Hot Bird Satellitensystem
Das Hot Bird Satellitensytem wird von EUTELSAT, einer multinationalen
europäischen Satellitenorganisation mit Sitz in Paris betrieben. Getragen
wird EUTELSAT von inzwischen 45 Mitgliedsstaaten aus Europa, dem
Mittelmeerraum und dem westlichen Asien. EUTELSAT betreibt Satelliten auf
den Positionen 7° Ost, 10° Ost, 13° Ost, 16° Ost, 21,5° Ost, 25,6° Ost und
48° Ost. Wichtig für den deutschsprachigen Raum ist hiervon nur die Hot Bird
Position 13° Ost die von EUTELSAT seit Anfang der
achtziger Jahre genutzt wird. Durch den grossen Erfolg des
ASTRA Satellitensystems ermutigt hat EUTELSAT auch auf 13° Ost begonnen
mehrere Satelliten zu kopositionierten.
Auf dieser Position befinden sich zur Zeit vier Satelliten, EUTELSAT 2 F1,
Hot Bird 1, Hot Bird 2 und Hot Bird 3. Insgesamt sollen im Endausbau
fünf Satelliten auf dieser Position platziert sein. EUTELSAT 2 F1 und Hot
Bird 1 dienen überwiegend der analogen Austrahlung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen, Hot Bird 2 bis 4 übernehmen im wesentlichen die digitale Signalverbreitung. Im Jahr 1998 soll der Satellit EUTELSAT 2 F1 durch seinen
moderneren Nachfolger Hot Bird 5 ersetzt werden.
EUTELSAT benutzt beim Hotbird-Satellitensystem das gleiche Frequenzband wie
ASTRA, also 10700 MHz bis 12750 MHz. Für den Empfang der analogen Programme
reicht so wie bei ASTRA ein herkömmliches LNB aus, für die digitalen
Programme wird ein Universal-LNB benötigt. Um sämtliche Programme in einer
guter Qualität zu empfangen wird in Deutschland ein Antennendurchmesser von
80 cm oder grösser benötigt. Letzteres liegt daran, das EUTELSAT anders als
etwa ASTRA, stark unterschiedliche Ausleuchtzonen bei seinen Satelliten benutzt.
Folge hiervon ist das die Feldstärke von Transpondern mit einer besonders
grossen Ausleuchtzone (Widebeam) in deren Kernbereich etwas niedriger ist. Zweiter Grund für eine niedrigere Feldstärke ist das EUTELSAT 2 F1 mehrere
besonders breitbandige Transponder besitzt die bei Bedarf geteilt werden
können um zwei analoge Fernsehprogramme gleichzeitig auszustrahlen. Auch
hierbei ist die Feldstärke die auf der Erde ankommt niedriger.
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