegt ein gepacktes Archiv
vor, können Sie mit der Option 'z' es gleichzeitig
auspacken.

SLIP - Serial Line IP, TCP/IP über die serielle
Schnittstelle, meist mit Modem oder Nullmodem.

Markus Illenseer, 1995-03-10